Nachrichten aus Hongkong

Dieser Text wurde von unserem Mitglied Maria van Daarten entdeckt und übersetzt.

Von Zi Teng *Sex workers concern group* aus Honkong
17 December 2017

>>Zum 15ten internationalen Tag gegen Gewalt an Sexarbeiter*innen können wir eigne Resultate veröffentlichen, weil viele Sexarbeiter*innen den Mut hatten, Missstände aufzuzeigen und sich für ihr Rechte zu erheben.

Zum Beispiel wurde ein Mann der eine Sexarbeiter*in mit Nacktfotos erpresst hat, für 10 Monate ins Gefängnis gesteckt. – Ein anderer Mann, der eine Sexarbeiter*in vergewaltigt und ausgeraubt hat, bekam eine Gefängnisstrafe von 11 Jahren. Das zeigt nicht nur, dass Gerichte Sexarbeiter_innen beschützen wollen, sondern auch, dass Sexarbeiter*innen nicht schwach und machtlos sind. Sie müssen sich nur trauen, eine Straftat anzuzeigen. Dann werden nicht nur die Verbrecher bestraft, sondern sie stärken gleichzeitig ihre Rechte!

Die Einstellung der Polizei Sexarbeitern gegenüber spielt dabei eine große Rolle, wenn wir wollen, dass Verbrecher vor Gericht kommen und bestraft werden. Wenn sie Sexarbeiter*innen gleichgültig gegenüberstehen oder sie als minderwertig betrachten, kommt es vor, dass sie die Verbrecher laufen lassen, oder sie legen den Sexarbeiter*innen sogar nahe, ihre Anzeige zurückzuziehen. Das wiederum ermutigt diese Verbrecher, Sexarbeiter*innen schlecht zu behandeln und auch, ihnen Gewalt anzutun. – 2015 gab es genau einen einzigen Fall, in dem der Polizei vorgeworfen wurde, eine Anzeige zurückgewiesen zu haben. – 2017 waren es schon 11 Fälle. Das hat sichtlich zugenommen!
Wir sind der Überzeugung, dass es die Pflicht der Polizei ist, die Ordnung der Gesellschaft zu erhalten und diejenigen, die das Gesetz brechen vors Gericht zu stellen und nicht Sexarbeiter*innen dazu zu drängen, ihre Anzeigen zurück zu ziehen! – Anstatt Reporte von Sexarbeiter*innen zu ignorieren, sollten die Polizeivollzugsbeamten ihre Anzeigen ernst nehmen und verfolgen.

Wir fordern, Polizeibeamte zu bestrafen, die ihre Macht missbrauchen und leichtsinnig & verantwortungslos mit dem Gesetz umgehen. – Das ist wichtig, um das Vertrauen in die Polizei und ihre Disziplin wieder herzustellen.<<

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