berufsverband-sexarbeit.de

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Will­kom­men bei der größ­ten Ver­tre­tung für Sex­ar­bei­ten­de in Euro­pa

26.05. | 16:00 | Eine Stunde — Ein Thema

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Das Gesetz für Gleich­stel­lung, Respekt und Rech­te in der Sex­ar­beit (SAG) ist der ers­te umfas­sen­de Gesetz­ent­wurf in Deutsch­land, der direkt von Sex­ar­bei­ten­den ver­fasst wur­de. Online-Ver­an­stal­tung offen für alle Inter­es­sier­ten — let’s talk about it!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Ein Blick hinter die Kulissen: Sexarbeit in Deutschland

Ein Blick hinter die Kulissen: Sexarbeit in Deutschland

Redet mit statt über uns — zum Bei­spiel wäh­rend der 7‑tägigen Akti­ons­wo­che rund um den Inter­na­tio­na­len Huren­tag! In deutsch­land­wei­ten Ver­an­stal­tun­gen besteht die Chan­ce, ech­te Ein­bli­cke in die Bran­che zu bekom­men und die Men­schen ken­nen­zu­ler­nen, die dar­in arbei­ten!

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Spannungsbogen und Zeitmanagement in BDSM-Sessions

Spannungsbogen und Zeitmanagement in BDSM-Sessions

Datum: 13.05.2026
Uhr­zeit: 19:00–20:30 Uhr (1 Std. 30 Min.)

Viel­leicht kennst du das: Ein Gast bucht zwei oder drei Stun­den und nach der ers­ten Stun­de fragst du dich heim­lich: „Was mache ich jetzt noch mit ihm, ohne dass es sich wie­der­holt?“ Vie­len Kolleg*innen graut vor lan­gen Ses­si­ons, trotz des …

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Neue Meldestatistik Prostitution für 2022 – Warum wollen Sexarbeitende sich nicht anmelden?

Neue Meldestatistik Prostitution für 2022 – Warum wollen Sexarbeitende sich nicht anmelden?

