Unsere Forderungen

Wir sind Pro:

  • JA! zur Entkriminalisierung
    Die Hauptziele des BesD e.V. sind die Entkriminalisierung der Sexarbeit und ihre berufliche Anerkennung, womit wir gleiche Berufsrechte meinen. Denn anders als alle anderen legalen, durch Art. 12 GG geschützten Berufe wird Sexarbeit heute noch immer vornehmlich durch das Strafrecht und nicht etwa das Prostitutionsgesetz oder allgemeines Berufsrecht reguliert. Wir beziehen uns auf die Einzelnormen zu Ausbeutung, Zuhälterei und Menschenhandel sowie das Verbot der Prostitution, durch das sich Sperrgebietsverordnungen auf Landesebene legitimieren.
  • JA! zu Sozialer Absicherung
    → Soziale Absicherung in Anlehnung an die Künstlersozialkasse
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  • JA! für Sexarbeit als Freiberuf
    Anerkennung von Sexarbeit als Freiberuf im Steuer-, Gewerbe- und Baurecht
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  • JA! zur Anzeigepflicht bei Gewerbeanmeldung von Prostitutionsstätten
    nach §14 der Gewerbeordnung wie andere Gewerbebetriebe auch
  • JA! zu Beratung und Fortbildung
    → staatlich finanzierte berufsständische Beratung und spezifische Bildungsangebote für Sexarbeiter_innen – auch jenseits der Ausstiegsberatung
    → Einbeziehung von Sexarbeiter_innen als Referent_innen
    → deutschlandweites Netz an Beratungsstellen für Prostituierte, die akzeptierende Arbeit machen weit über Ausstiegsberatung hinaus
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  • JA! zu kostenloser & anonymer Gesundheitsberatung
    flächendeckender Ausbau der kostenlos und anonym nutzbaren Angebote der Gesundheitsämter mit akzeptierender Beratung
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  • JA! zu guten Arbeitsbedingungen
    Wir setzen uns ein für die Erarbeitung von Standards für gute Arbeitsbedingungen individuell definiert für die verschiedenen Arbeitsbereiche in der Sexarbeit.
  • JA! zum Erhalt einer Vielfalt von Arbeitsplätzen
    → Entscheidungsmöglichkeit für Sexworker, für die individuell bevorzugte Arbeitsform
  • JA! zum Schutz vor Stigmatisierung
    → Sexarbeiter_innen sollten von der Impressumspflicht bei Webseiten unter Real-Namen und Real-Adresse ausgenommen werden
    → Möglichkeit, den Künstlernamen in den Personalausweis eintragen zu lassen und damit rechtskräftige Geschäfte tätigen zu können

Wir sind Contra:

  • NEIN! zur Meldepflicht, Registrierung für Sexarbeiter_innen
    → kein Zwangsouting druch Meldepflicht, Anmeldung beim Finanzamt wie bisher sollte ausreichen
  • NEIN! zur Konzessionierung
    keine willkürliche Erlaubnispflicht zur Regulierung von Prostitutionsstätten
  • NEIN! zur Kondompflicht
    Wir sprechen uns wie die DSTIG und andere für ein intensives Werben für den Gebrauch von Kondomen sowie
    Safer-Sex-Praktiken und gegen eine gesetzliche Kondompflicht aus > Begründung
  • NEIN! zur Freierbestrafung!
    Wir lehnen sowohl das schwedische Modell ab, als auch die Bestrafung der Kunden von unter Zwang stehnenden Sexarbeiter_innen, denn das ist bereits ein Straftatbestand und bedarf somit keines neuen Sondergesetzes.
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  • NEIN! zu Sperrgebieten
    Wir sind für pragmatische Lösungen, wo Interessen von Sexarbeiter_innen, Anwohner_innen und Gewerbetreibenden tatsächlich kollidieren.
  • NEIN! zur Wiedereinführung der Pflichtuntersuchungen
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  • NEIN! zu Sondersteuern
    → keine Sondersteuern für unsere Branche
    → Gleichbehandlung von Sexarbeiter_innen mit anderen Selbstständigen
    → Keine Vergnügungssteuer für Bordelle oder Sexarbeiter_innen
  • NEIN! zum Verbot von Pauschalclubs (beworben teils als Flatrate) und Gangbang
    → Entscheidungsmöglichkeit für Sexworker, für die individuell bevorzugte Arbeitsform
  • NEIN! zu Sondergesetzen
    mit der rechtlichen Anerkennung unserer Tätigkeit durch das ProstG sollte einhergehen:
    → eine Umsetzung auf Länderebene
    → eine Abschaffung aller noch bestehenden Sondergesetze