Liebe Leserinnen und Leser,

 

wir möchten euch mal wieder auf dem Laufenden halten.

Die Umsetzung des ProstSchG rückt näher; im Juli 2017 tritt es in Kraft und wir müssen uns bis spätestens 31.12.2017 registrieren.

Auch wenn das ProstSchG erst mal kommt wollen wir nicht untätig sein. So arbeiten wir unter anderem eng mit den Beratungsstellen zusammen und versuchen auf Länderebene Einfluss auf die Umsetzung des Gesetzts zu nehmen, um so das Schlimmste zu verhindern.

In diesem Newsletter findest Du neben Einblicken in die Arbeit des BesD e.V. auch einen Rückblick, aktuelle Themen & Veranstaltungen, sowie Leseempfehlungen zum Thema Sexarbeit ...

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Einblick - Was macht der BesD?

 

Neugestaltung der Website

Die Website soll übersichtlicher und informativer werden. Dazu hat sich die AG Website zu einem intensiven Arbeitswochenendemitte Januar getroffen und hat für die Website eine neue Struktur erarbeitet. So soll mittelfristig eine Info-Plattform für Sexarbeitende entstehen und die Vernetzung vorangetrieben werden.

Die Spendensammlung dazu hat schon über 3.000 Euro eingebracht. Es fehlen nur noch 400,- !

Gesucht:                                                                                                                      Wer über Sprachkenntnisse in rumänisch, bulgarisch, englisch, spanisch, portugisisch, französisch, polnisch, thai, oder sonstigen Sprachen verfügt, und uns helfen möchte bei Textübersetzungen, darf sich gerne bei Johanna melden -> Johanna@berufsverband-sexarbeit.de

Es gibt auch eine Aufwandsentschädigung.

 

Ein Beschwerdeformular für das ProstSchG

Das neue Gesetz kommt und es ist wichtig seine Auswirkungen zu erfassen. Deshalb sind wir dabei ein Online-Beschwerdeformular einzurichten; so können alle Einzelfälle, in denen das ProstSchG zu Problemen geführt hat gesammelt werden.

 

Neue Flyer

Um weiterhin zu wachsen entwickeln wir einen neuen ansprechenden Flyer, der zukünftig deutschlandweit unter anderem in Beratungsstellen ausliegen soll. Falls ihr selbst Flyer verteilen könnt oder eine Stelle kennt, an denen sie ausliegen sollten, meldet euch bitte bei Charlie unter mitglieder@berufsverband-sexarbeit.de.

 

Wir suchen Fotos

Wir brauchen Fotos: 

* Die z.B. Journalisten usw. kostenlos für ihre Arbeit downloaden können                            

* Für unsere Webseite und Werbung zur Untermalung

Wer geeignete Bilder zur Verfügung stellen möchte, meldet sich bitte bei Charlie unter mitglieder@berufsverband-sexarbeit.de. Die Fotos sollten in irgendeiner Weise mit Sexarbeit zu tun haben; zum Beispiel von Demos & Aktionen, Schuhen, Handschuhen, langen Fingernägeln usw.

Auf Wunsch kann zu Werbezwecken der Künstlername bei Verwendung erwähnt werden.

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Rückblick

17. Dezember 2016

Internationaler Tag gegen Gewalt an Sexarbeiter*innen

Noch immer sind Sexarbeiter*innen überall auf der Welt Gewalt und Willkür ausgesetzt, sowohl von Privatpersonen, als auch von Institutionen. Hier gilt es, in nationalen als auch internationalen Zusammenhängen gemeinsam dagegen zu kämpfen und auf Missstände hinzuweisen.

Deshalb rief eine Gruppe Berliner Sexarbeiter*innen auf, sich solidarisch mit Sexarbeiter*innen und Prostituierten zu zeigen, und an ihrem Protest und Gedenken teilzunehmen.

 

Oktober 2016

Konstruktives Mitgliedertreffen

Drei Tage lang haben sich interessierte und aktive Mitglieder zusammengefunden um konzentriert an der Zukunft des BesD e.V. zu arbeiten. In geselliger Runde und konstruktiven Kleingruppen wurde zielführend diskutiert und diverse Projekte wurden initiiert; unter Einblicke findet sich ein Überblick.

 

Juli 2016

Podiumsdiskussion: Sexarbeit zwischen Legalisierung und Selbstermächtigung

Im Rahmen des im Juli 2016 in München durchgeführten Festivals „Body Talks“ fand auch eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Prekäre Körper – Sexarbeit zwischen Legalisierung und Selbstermächtigung“ statt. Dabei debattierten mehrere ausgewiesene Expertinnen über das neue Prostituiertenschutzgesetz – ProstSchG. Im Einzelnen waren das Sonja Dolinsek (menschenhandelheute.net), Tanja Sommer (BesD), Sybille Homt (Gesundheitsamt Dresden), Dr. Bärbel Uhl (Politikwissenschaftlerin) und Kristina Marlen (examinierte Physiotherapeutin und Sexarbeiterin, BesD).

Die eineinhalbstündige Diskussion wurde auf Vimeo online gestellt. Schaut sie euch unbedingt an, wenn ihr euch zum Thema informieren wollt!

