Der Mensch ist keine Ware: Prostitution regulieren – Menschenhandel bekämpfen

JohannaKritische Anmerkungen zu den Beschlüssen der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag auf der 38. Klausur-Tagung in Wildbad Kreuth (7.-9. Januar 2014) von Sexarbeiterin und politischer Sprecherin des Berufsverbandes, Johanna Weber

Laut eigenen Aussagen macht die CSU Politik für die Lebenswirklichkeit der Menschen. Wie diese aussieht wird traditionell zum Jahresabschluss auf der Klausurtagung in Wildbad Kreuth beschlossen und dann mit Pauken und Trompeten verkündet.

Diesmal ging es in zweierlei Hinsicht um das Thema Einwanderung aus Bulgarien und Rumänien. Zum einen sollen die erwarteten Heerscharen an „Neuarbeitsberechtigten“ und „Sozialmissbrauchern“ mit den Worten „Wer betrügt, der fliegt“ in die richtige Richtung gelenkt werden. Auf der anderen Seite sollen selbige osteuropäischen Heerscharen, die in Deutschland in der Zwangsprostitution tätig sind, gerettet werden.

Als politische Sprecherin der zu rettenden Berufsgruppe, möchte ich die sorgsam aufgelisteten Punkte der CSU einer detaillierteren Betrachtung unterziehen.
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„Berlin – Prostituierte ist in Deutschland ein Beruf wie jeder andere – zumindest laut Gesetz. Die Realität sieht jedoch anders aus, die Zustände im Milieu sind teils katastrophal. Deutschland diskutiert: Brauchen wir eine Reform des 2002 in Kraft getretenen Prostitutionsgesetzes?
Sehr ausführliche nimmt die BILD-Zeitung Stellung zu allen gängigen Vorurteilen und betätigt alle…“
So schreibt die Bild-Zeitung in folgendem Artikel:
http://www.bild.de/news/inland/prostituierte/kajsa-ekis-ekman-gegen-prostitution-30585496.bild.html

Kurze Statements von uns dazu:

Johanna Weber, 45, Sexarbeiterin aus Hamburg/Berlin

„Ein Verbot von Prostitution führt nicht dazu, dass diese nicht mehr stattfindet. Die Arbeitsbedingungen der Frauen verschlechtern sich, denn sie werden in die Illegalität getrieben und sind somit schutzloser und willkürlicher den Kunden ausgeliefert. Es ist ein Irrtum, dass mit einer Illegalisierung plötzlich alle Sexdienstleister/innen einen anderen Beruf ergreifen.“

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Undine, Sexarbeiterin aus Hamburg mit 20 Jahren Berufserfahrung Weiterlesen