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Hallo zusammen!

Nach großen Demos in Berlin, Köln, Hamburg, Stuttgart und Düsseldorf, wo Sexarbeiter*Innen in den letzten Monaten gegen das unverhältnismäßig lang andauernde Arbeitsverbot protestierten lenkte ein Großteil der Bundesländer ein und ließ die Bordelle wieder öffnen. Zu diesem Zeitpunkt dauerte die erzwungene Arbeitslosigkeit für viele in der Branche bereits über ein halbes Jahr an.

Nun kam es Anfang des Monats aus Gründen des Infektionsschutzes zum zweiten Komplett-Lockdown dieses Jahres – und die kleinen, aber schwer erkämpften Erfolge sind erstmal wieder dahin. Wie hart das Sexarbeitende trifft, hat YouTuberin Josefa Nereus gut in Worte gefasst.

Also keine Verschnaufpause für Sexarbeiter*Innen in Sicht – denn leider ist damit zu rechnen, dass sich mit Beginn erneuter Lockerung das Spiel um die Rechte auf Gleichbehandlung mit anderen körpernahen Branchen wiederholt und der Kampf gegen die schon lauernden Verfechter*Innen des Schwedischen Modells in die Fortsetzung geht. Hier liest du das Statement unserer politischen Sprecherin: Gemeinsam schließen muss auch gemeinsam wieder öffnen heißen!

Mehr über den Stand der Dinge für Sexworker und über die Verbandsarbeit erfährst du im aktuellen Newsletter.

Herzlichst,

Dein BesD-Team


#Support – Sexarbeitende in Not brauchen deine Unterstützung

Mithilfe der Spenden an den BesD Nothilfe Fonds konnten wir über 125.000 Euro an Sexarbeitende auszahlen, die keinen Anspruch auf staatliche oder andere Hilfsangebote haben. Insbesondere ging es dabei um Geld für Lebensmittel, Medikamente und Notunterkünfte.

Das Geld  ist alle, aber die Krise dauert an – hunderte Anträge warten in der Schublade. Wir sind für jeden Euro dankbar. Neben privaten Spender*innen suchen wir deshalb geeignete Ansprechpartner*innen z.B. von Stiftungen, die weiterhelfen könnten und wollen. Im Bericht „Ein Tropfen auf den heißen Stein“ liest du mehr.

Um auch weiterhin die Rechte von Sexarbeitenden stärken zu können und Aktionen wie den Nothilfe Fonds überhaupt möglich zu machen, suchen wir darüber hinaus auch als Verband stetig nach Verbündeten, die bereit sind uns finanziell den Rücken zu stärken. 


#Termine

•  17.11. | Online | Auftaktveranstaltung Roter Stöckelschuh
Das Modellprojekt Roter Stöckelschuh veranstaltet einen ersten Austausch zum Thema „Sexarbeiter*innen in der ärztlichen Praxis“. Weitere Informationen zu der Veranstaltung und zum Projekt erhältst du hier.

• 20.11. | Online | Digitalisierung und Sexarbeit
Die Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung thematisiert die digitale Entwicklung neuer Formen und Möglichkeiten der Sexarbeit – mit dabei sind unter anderem Keynote-Speakerin MF Akynos vom Black Sex Worker Collective, Fabienne Freymadl vom Podcast Whoroscope, und das Berlin Strippers CollectiveHier liest du mehr zur Anmeldung.

• 29.11. | Online | Lesung und Gespräch mit Undine de Rivière
Mit ihrem Buch „Mein Huren-Manifest“ lieferte die erfahrene Aktivistin und Sexarbeiterin Undine einen wichtigen Insiderbericht inklusive starkem Appell für die Entkriminalisierung – zur Lesung freut sie sich auf viele Fragen und eine lebhafte Diskussion. Die Veranstaltung ist kostenlos und für alle offen – Teilnehmer*Innen, denen es möglich ist, bittet Undine um eine Spende an den BerufsverbandHier geht es zur Einladung und Anmeldung.


#Wissenswertes

Status Quo in der Sexarbeit: Wie bereits seit Beginn der Krise im März, finden Sexarbeitende auf einem eigenen Corona-Wissensbereich auf unserer Website einen Überblick über alle derzeit geltenden Regelungen, sowie eine Übersicht zu den verschiedenen Hilfen. Die aktuellen Infos zu Ausgleichzahlungen aufgrund des 2. Lockdowns liest du hier! 

• Save the Date – 17./18./19. November: Social Media Kampagne – Wir brauchen Corona-Hilfe für Sexworker weltweit!
International leiden Sexarbeitende finanzielle Not und sind leider oft von der dringend benötigten Unterstützung ihrer Staaten ausgeschlossen. Macht mit und nutzt zwischen dem 17 bis 19.11 die Hashtags #nobodyleftoutside #covid19 #swrights um auf diese Zustände aufmerksam zu machen! Falls ihr Fragen habt, wendet euch bitte an die Organisatorin der Kampagne, Susanne Bleier-Wilp unter international@besd-ev.de.

