Nicht nur hier bei uns in Deutschland müssen Sexarbeiter um ihre Rechte und freie Ausübung der selbst gewählten Tätigkeit fürchten. Unsere Kolleg_innen in Frankreich sehen sich gerade konfrontiert mit einer geplanten Gesetzesänderung, der am 29. November 2013 vor dem französischen Parlament zur Diskussion gebracht wurde und am 4. Dezember 2013 zur Abstimmung gestellt wird.

Dieser Gesetzentwurf beinhaltet unter anderem die pauschale Bestrafung von Kunden von Sexarbeiter_innen nach dem „schwedischen Modell“. Wer sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nimmt, müsste dem neuen Gesetz zur Folge mit einer Strafe von 1500 Euro rechnen. Weiterlesen

Rechte von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern stärken! Prävention stärken!

Deutsche Aidshilfe Logo Die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) lehnt den von der „Emma“-Herausgeberin initiierten „Appell gegen Prostitution“ und Rufe nach Bestrafung der Kunden und Kundinnen ab. Weiterlesen

Die Deutsche STI-Gesellschaft – Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit ist eine
offene, medizinische Fachgesellschaft, die sich mit der Behandlung, Diagnostik, Prävention und Aufklärung sexuell übertragbarer Infektionen und Erkrankungen (STI/STD) auseinandersetzt

Warum ein Statement der DSTIG zur gesetzlichen Regelung der Prostitution?

Auch wenn in der letzten Legislaturperiode des Bundestages das „Gesetz zur Bekämpfung des Menschenhandels und Überwachung von Prostitutionsstätten“, nicht mehr verabschiedet wurde, geht die politische und gesellschaftliche Diskussion zum Thema Prostitution weiter. Neue Gesetzesvorhaben, z.B. zur Regelung des Betriebes von Prostitutions-stätten, sind zu erwarten.

Die DSTIG ist eine Fachgesellschaft, in der sich Fachleute aller relevanten Disziplinen der Praxis, Forschung und Wissenschaft der Förderung der sexuellen Gesundheit widmen.
Die vielfältige interdisziplinäre Expertise der DSTIG bringt gesundheitspolitische Aspekte in die Debatte ein und kann dazu beitragen, diese zu versachlichen. Weiterlesen

„Berlin – Prostituierte ist in Deutschland ein Beruf wie jeder andere – zumindest laut Gesetz. Die Realität sieht jedoch anders aus, die Zustände im Milieu sind teils katastrophal. Deutschland diskutiert: Brauchen wir eine Reform des 2002 in Kraft getretenen Prostitutionsgesetzes?
Sehr ausführliche nimmt die BILD-Zeitung Stellung zu allen gängigen Vorurteilen und betätigt alle…“
So schreibt die Bild-Zeitung in folgendem Artikel:
http://www.bild.de/news/inland/prostituierte/kajsa-ekis-ekman-gegen-prostitution-30585496.bild.html

Kurze Statements von uns dazu:

Johanna Weber, 45, Sexarbeiterin aus Hamburg/Berlin

„Ein Verbot von Prostitution führt nicht dazu, dass diese nicht mehr stattfindet. Die Arbeitsbedingungen der Frauen verschlechtern sich, denn sie werden in die Illegalität getrieben und sind somit schutzloser und willkürlicher den Kunden ausgeliefert. Es ist ein Irrtum, dass mit einer Illegalisierung plötzlich alle Sexdienstleister/innen einen anderen Beruf ergreifen.“

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Undine, Sexarbeiterin aus Hamburg mit 20 Jahren Berufserfahrung Weiterlesen