Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Prostitutionsverbot in Karlsruhe – Stellungnahme des BesD vom 25.03.2020

Prostitutionsverbot in Karlsruhe – Stellungnahme des BesD vom 25.03.2020

Prostitutionsverbot in Karlsruhe – Stellungnahme des BesD vom 25.03.2020
Bun­des­weit sind Maß­nah­men zur Ein­däm­mung von Covid-19 getrof­fen wor­den, wel­che das Leben im öffent­li­chen Raum stark ein­schrän­ken und regle­men­tie­ren. In die­sem Kon­text blei­ben auch Bordelle/ Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten vor­über­ge­hend geschlos­sen. Für Stadt und Land­kreis Karls­ru­he gilt jedoch über die durch die baden-würt­tem­ber­gi­sche Regie­rung erlas­se­nen Maß­nah­men und Schlie­ßun­gen hin­aus eine Zusatz­ver­ord­nung, wel­che „Pro­sti­tu­ti­on und Sexkauf jeder Art“ unter­sagt. Die­se Ver­ord­nung gilt nicht wie die ande­ren lan­des­wei­ten Regu­lie­run­gen bis zum 19. April, son­dern bis Wider­ruf. Eine Unter­sa­gung von Sex­ar­beit hal­ten wir im Rah­men der Coro­na-Vor­sor­ge für rich­tig und sinn­voll. Eine Son­der­re­ge­lung, die aus­schließ­lich fur unse­re Berufs­grup­pe einen ande­ren Zeit­raum fest­setzt, hal­ten wir für nicht rech­tens. Sex­ar­bei­ten­de sind aktu­ell durch die Maß­nah­men gegen Covid-19 wie vie­le ande­re Selbstständige/ Frei­be­ruf­le­rIn­nen einer Situa­ti­on aus­ge­setzt, in wel­cher sie nicht ihrem Beruf nach­ge­hen dür­fen. Die Unge­wiss­heit über die Dau­er von Ver­bo­ten, schmä­lert das Ver­trau­en in staat­li­che Insti­tu­tio­nen. Ein nicht nach­voll­zieh­ba­res Beschä­fi­gungs­ver­bot auf unbe­stimm­te Zeit führt gera­de bei mar­gi­na­li­sier­ten Sex­ar­bei­ten­den sehr wahr­schein­lich zum Igno­rie­ren der Ver­ord­nung. Wir befür­wor­ten dies natür­lich nicht. Wir vom Berufs­ver­band BesD for­dern daher: 1. Glei­ches Zei­tens­ter. Stadt- und Land­kreis Karls­ru­he mögen bit­te für die Ein­schrän­kung der Pro­sti­tu­ti­on das glei­che Zei­tens­ter anset­zen wie auch für die ande­ren Maß­nah­men. 2. Unwort Sexkauf. Der Begriff „Sexkauf“ ist ein unüb­li­cher Begrif in jurist­schen und polit­schen Tex­ten. Bit­te ver­wen­den sie “Inan­spruch­nah­me von sexu­el­len Dienst­leis­tun­gen“ 3. Sofort­hil­fen. Wir begrü­ßen vom Bund und dem Land Baden-Würt­tem­berg aus­ge­schrie­be­nen Sofort­hil­fen fur Solo-Selbst­stän­di­ge. Es bedarf aber der Ein­rich­tung loka­ler Not­fall­hil­fe-Töp­fe für Sex­ar­bei­ten­de und Betrof­fe­ne ande­rer Berufs­grup­pen, die von der Hand in den Mund leben. Gera­de auch vor dem Hin­ter­grund des aktu­ell dis­ku­tier­ten Schwe­di­schen Modells eines Sexkauf­ver­bots – gegen des­sen Ein­füh­rung in Deutsch­land wir uns ent­schie­den aus­spre­chen – ist eine sol­che Son­der­re­ge­lung für Pro­sti­tu­ti­on wie hier in Karls­ru­he beun­ru­hi­gend. Wenn Men­schen ihre beruf­li­che Tätig­keit nicht aus­üben dür­fen, so muss selbst­ver­ständ­lich für ihre Grund­si­che­rung gesorgt wer­den, im Hin­blick auf gelin­gen­de Covid-19-Maß­nah­men und auf eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Sta­bi­li­tät. Gruß, Johan­na Weber (Poli­tik und Vor­stand des BesD)