 


#Lobbyhuren

•   Wissensaustausch in sicherem Raum für Sexarbeitende: Die BesD-Workshops funktionieren nach dem Prinzip „Sexworker informieren andere Sexworker“ und kommen bisher super an – hier siehst du, was bisher schon an Veranstaltungen stattgefunden hat.

•  Mehr Mitglieder: Seit Monaten kann sich der BesD über wachsende Mitgliederzahlen freuen – mit mittlerweile mehr als 500 Mitgliedern bildet der 2013 gegründete Verband den größten Sexworkerverbund seiner Art in Europa.

• Für Gerechtigkeit in der Corona-Krise: Schon im ersten Lockdown haben wir erfolgreich dafür gekämpft, dass das Übernachtungsverbot in Prostitutionsstätten für die Corona-Zeit aufgehoben wurde und die drakonischen Bußgelder für Verstöße gegen die Corona-Verordnung seitens Sexarbeiter*Innen drastisch gesenkt wurden. Diese Erleichterungen bestehen im zweiten Lockdown weiter.


Neues aus unserem Blog

Sex Worker Pride Day – worauf wir dieses Jahr besonders stolz sind
Mehr Diversität: Seit Anfang dieses Jahres ist der BesD so breit und stark aufgestellt wie noch nie. Der Vorstand wurde von drei auf fünf Personen aufgestockt, unter anderem mit der ehemaligen Sexarbeiterin Susanne Bleier-Wilp und der Straßensexarbeiterin Nicole Schulze.

Mehr…

Diversität und Awareness: Gedanken zu Rassismus und anderen Diskriminierungen
Wir als Sexarbeiter*innen kennen uns aus mit Diskriminierungen. Andere Menschen reden schlecht über unseren Job und teilweise trauen wir uns auch nicht offen zu sagen, dass wir Sexarbeit machen.

 

 

Mehr…

Selbstbestimmte Arbeit oder erzwungene Plackerei: So freiwillig ist Sexarbeit wirklich
Von Prostitution wird erwartet, was kein anderer Job leisten kann: zwanglos und selbstbestimmt zu sein. Bei keinem Job wird die Frage nach der Freiwilligkeit so hitzig diskutiert wie bei der Sexarbeit.

 

 

Mehr…


#Medienspiegel

Klick 🙂 – Hier geht’s zu allen aktuellen Beiträgen und den Schlagzeilen des Monats rund um das Thema Sexarbeit.


Mach mit bei „Meet a Sexworker Online“.

Ab einer Mindestsumme von 150 Euro zugunsten des BesD kannst Du an unserer „Meet a Sexworker“-Aktion teilnehmen und erhältst die Gelegenheit, eine Sexarbeiterin privat und „außerhalb der Arbeitszeit“ im Rahmen eines 60-minütigen Online-Treffens kennenzulernen.

Je nachdem wie es Dir besser passt, können wir uns im Text-Chat, oder vor der Webcam treffen. Die perfekte Gelegenheit um im Home Office zu prokrastinieren – und das auch noch für einen guten Zweck!

Unterstütze uns mit Deiner Spende.

Der absolute Großteil der Arbeit des BesD wird von ehrenamtlichen Helfer*innen in ihrer Freizeit geleistet.

Um auch weiterhin die Rechte von Sexarbeitenden zu stärken, bewerben wir uns als Verein um Fördergelder und suchen stetig nach Verbündeten, die bereit sind uns finanziell den Rücken zu stärken.

Du kannst die Arbeit des Berufsverbandes für erotische und sexuelle Dienstleistungen sowohl mit einer einmaligen als auch einer regelmäßigen Spende unterstützen:

Kontoverbindung des BesD e.V.

IBAN:DE49100500000190290862

BIC:BELADEBEXXX

Paypal: In deinem PayPal Konto gibt es den Reiter „Geld senden”. Um zu spenden, gib einfach unsere Adresse zahlung@besd-ev.de und den gewünschten Betrag ein.

Hilf uns dabei, bekannter zu werden.

Wir haben jede Menge tolle Sticker und Postkarten, die wir gerne zum Auslegen oder Verteilen an dich verschicken. Schreib einfach eine kurze Mail mit der gewünschten Menge und Adresse an charlie@besd-ev.de.

Sprich über uns.

Twitter: @SexworkID

Facebook: BesD – Berufsverband

Öffentliche Aufmerksamkeit hilft uns dabei, unsere Ziele besser durchzusetzen. Wir freuen uns daher sehr, wenn du unsere Beiträge kommentierst, retweetest, teilst oder auf „Gefällt mir” klickst. Vielen Dank!

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