Am 28. & 29. September veranstaltet der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen den Hurenkongress 2018 in Berlin – wir freuen uns sehr, alle Sexworker zum Hurenkongress einladen zu können.

Der Hurenkongress ist eine Veranstaltung von Sexworkern für Sexworker und bietet neben verschiedenen praktischen Workshops die Möglichekeit Kolleg*innen aus verschiedenen Bereichen kennen zu lernen, sich auszutauschen und zu vernetzen.

Der Kongress geht über zwei Tage; am ersten Tag sind verschiedene praktische Workshops geplant, während der zweite Tag mit dem SexworkerCamp offen gestaltet ist und sich nach den Bedürfnissen und Angeboten der Teilnehmer richtet.

Am Workshoptag kannst du zum Beispiel zwischen Grenzsetzung/Psychohygiene, DirtyTalk/Suggestionstechniken oder Selbstverteidigung für Sexworker wählen. Insgesamt stehen acht Workshops zur Auswahl, davon werden zwei in Englisch gehalten. Außerdem besteht an diesem Tag die Möglichkeit sich aktiv an der Forschung über Sexarbeit zu beteiligen; es wird auch zwei Workshops mit Forschenden geben, in denen ihr mit den Wissenschaftlern gemeinsam an dem Bild, das die Forschung über unsere Tätigkeit erstellt mitarbeiten könnt.

Nach diesem inputreichen Tag wollen wir Abends gemeinsam feiern; die Kongressparty ist für Teilnehmer umsonst; nicht-Sexarbeitende können nur in Begleitung von Sexworkern auf die Party.

Das SexworkerCamp am zweiten Tag ist offen für alle Dinge und Fragen, die du schon immer mal mit Kolleg*innen besprechen wolltest:

– Hast du Fragen rund ums ProstSchG?
– Geistert dir schon lange eine Idee im Kopf herum, die du gerne mit Kolleg*innen besprechen und umsetzen wolltest?
– Möchtest du dich zu einem bestimmten Thema mit anderen austauschen?
– Oder hast du Fähigkeiten, die du gerne teilen möchtest?

Für all das ist am zweiten Tag Raum und Zeit 🙂

Wir freuen uns sehr, wenn du dabei bist!

Unter http://www.hurenkongress.de findest du weitere Infos und die Möglichkeit dich anzumelden.

Du Bist kein*e Sexarbeitende*r , möchtest den Hurenkongress aber trotzdem unterstützen?

Wir suchen noch Unterstützer*innen des Hurenkongresses!

Der Hurenkongress ist von Sexworkern für Sexworker und bietet Sexarbeitenden die Möglichkeit sich Wissen anzueignen, sich auszutauschen und sich mit Kolleg*innen zu vernetzen. Dies ist vor allem angesichts des ProstSchG dringend nötig.

Ermögliche Sexarbeitenden am Hurenkongress 2018 in Berlin teilzunehmen, indem Du ein Sponsorenticket kaufst. Für 45€/1 Tag, 85€/ 2 Tage ermöglichst Du vor allem prekär arbeitenden Kolleg*innen die kostenlose Teilnahme und damit den Zugang zu Empowerment. Wir geben dein Ticket dann an Sexworker weiter, die sich selbst keines leisten können.

Um ein Sponsorenticket zu erwerben kannst Du entweder eine Zahlung über paypal vornehmen oder eine Überweisung auf das Konto des BesD tätigen. Als Verwendungszweck/Nachricht bitte Sponsorenticket Hurenkongress oder Sponsorenticket HK angeben.

Wir bedanken uns herzlich für Deine Unterstützung

Kontoverbindung des BesD e.V.:
IBAN:DE49100500000190290862
BIC:BELADEBEXXX
Landesbank Berlin – Berliner Sparkasse

Paypal: Einfach Geld an zahlung@besd-ev.de senden.

Vielen Dank an alle Unterstützer*innen!

Unser Dank gilt an dieser Stelle neben den privaten Spendern auch Kaufmich – Kaufmich ermöglicht mit dem Kauf von Sponsorentickets 4 Kolleg*innen die kostenlose 2-Tägige Teilnahme an unserem Kongress.