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Aktuelles

 

Jeden Donnerstag 18.00 - 21.00 - Subway, Berlin

TRANS*DINER

In der Nollendorfstraße 31 findet nun wöchentlich ein gemeinsames, kostenloses Essen für Trans Sexarbeiterinnen statt. Kontakt unter: sexworksberlin@gmail.com

 

Donnerstag, 26. Januar 20:00-21:30 - Hörsaal 8, Uni Bonn 

Frauen unter Kontrolle? Der gesellschaftl. Umgang mit Sexarbeit

Das Frauenreferat Bonn organisiert die Veranstaltung.

Seit einigen Jahren wird Sexarbeit oder Prostitution in Deutschland wieder verstärkt und mitunter kontrovers diskutiert, wobei die Debatten bei kritischer Betrachtung einige Fragen aufwerfen: Soll man nun von Sexarbeit oder Prostitution sprechen und wer ist eigentlich in der Sexarbeit tätig? Und was hat das mit Menschenhandel zu tun? Und wie wird sich die Rechtslage mit dem im Sommer 2017 in Kraft tretenden Prostituiertenschutzgesetz tatsächlich ändern?
Anhand dieser und weiterer Fragen möchten wir einen Überblick über die aktuellen Debatten um Sexarbeit in Deutschland sowie die Folgen dieser Debatten für die Lebens- und Arbeitsrealitäten von Sexarbeiter*innen geben.

 

Donnerstag, 09. - Freitag, 10. Februar - Universität Leipzig

Tagung | Prostituiertenschutzgesetz

Die internationale und interdisziplinäre Tagung „Das Prostituiertenschutzgesetz“, die vom 09.-10. Februar 2017 an der Universität Leipzig stattfindet, soll das 2016 reformierte Prostitutionsgesetz, das seither den verheißungsvollen Namen Prostituiertenschutzgesetz trägt, einer kritischen Analyse unterziehen, die Implementierungsstrategien herausarbeiten und die Umsetzungsprobleme der Länder besprechen. Fokus und roter Faden der Tagung soll dabei die Frage nach dem bestmöglichen Schutz von Sexarbeiter*innen sein.

 

Donnerstag, 16. Februar 18:00-21:00 - Belfortstraße 24, 79098 Freiburg im Breisgau

Feministischer Diskussionsabend #2: Sexarbeit

Das Gendereferat der Uni Freiburg veranstaltet eine Diskussionsreihe zu auch bei Feminist*innen umstrittenen Themen. Der zweite Diskussionsabend widmet sich der Sexarbeit.

 

Samstag, 4. März 14:00 – 17:00 Uhr - Erfurt, Jugendbüro Redroxx, Pilse 29

Sex(-arbeit) aus feministischer Sicht – Interaktiver Workshop

Was ist Sexarbeit? Wer sind Sexarbeiter_ Innen? Wie sehen die Arbeitsbedingungen und die politischen Kämpfe aus? Was bewirkt die Legalisierung? Wie hast du dir deine Meinung zu Sexarbeit gebildet? Wie sieht deine Auseinandersetzung mit dieser Arbeit aus?
Referent*in: Emy Fem (sexarbeitende Performerin und Aktivistin)

Diese Veranstaltung ist Teil des Programms zum Frauen*kampftag in Thüringen

 

Donnerstag, 16. März 16.15 - 17.45 - TU Berlin

Das Prostituiertenschutzgesetz – gesundheitliche Präventionsarbeit mit der Zielgruppe der Sexarbeiter*innen unter einer stigmatisierenden Gesetzgebung

Gesundheit solidarisch gestalten“. Unter diesem Motto findet im März 2017 der 22. Kongress Armut und Gesundheit in Berlin statt. Eine der 121 Veranstaltungen befasst sich dabei mit dem Prostituiertenschutzgesetz.

 

Mittwoch, 05. April 09:00 - 18:00 - Köln

Wege aus der Grauzone VIII
Die neuen gesetzlichen Bestimmungen zur Prostitution – Stand der Umsetzung und mögliche Auswirkungen der weitreichenden Kritik bei den Betroffenen

Das ProstSchG sieht vor, dass die Bundesländer festlegen, welche Ministerien für den Erlass von Ausführungsbestimmungen zur gewerberechtlichen Zulassung von Bordellen und die Anmeldung der einzelnen Sexdienstleistenden zuständig sind. Auf die Kommunen wird die praktische Durchführung zukommen. Wir wollen auf dieser Tagung den Stand der Umsetzung und der möglichen Wechselwirkungen zwischen ministerieller und kommunaler Ebene sowie zwischen den einzelnen betroffenen Verwaltungsbereichen erörtern.
Teile der gesetzlichen Neuregelung sind im Vorfeld auf weitreichende Kritik bei den Gesundheitsämtern und Fachberatungsstellen gestoßen. Bei den Sex-dienstleistenden wird das Gesetz vielfach als schikanös und demütigend empfunden. Was bedeutet dies für die Verwaltungen, die das Gesetz umsetzen? Besteht die Gefahr, dass ein erheblicher Teil der Sexdienstleistung wieder in eine Grauzone abgedrängt wird? Welche Strategien können kommunale Verwaltungen und Beratungen hier entwickeln? Das möchten wir mit den Teilnehmenden diskutieren.
Die Fachtagung richtet sich an Mitarbeitende in kommunalen Verwaltungen und bei der Polizei, die mit dem Thema Sexarbeit/Prostitution befasst sind, an Kommunalpolitiker_innen, Mitarbeiter_ innen von Fachberatungsstellen und Sexarbeiter_innen selbst.

 

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Immer up to date sein: 

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