Beratung und Fortbildung

Bildung und Wissen macht stark und schützt vor Ausbeutung – nicht erhöhte Kontrolldichte durch die Polizei.

Wir fordern eine berufsständische Beratung und spezifische Bildungsangebote für Sexarbeiter_innen – auch jenseits der Ausstiegsberatung und auch in anderen als der deutschen Sprache. Kolleg_innen sollten nicht nur ihre Pflichten, sondern auch ihre Rechte kennen, z.B. ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Es sollten Fortbildungen im Bereich Recht (Arbeitsrecht, Grundrecht, Menschenrecht), Gesundheit, Betriebswirtschaft, Steuern, Marketing, und (Fremd-)Sprachkompetenz geschaffen werden. Auch Selbstverteidigungskurse oder Kurse zu besonderen sexuellen Praktiken wären hilfreich.

Wichtig ist, die Einbeziehung von Sexarbeiter_innen als Referent_innen. Beispielhaft ist das sogenannte Peer-Projekt der Beratungsstelle Hydra in Berlin, bei dem Sexarbeiterinnen in Bordelle gehen und die Kolleginnen schulen. Mit Hilfe von Sprachmittlerinnen können auch Migrantinnen erreicht werden. Ein ähnliches Projekt gibt es auch vom Verein move e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Aids-Hilfe.