KOMPLETT ANONYME SPENDEN SIND MÖGLICH

Vor gut einem Jahr haben wir 3.200 Euro für den Aufbau einer Infoseite zum Thema Sexarbeit in Deutschland gesammelt.
Dafür möchten wir nochmals danken.
Das Geld wurde exakt für den Sammelzweck verwendet und ist aufgebraucht. Hier die damalige Spendenaktion -> https://www.leetchi.com/c/projekt-von-berufsverband-erotische-und-sexuelle-dienstleistungen

 

GRUND FÜR DIE NEUE WEBSEITE
Anlass war der Informationsmangel und die verwirrenden Falschmeldungen bezogen auf das neue Gesetz für Sexarbeitende. Das sogenannte ProstituiertenSchutzGesetz (ProstSchG) verpflichtet alle in Deutschland in der Sexarbeit Tätigen zu einer Gesundheitsberatung und einer anschließenden Registrierung als Prostituierte.

Das Gesetz trat am 1.Juli letzten Jahres in Kraft und ist immer noch nicht in allen Bundesländern umgesetzt.

Wir wollten eine Plattform schaffen, wo Kolleg*innen alle berufsbezogenen Infos verständlich erklärt finden können.

 

WICHTIG WAR UND IST

a) Sachliche und fundierte Infos für alle Bundesländer zum Thema ProstituiertenSchutzGesetz. Kurz-Infos in leicht verständlicher Sprache und Details für alle, die es genauer wissen wollen.

b) Im Alltagsgeschäft sind viele Kolleg*innen auf sich selbst gestellt und auch für grundsätzliche branchentypische Probleme finden sich kaum Ansprechpartner*innen. Hier springt nun unser FAQ ein, welches regelmäßig erweitert wird.

c) Übersetzungen der wichtigsten Punkte in die gängigen Sprachen unserer Branche – Daran arbeiten wir weiterhin.

d) Alle für die Branche wichtigen Adressen sind nun zu finden, ebenso Auskünfte zu Themen von Sperrgebieten über Sexarbeits-Stammtische bis hin zu Weiterbildung und einem Terminkalender.

 

ERGEBNIS
Wir sind sehr stolz auf das Resultat, denn unsere Webseite ist von uns komplett erneuert worden:

  • wichtige Infos sind nun zu finden auf der Seite
  • wesentlich höhere Klickrate
  • wesentlich bessere Auffindbarkeit für Suchmaschinen
  • Kolleg*innen schreiben nun regelmäßig Blogbeiträge
  • das interne Forum wurde sehr belebt

 

WAS FEHLT

a) es sind schon fertige Übersetzungstexte vorhanden. Das zeitaufwendige Einpflegen muss gemacht werden

b) Vervollständigung und Aktualisierung der Adressliste bezogen auf das ProstSchG

c) Behebung technischer Fehler

d) Überarbeitung des Bisherigen und Optimierung

 

WIE SOLL DAS GEHEN?
Wir werden Ende Juni ein Webseiten-Wochenende veranstalten, wozu sich 5 Personen angemeldet haben. Dort werden wir 3 Tage intensiv arbeiten.
Wir wissen, dass dies sehr gut klappt, denn wir machen das in der Art schon zum 3. Mal.

Wir brauchen dringend finanzielle Unterstützung bei der Weiterführung unseres Projektes.

Bitte spende jetzt -> https://www.leetchi.com/c/weiterarbeit-an-info-webseite-fuer-sexarbeitende

Du kannst auch anonym spenden. Bei der Mailadresse, die abgefragt wird von diesem Spendentool, kannst du eine Phantasieadresse eingeben. Das spielt keine Rolle. Das Geld kommt trotzdem an.

 


 

KOSTENPLAN:

700 Euro für Webseiten-Wochenende
– Miete Seminarraum- Reisekosten für 5 Personen- Verpflegung für 5 Personen

200 Euro für Programmierung
als Bonus für unsere zum großen Teil ehrenamtlich arbeitende Webmasterin

600 Euro für Übersetzungen
– Korrekturlesen der schon vorhandenen Übersetzungen- Einpflegen auf die Webseite

300 Euro für Aktuelles
– Vervollständigung der Liste mit den bundesweiten Adressen- immer wieder Aktualisierung

SUMME = 1.800 Euro

 

Bitte spende HIER -> https://www.leetchi.com/c/weiterarbeit-an-info-webseite-fuer-sexarbeitende

 

 

Köln/Berlin, 20. Juli 2016 – Was erwarten Männer als Kunden von Sexdienstleisterinnen? Welche Sexdienstleistungen nehmen sie wo in Anspruch und welche Sicht haben sie auf die Dienstleisterinnen?

