Kanadablätter-Pixelio-426424_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de Während ganz Europa härtere Restriktionen oder gar Verbote für die Sexarbeitsbranche einführt, schlägt Kanada einen anderen Weg ein. Sexworker Interessenvertreter haben einen grundsätzlichen Rechtsstreit vor dem obersten Gericht von Kanada gewonnen.
Die seit 2007 laufenden Prozesse gelten als Meilenstein im Punkto Legalisierung der Sexarbeit. Damit ist in Zukunft das Führen eines Bordells ebenso gestattet, wie das Anwerben von Freiern auf der Strasse. Auch ist es nicht mehr verboten, von Einnahmen, die aus der Prostitution stammen zu leben. Prostitution war auch zuvor in Kanada nicht illegal, doch viele der damit verbundenen Aktivitäten wurden als Verstösse angesehen. Das soll sich nun ändern.

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„Ich bin kein Opfer. Ich möchte nicht als Opfer stigmatisiert werden. Ich möchte selber entscheiden was ich möchte, wie ich es möchte und wie ich lebe. Die Verantwortung dafür trage ich selber!“, sagt die Bulgarin Milena (39), die seit 17 Jahren als Prostituierte in Berlin arbeitet.

ICRSE – SWAN – TAMPEP – gemeinsame Erklärung

Auszug:

Auch in diesem Jahr am 17. Dezember, dem internationalen Tag gegen Gewalt gegen Sexarbeiter_innen, organisieren Sexworker und Verbündete aus Europa und Asien, Mitglieder von ICRSE, SWAN und TAMPEP, öffentliche Veranstaltungen und Demonstrationen, um ein Ende aller Formen von Gewalt gegen Sexarbeiter_innen zu fordern.

Zu diesem Datum startet auch das Projekt INDOORS die Kampagne „Verschiedene Berufe. Gleiche Rechte.“ (Facebook-Link) für die Arbeitsrechte von Sexarbeiter_innen, um Stigmatisierung und Gewalt gegen Sexarbeiter_innen zu bekämpfen:

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Nicht nur hier bei uns in Deutschland müssen Sexarbeiter um ihre Rechte und freie Ausübung der selbst gewählten Tätigkeit fürchten. Unsere Kolleg_innen in Frankreich sehen sich gerade konfrontiert mit einer geplanten Gesetzesänderung, der am 29. November 2013 vor dem französischen Parlament zur Diskussion gebracht wurde und am 4. Dezember 2013 zur Abstimmung gestellt wird.

Dieser Gesetzentwurf beinhaltet unter anderem die pauschale Bestrafung von Kunden von Sexarbeiter_innen nach dem „schwedischen Modell“. Wer sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nimmt, müsste dem neuen Gesetz zur Folge mit einer Strafe von 1500 Euro rechnen. Weiterlesen