berufsverband-sexarbeit.de

berufsverband-sexarbeit.de

Will­kom­men bei der größ­ten Ver­tre­tung für Sex­ar­bei­ten­de in Euro­pa

26.05. | 16:00 | Eine Stunde — Ein Thema

26.05. | 16:00 | Eine Stunde — Ein Thema


Das Gesetz für Gleich­stel­lung, Respekt und Rech­te in der Sex­ar­beit (SAG) ist der ers­te umfas­sen­de Gesetz­ent­wurf in Deutsch­land, der direkt von Sex­ar­bei­ten­den ver­fasst wur­de. Online-Ver­an­stal­tung offen für alle Inter­es­sier­ten — let’s talk about it!

Mehr erfahren

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

Mehr erfahren

Ein Blick hinter die Kulissen: Sexarbeit in Deutschland

Ein Blick hinter die Kulissen: Sexarbeit in Deutschland

Redet mit statt über uns — zum Bei­spiel wäh­rend der 7‑tägigen Akti­ons­wo­che rund um den Inter­na­tio­na­len Huren­tag! In deutsch­land­wei­ten Ver­an­stal­tun­gen besteht die Chan­ce, ech­te Ein­bli­cke in die Bran­che zu bekom­men und die Men­schen ken­nen­zu­ler­nen, die dar­in arbei­ten!

Mehr erfahren

Spannungsbogen und Zeitmanagement in BDSM-Sessions

Spannungsbogen und Zeitmanagement in BDSM-Sessions

Datum: 13.05.2026
Uhr­zeit: 19:00–20:30 Uhr (1 Std. 30 Min.)

Viel­leicht kennst du das: Ein Gast bucht zwei oder drei Stun­den und nach der ers­ten Stun­de fragst du dich heim­lich: „Was mache ich jetzt noch mit ihm, ohne dass es sich wie­der­holt?“ Vie­len Kolleg*innen graut vor lan­gen Ses­si­ons, trotz des …

Mehr erfahren

ICRSE zu Corona: „Sexarbeiter*innen sind nicht das Problem, wir sind Teil der Lösung“

ICRSE zu Corona: „Sexarbeiter*innen sind nicht das Problem, wir sind Teil der Lösung“

