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Will­kom­men bei der größ­ten Ver­tre­tung für Sex­ar­bei­ten­de in Euro­pa

Eine Stunde — Ein Thema

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Sex Workers wri­te the Law
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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Ver­an­stal­tun­gen von 1. bis 7. Juni: Schau hin­ter die Kulis­sen!

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Über uns

Wer wir sind

Der Berufs­ver­band für ero­ti­sche und sexu­el­le Dienst­leis­tun­gen, kurz BesD e.V., ist eine bun­des­wei­te von Sex­ar­bei­ten­den gegrün­de­te und geführ­te Inter­es­sen­ver­tre­tung.

2013 in Köln gegrün­det, set­zen wir uns seit mehr als einem Jahr­zehnt für Auf­klä­rung, Rech­te und bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen in der Sex­ar­beit ein.

Unse­re Posi­tio­nen & For­de­run­gen

Unsere Mitglieder

Nur wer selbst aktiv als Sexdienstleister*in arbei­tet oder gear­bei­tet hat, kann im Ver­band Mit­glied wer­den. Mit mehr als 1000 Mit­glie­dern sind wir heu­te der euro­pa­weit größ­te Zusam­men­schluss, der aus­schließ­lich von Sexarbeiter*innen selbst orga­ni­siert und geführt wird.

Im Berufs­ver­band kom­men Kolleg*innen aus den unter­schied­lichs­ten Berei­chen der Sex­ar­beit zusam­men: Egal wo und was wir genau arbei­ten — ob Stra­ßen­strich, Club, Stu­dio oder Woh­nung — ob Escort, Tan­tra­mas­sa­ge, Strip­tease, BDSM, Por­no­dreh oder Sexu­al­as­sis­tenz: Uns ver­bin­det, dass wir unse­re Arbeit selbst­be­stimmt aus­üben wol­len und die Bedin­gun­gen in unse­rer Bran­che aktiv mit­ge­stal­ten wol­len.

Abstu­fun­gen oder Bewer­tun­gen inner­halb ver­schie­de­ner Berei­che der Bran­che (“Who­re­ar­chy”) leh­nen wir aus­drück­lich ab.

Unsere Geschichte

Der BesD ent­stand 2013 in einem poli­tisch auf­ge­heiz­ten Kli­ma: Kam­pa­gnen wie Ali­ce Schwar­zers Por­NO-Initia­ti­ve präg­ten ein Bild von Sex­ar­beit, in dem kaum zwi­schen frei­wil­li­ger Arbeit, Aus­beu­tung und Men­schen­han­del unter­schie­den wur­de.

Der EMMA‑„Appell gegen Pro­sti­tu­ti­on” for­der­te ein Ver­bot von Pro­sti­tu­ti­on nach dem Nor­di­schen Modell“ und bekam gro­ße media­le Auf­merk­sam­keit. Wäh­rend in Talk­shows und Leit­me­di­en über Pro­sti­tu­ti­on dis­ku­tiert wur­de, kamen Sexarbeiter*innen dabei selbst kaum zu Wort.

Am 13. Okto­ber 2013 grün­de­te eine klei­ne Grup­pe von Sex­ar­bei­te­rin­nen in Köln den BesD als selbst­or­ga­ni­sier­te Ant­wort auf die­se Zustän­de. Grün­dungs­mit­glied Johan­na Weber brach­te es damals auf den Punkt:

Viel zu lan­ge wur­de über uns, aber nicht mit uns gespro­chen. Es wird Zeit, dass wir uns von Ent­schei­dun­gen, die uns betref­fen, nicht län­ger aus­schlie­ßen las­sen!

Wie alles begann …

Was wir wollen

Unser Ziel ist es, Arbeits- und Lebens­be­din­gun­gen von Sexarbeiter*innen zu ver­bes­sern, Dis­kri­mi­nie­rung abzu­bau­en und der Kri­mi­na­li­sie­rung von Men­schen in der Sex­ar­beit ent­ge­gen­zu­wir­ken.

Wir spre­chen über die Viel­falt von Arbeits­or­ten und Lebens­rea­li­tä­ten und tre­ten damit plat­ten Kli­schees, ret­tungs­ori­en­tier­ten Debat­ten und dem soge­nann­ten „Nor­di­schen Modell“ ent­schie­den ent­ge­gen. Bezüg­lich der Bekämp­fung von Aus­beu­tung und Gewalt schlie­ßen wir uns der Exper­ti­se zahl­rei­cher Orga­ni­sa­tio­nen an, die für pra­xis­na­he Lösun­gen sowie stär­ke­re Rech­te und gegen Ver­bo­te plä­die­ren:

Deut­sche Aids­hil­fe, Amnes­ty, Dia­ko­nie und Co: Die­se Orga­ni­sa­tio­nen leh­nen ein Sexkauf­ver­bot ab

Wir set­zen uns für Sicher­heit, Selbst­be­stim­mung und fai­re Arbeits­rech­te für alle Sex­ar­bei­ten­den in Deutsch­land ein, unab­hän­gig von ihrem Hin­ter­grund und ihren Lebens­um­stän­den.

