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Sexarbeiter_innen gründen Berufsverband

Gründung BesD in Köln AuisschnittAktive und ehemalige Sexarbeiter_innen gründen am 13. Oktober 2013 in
Köln den „Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen“.

Der bundesweite Verband verfolgt das Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen von
Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern zu verbessern. Er möchte über die
unterschiedlichen Aspekte von Prostitution informieren und gegenüber
Politik, Medien und Öffentlichkeit ein realistisches Bild der
Sexarbeit vermitteln. Damit will er der Diskriminierung und
Kriminalisierung von Menschen in der Sexarbeit entgegen wirken.

Anlass der Gründung sind die zahlreichen immer noch vorhandenen
gesetzlichen Sonderverordnungen, die SexarbeiterInnen in ihrer Arbeit
behindern. Beispiele sind die Sperrgebietsverordnungen und das
Werbeverbot. Dazu kommt der lauter werdende Ruf aus Politik und Medien
nach einer „Verschärfung des Prostitutionsgesetzes“. Entsprechende
Gesetzesentwürfe liegen bereits in Bund und Ländern vor. „Anstatt die
Position der Sexarbeiter_innen zu stärken, droht eine deutliche
Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in unserer Branche“, sagt
Gründungsmitglied Johanna Weber. „Viel zu lange wurde über uns, aber
nicht mit uns gesprochen. Es wird Zeit, dass wir uns von
Entscheidungen, die uns betreffen, nicht länger ausschließen lassen!“

Bereits im April diesen Jahres hatten sich mehr als fünfzig
Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter in Frankfurt am Main getroffen, um
die Vereinsgründung vorzubereiten. Das Spektrum der Anwesenden reichte
von Wohnungs-, Bordell- und Straßenprostituierten über Escortdamen,
Callboys und Tantramasseurinnen bis hin zu Dominas. Es sind auch Betreiber_innen dabei, die aber allesamt selber in der Branche tätig gewesen sind oder noch mitarbeiten.

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KONTAKT:

Presse:
Undine de Rivière
undine@sexwork-deutschland.de
01520 – 485 09 09

Allgemein:
Johanna Weber
Info@sexwork-deutschland.de
0151 – 1751 9771