Um diese und weitere Fragen realitätsnah beantworten zu können, hat Tanja Sommer, Vor­standsmitglied im Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD), eine Um­frage in neun deutschen Internetforen für Kunden von Sexdienstleisterinnen, so genannten Freier-Foren, durchgeführt.

Unterstützt wurde die bundesweite Befragung von Betreibern, Administratoren und Moderatoren der neun Freier-Foren.

„Als ich die Umfrage begann, wollte ich authentische Zitate von Kunden, um sie in Vorträgen und bei Podiumsdiskussionen selbst zu Wort kommen lassen zu können“, erläutert Sommer. Doch innerhalb kürzester Zeit nahm das Projekt eine Dimension an, die auch eine wissen­schaftliche Auswertung ermöglicht.

Sommer konnte dafür die Kölner Sexualwissenschaftlerin Harriet Langanke gewinnen. Die Gründerin der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit, GSSG, forscht am schwedischen Center for Sexology and Sexuality Studies der Universität Malmö zu Freiern und ihren Internetforen. „Auch wenn die Umfrage nicht von Beginn an wissenschaftlich angelegt war, können wir jedoch Fachlichkeit und forschungsethische Standards wie das Einhalten der Anonymität gewährleisten“, sagt Langanke.

Über 150 Mal wurden die Fragenbögen mit insgesamt acht Items beantwortet. Rund 30 Minuten haben die Männer nach eigenen Angaben für das Ausfüllen gebraucht.

Die wissenschaftliche Auswertung wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Ein Ergebnis lässt sich laut Sommer jedoch schon jetzt festhalten: „Nahezu alle Kunden würden Sexdienst­leister­­innen, die sich in Gefahren- oder Zwangssituationen befinden, im Rahmen ihrer Möglichkeiten beistehen.“

Eine Einschätzung, die auch Forscherin Langanke teilt: „Aus Erfahrung wissen wir, dass Freier wichtige Verbündete sind, wenn es um die Rechte von Sexdienstleisterinnen geht.“

für Rückfragen: Tanja@berufsverband-sexarbeit.de
harriet.langanke@stiftung-gssg.org

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Aktion: „Stoppt ProstSchG!“ am Do. 07. Juli, 11.30 Uhr vor dem Bundestag

Liebe KollegInnen, FreundInnen, SympathisantInnen,

alle unsere Bemühungen, das ProstituiertenSchutzGesetz zu verhindern oder zu verbessern, scheinen erfolglos zu sein:

  • Wir haben auf die Verletzung von Grundrechten, Menschenrechten und auf die grundsätzlich fehlende Gleichbehandlung hingewiesen,
  • wir haben vor den beabsichtigten Maßnahmen gewarnt, die SexarbeiterInnen nicht schützen sondern weiter stigmatisieren und ausgrenzen werden,
  • und wir wehren uns nach wie vor gegen die generelle entmündigende, entwürdigende und kriminalisierende Behandlung.

Wir sind von vielen Fachberatungsstellen, Gesundheitsämtern, Verbänden und anerkannten Experten unterstützt und in dem langen Prozess begleitet worden.

ALLES OHNE ERFOLG!

Die Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU und SPD wollen das umstrittene ProstSchG unbedingt noch vor der Sommerpause verabschieden. Am Donnerstag, den 07. Juli, findet die 2. + 3. Lesung im Bundestag statt – TOP 18, ca. 21.30 Uhr.

Deshalb protestieren wir nochmals um 11:30 Uhr vor dem Bundestag. Kommt alle, bringt ein Bettlaken mit als Symbol für unsere Arbeitsplätze, die unbedingt erhalten bleiben müssen. Seid viele, seid bunt, seid laut!

Und vor unseren Protesten gegen das ProstSchG, von 9:00 bis 11:30, findet am selben Ort eine Kundgebung zur Sexualstrafrechtsreform statt, damit endlich #NeinheißtNein gilt. Die Lesung der Sexualstrafrechtsreform ist für 10:45 Uhr angesetzt.

Am 2. Juni 2016 – ausgerechnet dem Internationalen Hurentag – wird im Bundestag das „Prostituiertenschutzgesetz“ besprochen.