Ein einzelnen roter Regenschirm auf einer grauen Gasse.
Heu­te am 15.09.2023 hat das sta­tis­ti­sche Bun­des­amt ver­öf­fent­licht, wie vie­le Sex­ar­bei­ten­de sich bis Ende 2022 ange­mel­det haben. Die Ergeb­nis­se über­ra­schen nicht. So stie­gen die Zah­len um 19,1% im Ver­gleich zum Vor­jahr, doch sind die Zah­len wei­ter­hin viel gerin­ger als vor der Pan­de­mie. Auch ohne belast­ba­re Daten zur tat­säch­li­chen Anzahl der Sex­ar­bei­ten­den, die in Deutsch­land aktiv sind, ist schon seit Jah­ren ersicht­lich, dass vie­le die Regis­trie­rungs­pflicht umge­hen.Das im Jah­re 2017 in Kraft getre­te­ne Pro­sti­tu­ier­ten­schutz­ge­setz beinhal­tet eine behörd­li­che Mel­de­pflicht für Sex­ar­bei­ten­de. Dazu gehö­ren eine jähr­li­che gesund­heit­li­che Bera­tung sowie ein Anmel­de­ge­spräch. Bei­des ist Pflicht, um den soge­nann­ten “Huren­aus­weis” zu erhal­ten. Betrei­ben­de von Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten sind ver­pflich­tet, die Aus­wei­se der bei ihnen täti­gen Sex­ar­bei­ten­den zu kon­trol­lie­ren.Die nied­ri­gen Anmel­de­zah­len im Ver­gleich zur mut­maß­li­chen Dun­kel­zif­fer wer­fen fol­gen­de Fra­ge auf:War­um umge­hen Sex­ar­bei­ten­de die­se Anmel­dung?Sie emp­fin­den die Anmel­dung nicht als Schutz. Die Tätig­keit in der Pro­sti­tu­ti­on ist nach wie vor extrem stig­ma­ti­siert. So ver­sucht fast die kom­plet­te Bran­che, nicht in Zusam­men­hang damit gebracht zu wer­den. Die Angst vor einem Outing und der öffent­li­chen Äch­tung ist bei Sex­ar­bei­ten­den groß, beson­ders auch wenn Fami­lie vor­han­den ist. So zeigt das Outing von BesD-Mit­glied Ella Bizarr sehr anschau­lich, wie nega­tiv und auch toxisch die Reak­tio­nen aus­fal­len, wenn sich ein Eltern­teil dazu bekennt, Sexarbeiter*in zu sein. Somit ist es ver­ständ­lich, dass Eltern ihre Tätig­keit in der Ero­tik­bran­che ver­heim­li­chen möch­ten, um die eige­nen Kin­der vor Dif­fa­mie­run­gen und Dis­kri­mi­nie­rung zu schüt­zen. Das Dop­pel­le­ben ist unser Schutz. Dar­über hin­aus fehlt das Ver­trau­en in Behör­den. Die Angst vor einem Zwangs­ou­ting durch die Regis­trie­rung ist weit ver­brei­tet. Neben die­sen Fak­to­ren wirkt sich die ver­än­der­te Land­schaft der Ero­tik­bran­che eben­falls auf die Zahl der Anmel­dun­gen aus. Die lan­gen Bor­dell­schlie­ßun­gen wegen Coro­na führ­ten zu einer Ver­la­ge­rung der Sex­ar­beit in pri­va­te Berei­che. Ein gro­ßer Teil der Sex­ar­bei­t­ren­den erhielt kei­ne Coro­na­hil­fen und war so gezwun­gen, ille­gal wei­ter­zu­ar­bei­ten. Die­se Milieu­ver­schie­bung hat sich bis heu­te nicht wie­der zurück­ent­wi­ckelt. Vie­le Sex­ar­bei­ten­de sind auf sich allei­ne gestellt und nur noch schwer auf­find­bar für Bera­tungs­stel­len, Gesund­heits­äm­ter und auch für die Poli­zei.Unse­rer Erfah­rung nach mel­den sich fast aus­schließ­lich die­je­ni­gen an, die es müs­sen.Alle Sex­ar­bei­ten­den, die in Bor­del­len, Mas­sa­ge­sa­lons, Lauf­häu­sern, Clubs, Agen­tu­ren oder sons­ti­gen Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten arbei­ten, kom­men nicht um die Anmel­dung her­um. Wir plä­die­ren für eine Abschaf­fung der Anmel­de­pflicht und der ver­pflich­ten­den Gesund­heits­be­ra­tung und für eine kom­plet­te Ent­kri­mi­na­li­sie­rung von Sex­ar­beit. Die dann frei wer­den­den Gel­der soll­ten in auf­su­chen­de Sozi­al- und Gesund­heits­ar­beit flie­ßen und die Unter­stüt­zung von Sex­ar­bei­ten­den, die sich beruf­lich umori­en­tie­ren wol­len, för­dern.  Hier fin­den Sie die­se Pres­se­mit­tei­lung als PDF.
Ansprech­per­so­nen Johan­na Weberpoli­ti­sche Spre­che­rin des BesD e.V.0151 — 1751 9771 Ella BizarrVor­stands­mit­glied des BesD e.V.01525 — 8727165 
Auf­lis­tung der Anmel­de­zah­len nach Jah­ren 2017: 6.959 Sex­ar­bei­ten­de https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Prostituiertenschutz/Tabellen/prostitutionstaetigkeit2017.html und 1.350 Betrie­behttps://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Prostituiertenschutz/Tabellen/prostitutionsgewerbe2017.html  2018: 32.799 Sex­ar­bei­ten­de https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Prostituiertenschutz/Tabellen/prostitutionstaetigkeit2018.html und 1.600 Betrie­behttps://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Prostituiertenschutz/Tabellen/prostitutionsgewerbe2018.html  2019: 40.400 Sex­ar­bei­ten­de https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/07/PD20_286_228.html und 2.170 Betrie­behttps://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Prostituiertenschutz/Tabellen/prostitutionsgewerbe2019.html  2020: 24.900 Sex­ar­bei­ten­de https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/07/PD21_314_228.html und 2.290 Betrie­behttps://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Prostituiertenschutz/Tabellen/prostitutionsgewerbe2020.html  2021: 23.700 Sex­ar­bei­ten­de https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/07/PD22_277_228.html und 2.290 Betrie­behttps://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Prostituiertenschutz/Tabellen/prostitutionsgewerbe2021.html  2022: 28.280 Sex­ar­bei­ten­de und 2.310 Betrie­behttps://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/09/PD23_368_228.html 
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