
Aufzeichnung der Veranstaltung:
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Teilnahme: Offen für alle Interessierten!
Zielgruppe: Mitarbeitende aus Verwaltung, Politik, Gesundheitswesen und sonstige Interessierte Preis: Kostenlos Veranstalter: Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD e. V.) ist die größte Sexarbeitenden-Organisation Europas und hat als Ziel die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Beseitigung von Missständen und Entstigmatisierung. Aufzeichnung und Materialen: Werden im nachhinein hochgeladen und hier verlinkt. Dafür auf ‘Aufzeichnungen´ und/oder ‘Materialen´ klicken.INHALT
Loverboys spielen einer anderen Person (in der Regel weiblich) eine Liebesbeziehung vor, um sie dann in die Prostitution zu manipulieren. Oft wird auch eine bestehende Liebesbeziehung ausgenutzt. Die Abläufe sind immer wieder ähnlich. Der Loverboy baut eine innige vermeintliche Liebesbeziehung auf und isoliert die Frau von Freunden und Familie. Sie fixiert sich voll auf ihn und die gemeinsame Zukunft. In dieser Abhängigkeit bringt er sie nicht nur dazu mit der Prostitution zu beginnen, sondern auch das Geld bei ihm abzugeben. Mit Druck, Gewalt, Liebesentzug oder anderen Methoden der physischen und psychischen Gewalt wird immer mehr oder auf lange Dauer Geld gefordert. Die Loslösung aus diesem akkurat durchgeplanten und sehr emotionalen Abhängigkeitsverhältnis ist sehr schwierig.REFERENT*INNEN
Nicole Schulze
Loverboy-Betroffene und Vorstand des BesD
Nicole erzählt ihre persönliche Loverboy-Geschichte — Wie sie dazu kam, das täglich auf dem Straßenstrich verdiente Geld „freiwillig“ ihrem Partner abzuliefern. Sie schildert, wie sich die Liebesbeziehung schleichend verändert hat, und wie lange und schmerzhaft der Prozess der Loslösung war.
Auch stellt sie klar, dass die Loverboy-Methode nicht nur bei jungen Frauen wirkt. Eine ausschließliche Fokussierung der Präventionsarbeit auf „Schulmädchen“, führt bei allen älteren zu noch mehr Scham und die Hemmschwelle steigt, Hilfseinrichtungen oder die Polizei zu kontaktieren.
Hanna Biskoping
Sozialarbeiterin der Dortmunder Mitternachtsmission
Die Dortmunder Mitternachtsmission fungiert als Beratungsstelle für Prostituierte, Ehemalige und Opfer von Menschenhandel und klärt zum Thema Loverboys auf — unter anderem im Rahmen des Dortmunder Schulprojekts “Liebe macht süchtig” für Schüler*innen der 8. bis 10. Klassen sowie mittels anonymer Online-Beratung für Loverboy-Betroffene.
Nachfragen/Kontakt
Emma Sophie Roe (Mitarbeiterin für die politische Arbeit im BesD)
Mail:
Telefon: +49 151 70648865