Unser lautstarker, anhaltender und gut begründeter Protest gegen das Gesetz wurde bis jetzt von den Politiker*innen ignoriert – aber wir lassen nicht locker!

Proteste und Aktionen finden statt in

  • Berlin: „MEIN KÖRPER, MEIN BETTLAKEN, MEIN ARBEITSPLATZ“ – 11:00 Uhr vor dem Bundestag (zwischen Louise-Schröder-Haus und Bundestag)
  • Hamburg: 15:00 – 17:00 Uhr „Registrierungsbehörde mit Hurenausweisen“ am Hans Albers-Platz. 17:30 Uhr Filmvorführung „Sexarbeiterin“ im B-Movie, Brigittenstrasse 5. Anschließend Zeit für Publikumsfragen und Diskussion mit mehreren Sexarbeiterinnen.
  • Hannover: 10:00 – 13:00 Uhr „Registrierungsbehörde mit Hurenausweisen“ am Kröpke
  • Rostock: Meine Nachbarin ist Sexarbeiterin! 19:00 Uhr Filmvorführung „Sexarbeiterin“, 20:30 Uhr Publikumsgespräch mit Sexarbeiterinnen und Experten aus Fachberatungsstellen. LiWu, Friedrichstrasse 23.

Weiterführende Links:

Stellungnahme des BesD zum Entwurf des Prostituiertenschutzgesetzes

Offener Brief von Dona Carmen zum 2. Juni – Appell an Bundestagsabgeordnete: „Rechte und Respekt für Sexarbeit – Keine Zustimmung zum Prostituiertenschutzgesetz!“

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Liebe Kolleg_innen!

Am 2. Juni, dem Internationalen Hurentag, kommt der Entwurf des ProstituiertenSchutzGesetzes (ProstSchG) in die 1. Lesung des Bundestags. Wir wollen uns das nicht gefallen lassen. Ausgerechnet an dem Tag, der symbolisch für unsere Rechte steht, wird über einen Gesetzesentwurf diskutiert, der unsere Menschenrechte so sehr mit Füßen tritt.

Was bedeutet es für uns Prostituierte, wenn dieses Gesetz kommt?
1. Wir müssten uns alle 2 Jahre als Huren registrieren lassen.
2. Wir müssten jedes Jahr zu einer Gesundheitsberatung gehen.
3. Wir wären dazu gezwungen, alle Praktiken mit Kondom anzubieten.
4. Sehr viele und gute Arbeitsplätze werden schließen müssen. Besonders kleine, selbstgeführte Bordelle hätten keine Chance.

Am 2. Juni wird noch ein 2. Gesetzesentwurf im Bundestag diskutiert: Zur Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer. Dort soll ganz neu die Straftat „Zwangsprostitution“ definiert werden, aber auch die Freierbestrafung von Menschenhandelsopfern eingeführt werden. Geht es dabei vielleicht um die allgemeine Freierbestrafung (ähnlich dem Schwedischen Modell), die durch die Hintertür eingeführt werden soll?

Deshalb kommt am 2. Juni um 11 Uhr zum Bundestag (zwischen Louise-Schröder-Haus und Bundestag). Bringt ein Bettlaken mit: Wir bilden eine Menschenkette unter dem Motto „MEIN KÖRPER, MEIN BETTLAKEN, MEIN ARBEITSPLATZ“

Facebook-Link – bitte teilen!


Dear colleagues!

On June 2nd, *International Sex Workers Day*, the first hearing of the draft of the German „Prostitutes Protection Bill“ will take place in Berlin, in Parliament (Bundestag). We wont just let that go by swiftly. Of all days, the very one that is symbolic to our fights for rights was picked – in order to discuss a law proposal that would just trample on our rights.

What does it means for sex workers, if the law is passed?

1. We will have to get registered as whores every two years
2. We will have to attend mandatory health counselling every year
3. We will be forced to do all our services with a condom
4. Many good and safer workplaces will be shut – mostly small, self organised brothels or flats.

On June 2nd another law will be discussed, to fight trafficking and protect its victims. A new crime, „forced prostitution“ will be defined, and with it, the criminalisation of clients of victims of trafficking. Is this not going in the direction of criminalising our clients, as in the Swedish model?

Therefore, please join us in front of Parliament (between Louise-Schröder-Haus and Bundestag) in Berlin at 11am

Bring a sheet with you: we will build a human chain along with the slogan: MY BODY, MY SHEET, MY WORKPLACE

Facebook link – please share!