Wir arbei­ten dar­auf hin, dass Sex­ar­beit recht­lich und gesell­schaft­lich wie ande­re Beru­fe aner­kannt wird – mit Rech­ten, Schutz und ech­ter Mit­be­stim­mung statt Son­der­ge­set­zen und Stig­ma­ti­sie­rung.

Was wir machen

Wir brin­gen die Per­spek­ti­ven von Sex­ar­bei­ten­den dort­hin, wo über Sex­ar­beit ent­schie­den und gespro­chen wird. Unse­re Arbeit umfasst unter ande­rem:

Poli­ti­sche Inter­es­sen­ver­tre­tung:

Wir neh­men an Anhö­run­gen und Fach­run­den teil, ver­fas­sen Stel­lung­nah­men zu Geset­zes­vor­ha­ben und suchen den direk­ten Aus­tausch mit poli­ti­schen Entscheidungsträger*innen auf Bun­des- und Län­der­ebe­ne.

Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit:

Wir machen Pres­se­ar­beit, geben Inter­views, schrei­ben Gast­bei­trä­ge und ver­schi­cken Pres­se­mit­tei­lun­gen; unse­re Mit­glie­der hal­ten Vor­trä­ge, orga­ni­sie­ren Ver­an­stal­tun­gen und sind aktiv in sozia­len Medi­en, um ein rea­lis­ti­sches Bild von Sex­ar­beit sicht­bar zu machen und Vor­ur­tei­le abzu­bau­en.

Ange­bo­te für Sex­ar­bei­ten­de:

Wir orga­ni­sie­ren Work­shops „sex­wor­ker only“, Stamm­ti­sche und Online-Aus­tausch­for­ma­te, in denen Wis­sen geteilt, Erfah­run­gen bespro­chen und gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung mög­lich wird.

Ver­net­zung und Bünd­nis­se:

Wir arbei­ten mit Bera­tungs­stel­len, ande­ren Sex­wor­ker-Orga­ni­sa­tio­nen und natio­na­len Netz­wer­ken wie bufas zusam­men und sind Teil inter­na­tio­na­ler Sex­wor­ker-Netz­wer­ke wie NSWP, ICRSE und TAMPEP, um Kräf­te zu bün­deln und gemein­sa­me Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln.

Fach­wis­sen und Hand­rei­chun­gen:

Wir brin­gen unse­re Exper­ti­se in Stu­di­en, Leit­fä­den und Hand­rei­chun­gen ein, wir­ken an Fach­ta­gun­gen und Fort­bil­dun­gen mit und und machen deut­lich, wie unter­schied­lich die Lebens­rea­li­tä­ten von Sex­ar­bei­ten­den sind.

Wie wir arbeiten

Der BesD ist ein über­wie­gend ehren­amt­lich orga­ni­sier­ter Ver­band. Das heißt: Ein klei­nes Team von Teil­zeit­an­ge­stel­len küm­mert sich um Mit­glie­der­be­treu­ung, Buch­hal­tung und Web­site, aber der Erfolg von Pro­jek­ten und Arbeits­grup­pen hängt vom ehren­amt­li­chen Enga­ge­ment unse­rer Mit­glie­der ab.

Vor­stands­mit­glie­der wer­den von der Mit­glie­der­ver­samm­lung gewählt und han­deln für die Dau­er ihres Amts im Auf­trag der Mit­glie­der, die sich zum Bei­spiel in AGs, als Bei­rä­te, in Orts­grup­pen oder Pro­jekt­teams selbst orga­ni­sie­ren. Auf­ga­ben im Ver­band kön­nen grund­sätz­lich von allen Mit­glie­dern über­nom­men wer­den, die die Zeit, Erfah­rung und Lust haben, Ver­ant­wor­tung zu tra­gen.

Unse­re Sat­zung

Unse­re Finan­zen

Als Berufs­ver­band erhal­ten wir kei­ner­lei staat­li­chen För­de­run­gen und finan­zie­ren uns daher bei­na­he aus­schließ­lich über Mit­glieds­bei­trä­ge und Spen­den – ins­be­son­de­re regel­mä­ßi­ge Spen­den sichern dabei unse­re Hand­lungs­fä­hig­keit.

So kannst du uns unter­stüt­zen