ICRSE zu Corona: „Sexarbeiter*innen sind nicht das Problem, wir sind Teil der Lösung“
Das Euro­päi­sche Netz­werk für die Rech­te von Sexarbeiter*innen (ICRSE) for­dert die natio­na­len Regie­run­gen auf, drin­gend zu han­deln, um sicher­zu­stel­len, dass Sexarbeiter*innen zusam­men mit ihren Fami­li­en und Gemein­schaf­ten wäh­rend der COVID-19-Pan­de­mie Zugang zum sozia­len Sicher­heits­netz haben. Die­se Pan­de­mie zeigt mit äußers­ter Dring­lich­keit, wie Sexarbeiter*innen unter pre­kä­ren Umstän­den ins Abseits und an den Ran­de der Gesell­schaft gedrängt wer­den. Im Gegen­satz zu ande­ren Arbeit­neh­mern kön­nen vie­le Sexarbeiter*innen auf kei­ner­lei Schutz und Unter­stüt­zung zäh­len. Wäh­rend immer mehr Län­der Sper­ren, Qua­ran­tä­ne und Rei­se­be­schrän­kun­gen ver­hän­gen, ver­lie­ren vie­le Sexarbeiter*innen den größ­ten Teil oder ihr gesam­tes Ein­kom­men. Sie sind dadurch finan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten, erhöh­ter Ver­wund­bar­keit, Armut oder Obdach­lo­sig­keit aus­ge­setzt. Dass Sex­ar­beit in vie­len Län­dern kri­mi­na­li­siert wird bedeu­tet auch, dass vie­le Sexarbeiter*innen nicht die Mög­lich­keit haben, auf das sozia­le Sicher­heits­netz zurück zu grei­fen, das für ande­re Arbeit­neh­mer sehr wohl vor­ge­se­hen ist, z. B. Kran­ken­geld. Vie­le Sexarbeiter*innen kom­men aus Gemein­schaf­ten, die bereits einem hohen Grad an Mar­gi­na­li­sie­rung und sozia­ler Aus­gren­zung aus­ge­setzt sind. Dazu zäh­len in Armut leben­de Men­schen, Migrant*innen, Flücht­lin­ge, Trans­se­xu­el­le und Drogenkonsument*innen. Gera­de Sexarbeiter*innen ohne alter­na­ti­ve Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten, die in ihrer Fami­lie die Haupt­ver­die­ner sind, kämp­fen jetzt um ihr Über­le­ben. Sie sind in Gefahr, in noch unsi­che­re­re und gefähr­li­che­re Situa­tio­nen gezwun­gen zu wer­den. Sexarbeiter*innen in ver­schie­de­nen euro­päi­schen Län­dern berich­ten von:
  • Dras­ti­schen Ein­kom­mens­ver­lus­ten
  • Schlie­ßung von Arbeits­plät­zen
  • Man­gel an finan­zi­el­len Mit­teln zur Deckung der Grund­be­dürf­nis­se, zur Unter­stüt­zung von Fami­li­en­mit­glie­dern und Ange­hö­ri­gen
  • Unmög­lich­keit, Zugang zu öffent­li­chen Gesund­heits­diens­ten zu erhal­ten, die ihre Akti­vi­tä­ten ein­ge­stellt oder ein­ge­schränkt haben
  • Erhöh­ter Druck, wäh­rend der Arbeit Risi­ken ein­zu­ge­hen, um das Ein­kom­men zu sichern
Der ICRSE befür­wor­tet die Bemü­hun­gen der Regie­run­gen, die Über­tra­gung des Virus zu kon­trol­lie­ren. Doch wenn Maß­nah­men im Bereich der öffent­li­chen Gesund­heit eine der am stärks­ten mar­gi­na­li­sier­ten Grup­pen nicht berück­sich­ti­gen, gefähr­det dies den Gesamt­erfolg die­ser Bemü­hun­gen.   Der ICRSE for­dert von den Regie­run­gen:
  • Sofor­ti­ge, ange­mes­se­ne und leicht zugäng­li­che finan­zi­el­le Unter­stüt­zung in der Kri­se
  • Ein Stopp der Zwangs­räu­mun­gen und die Bereit­stel­lung von Not­un­ter­künf­ten
  • Die Bil­dung eines Schutz­schild zwi­schen Ein­wan­de­rungs­be­hör­den und Gesund­heits­diens­ten — zum Schutz von Sexarbeiter*innen ohne Papie­re, die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung benö­ti­gen
  • Zugang zur Gesund­heits­ver­sor­gung für alle Sexarbeiter*innen, unab­hän­gig von ihrem Ein­wan­de­rungs­sta­tus
Die­se bei­spiel­lo­se Kri­se erfor­dert eine sinn­vol­le Zusam­men­ar­beit zwi­schen allen Berei­chen der Gesell­schaft, ein­schließ­lich den am stärks­ten aus­ge­grenz­ten. Alle Maß­nah­men im Zusam­men­hang mit Sex­ar­beit müs­sen . auf den Grund­sät­zen der öffent­li­chen Gesund­heit und der Men­schen­rech­te beru­hen und  in Abspra­che mit Sexarbeiter*innen und ihren Ver­tre­tun­gen ent­wi­ckelt wer­den, um nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen gering zu hal­ten. Bei Sofort­maß­nah­men und Hilfs­maß­nah­men müs­sen die Regie­run­gen sicher­stel­len, dass sie auch die Arbeitnehmer*innen errei­chen, die aus dem offi­zi­el­len Wirt­schafts­le­ben aus­ge­schlos­sen sind. Nur durch die Ein­be­zie­hung von Sexarbeiter*innen haben Regie­run­gen die Chan­ce, die Pan­de­mie zu begren­zen und schließ­lich auch zu been­den.  
Quel­le: Erklä­rung zu Covid-19 und sei­nen Aus­wir­kun­gen auf Sexarbeiter*innen —> “COVID19 ICRSE STATEMENT” (18.03.2020)