Liebe Verbündete!

Am 2. Juni – ausgerechnet dem Internationalen Hurentag – wird im Bundestag das „Prostituiertenschutzgesetz“ besprochen.

Unser lautstarker, anhaltender und gut begründeter Protest gegen das Gesetz wurde bis jetzt von den Politiker*innen ignoriert – aber wir lassen nicht locker!

Kommt um 11 Uhr vor den Deutschen Bundestag, bringt ein Betttuch mit und zeigt mit Eurer Teilnahme an der Menschenkette, dass Ihr das ProstSchG ablehnt.

Wir als Sexarbeiter_innen brauchen Eure Unterstützung:

Als Datenschützer_innen,

weil die Registrierung als Sexarbeiter_innen niemals sicher vor Datenklau sein kann. Sensible Daten, die sich z. B. auf Sexualität beziehen, dürfen/ sollen nicht gespeichert werden. Und in vielen Ländern ist Sexarbeit strafbar und führt direkt ins Gefängnis.

Als Menschenrechtler_innen,

weil dieses Gesetz statt zu entkriminalisieren dazu führen wird, dass viele Sexarbeiter_innen hohe Strafen zahlen müssen. Weil man nicht bei konsensuellem Sexualleben vom Gesetz anders, schlechter behandelt werden sollte. Und weil Ausbeutung in der Prostitution nicht durch Repression verhindert wird.

Als Feminist_innen,

weil dieses Gesetz gerade die Lage von vulnerablen Sexarbeiter_innen nicht verbessern kann. Damit ist das Argument des Schutzes nur ein leeres Versprechen. Sexarbeiter_innen brauchen Empowerment. Während
sozio-ökonomische Ungleichheiten weltweit bekämpft werden müssen. Bezogen auf Sexarbeit in Deutschland sollte Peer-Arbeit gefördert werden, statt dröge den Behörden zu vertrauen.

Als Gewerkschafter_innen,

weil Sexarbeiter_innen ebenso zum arbeitenden, steuerzahlenden Teil der Bevölkerung gehören. Dieses Gesetz führt keine Arbeiter_innenrechte ein – im Gegenteil: Die Arbeitskämpfe von Sexarbeiter_innen wurden bei diesem Gesetzesentwurf von den Politiker_innen mit Füßen getreten. Das darf nicht sein.

Lasst uns gemeinsam dafür aufstehen, dass Sexarbeiter_innen nicht unter einem nutzlosen, ungerechten Gesetz leiden müssen.

Verbündet Euch mit uns, damit die Stimme von Sexarbeiter_innen auch von den Politiker_innen gehört und ernst genommen werden muss.

Sexarbeiter_inne und Aktivist_innen protestieren gegen das "Prostituiertenschutzgesetz"

Protest gegen das geplante „Prostituiertenschutzgesetz“

Berlin, 23. März 2016. Sexarbeiter_innen und Aktivist_innen protestieren vor dem Kanzleramt:

Wir, Sexarbeiter_innen und Aktivist_innen rufen die Minister auf im Kabinett gegen den Entwurf des Prostituiertenschutzgesetzes zu stimmen.

Die Einführung des ProstSchGs würde Prostituierte nicht schützen, sondern schaden. Wir lehnen vor allem die Registrierung von Sexarbeiter_innen ab. Die Einbindung von Sexarbeiter_innen im Vorfeld des Gesetzesentwurfs war mangelhaft! Deswegen muss dieser Gesetzesentwurf auf Eis gelegt werden. Für sinnvolle Gesetze im Bereich Sexarbeit müssen wir Sexarbeiter_innen besser beteiligt werden! Wir brauchen Entkriminalisierung, die Aufhebung aller Sperrbezirke und die Finanzierung von Bildung von Sexarbeiter_innen für Sexarbeiter_innen.

Forderungen der Aktivist_innen

Forderungen der Aktivist_innen

Weiterführende Links:

Stellungnahme des BesD zum Entwurf des Prostituiertenschutzgesetzes

Experten kritisieren Gesetzesentwurf beim 2. Sexarbeits-Kongress

Sexarbeiter_innen boykottieren geplante Registrierungspflicht

Wir brauchen dringend kompetente Unterstützung für unsere ehrenamtliche Arbeit im Verein und glauben, dass es nicht mehr ohne eine bezahlte Stelle geht. Wir wollen die Finanzierung dieser Stelle für mindestens ein Jahr sichern, damit wir anfangen und tatsächlich jemanden einstellen können.

Daher starten wir nun einen Spendenaufruf. Helfen Sie uns, unser Ziel von 19200€ (1600€/Monat) zu verwirklichen und zahlen Sie einmalig oder besser regelmäßig eine kleinere oder größere zweckgebundene Spende auf unser Vereinskonto ein. Der Betreff für diese Aktion lautet #Allroundtalent.

DE49‧1005‧0000‧0190‧2908‧62 | BELADEBEXXX
Landesbank Berlin – Berliner Sparkasse

Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an Johanna Weber (johanna[AT]berufsverband-sexarbeit.de).

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Stellenausschreibung

Wir suchen…..

Ein Allroundtalent mit guten Nerven

Sie sind….
auch dann noch freundlich und gelassen, wenn um Sie herum das Chaos tobt.
Sie haben…
auch bei einem vollgepackten Schreibtisch immer den Überblick.
Sie sind….
neugierig und kreativ, dabei aber auch zuverlässig und vorausschauend – kurzum:
Sie sind
Unser Fels in der Brandung.

Wir sind …
ein noch junger, aufstrebender Berufsverband in der Selbstfindungsphase.
Alle außer Ihnen arbeiten ehrenamtlich – und Sie sind für uns alle Drehscheibe, Knotenpunkt und Anlaufstelle für alle administrativen Aufgaben.
Sie betreuen unsere Mitglieder, verwalten unsere Adressen und Kontakte, organisieren Besprechungen, führen Protokoll, helfen uns bei der Planung und Durchführung von Aktionen –
und haben unsere Ziele fest im Blick.

Sie sind
erfahren in Bürotätigkeiten aller Art, inklusive vorbereitender Buchhaltung,
verfügen über gute Deutsch- und möglichst auch Englischkenntnisse.
Und sie sind zuverlässig und teamfähig.

Wir bieten Ihnen einen Teilzeitjob (20 Wochenstunden – 1300€ brutto).
Bewerber_innen jenseits des konventionellen Spektrums, insbesondere ehemalige oder aktive Sexarbeiter_innen, werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

Hurenrechte sind Frauenrechte sind Menschenrechte! Wir Sexarbeiterinnen gehen mit beim Internationalen Frauentag.

Wir wollen selber bestimmen: wann wir Sex haben – mit wem wir Sex haben – ob wir dafür Geld nehmen oder nicht.

Wir kämpfen für unser Recht auf Arbeit wie andere Selbständige und FreiberuflerInnen auch.

Und wir wehren uns –
gegen Stigmatisierung
gegen staatliche Total-Überwachung
gegen jede Reglementierung die uns an der Ausübung unseres Berufes hindert.

Wir fordern
Respekt
Akzeptanz
Empowerment

und das Recht auf Bildung und Ausbildung!

Wer heute die Rechte der Huren angreift, wird morgen auch vor denen der „anständigen“ Frauen nicht halt machen – heute wir – morgen Ihr!

Infos, Aufruf und Route: www.frauenkampftag.eu

Flyer neu A 5

2. – 4. März 2016
Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Hamburg

Der Sexarbeits-Kongress bietet eine rationale Basis, um beim öffentlichen und politischen Diskurs auf den aktuellen Stand zu kommen und in die Tiefe gehen zu können. Es geht um die zu erwartenden Auswirkungen des neuen Gesetzes und ein Umgehen damit.

2. März 2016: Politik-Tag
Schwerpunkt: aktuelle politische Ergebnisse zum ProstituiertenSchutzGesetz (ProstSchG) und Auswirkungen
– Vorträge
– abends Filmvorführung „Die Sexarbeiterin“
Zielgruppe: öffentlich

3. März 2016: Fachtagung

– Workshops und Themengruppen
– abends Stadtteilrundgang Hamburg St. Georg
Zielgruppe: Fachpublikum und Interessierte Öffentlichkeit

4. März 2016: Mitglieder Tag
Zielgruppe: Mitglieder bei bufas, BesD, Forscher*innen (Gäste sind jeweils willkommen)

Programm und Anmeldung unter sexarbeits-kongress.de