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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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“Ich kann bald nicht mehr!” — Offener Brief einer Sexarbeiterin an ihre Stadtverwaltung

“Ich kann bald nicht mehr!” — Offener Brief einer Sexarbeiterin an ihre Stadtverwaltung

“Ich kann bald nicht mehr!” — Offener Brief einer Sexarbeiterin an ihre Stadtverwaltung
Hal­lo Frau ♦♦♦♦♦♦ genau wie Bay­ern die solo-selb­stän­di­ge Dienst­leis­tung der Pro­sti­tu­ti­on außer­halb von Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten und außer­halb der Sperr­ge­bie­te erlaubt, gibt es nun auch bei Tan­tra Mas­sa­gen eine ver­nünf­ti­ge Posi­ti­on des bay­ri­schen Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums. Die­se fällt ganz anders aus, als zum Bei­spiel die Ent­schei­dung des VG Trier zu die­sem The­ma. Sie­he hier­zu fol­gen­den Link. Im vor­lie­gen­den Fall han­del­te es sich sogar noch um einen Betrieb — nicht um eine Ein­zel­per­son. Was läuft hier nur falsch? Wie kann es sein, dass bun­des­weit so unter­schied­lich ent­schie­den wird? Dass es bei eigent­lich bun­des­ein­heit­lich zu tref­fen­den Ent­schei­dun­gen und bun­des­ein­heit­lich gel­ten­den Geset­zen der­zeit einen rie­si­gen Unter­schied macht, ob ich in Bay­ern, Hes­sen oder RLP lebe? Das Virus macht vor Lan­des­gren­zen kei­nen Halt. Von den unter­schied­li­chen Coro­na Ver­ord­nun­gen ganz zu schwei­gen. In RLP lau­tet die VO: “Ver­bo­ten ist die Öff­nung von Bor­del­len, Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten und ähn­li­chen Ein­rich­tun­gen”. Für die Behör­den in RLP bin ich als solo­selb­stän­di­ge Dienst­leis­te­rin in mei­nen eige­nen 4 Wän­den, auf Nach­fra­ge eine “ähn­li­che Ein­rich­tung”. Obwohl das Pro­sti­tu­ier­ten­schutz­ge­setz im §2 ganz klar eine Tren­nung der Dienst­leis­tung vom Betrieb/Betreiber einer Pro­sti­tu­ti­ons­stät­te vor­nimmt! Ein Betrieb tritt erst dann in Kraft, wenn der Betrei­ber durch die Dienst­leis­tung von min­des­tens einer wei­te­ren Per­son finan­zi­ell par­ti­zi­piert. Ich möch­te end­lich eine Ant­wort mit einer sach­li­chen Erklä­rung und fak­ti­schen Grün­den für das Tätig­keits­ver­bot von den Behör­den. Zum Bei­spiel, war­um ich als solo-selb­stän­di­ge, unbe­rühr­ba­re Domi­na, die kei­ne sexu­el­le Dienst­leis­tung MIT oder AN ihrem Kör­per anbie­tet, mit einem 4‑seitigen Hygie­ne­kon­zept, wel­ches vom Gesund­heits­amt bereits vor 2 Mona­ten als “schlüs­sig” bewer­tet und nicht bean­stan­det wur­de, wei­ter­hin nicht arbei­ten darf. Inwie­fern kann fak­tisch begrün­det wer­den, dass das Infek­ti­ons­ri­si­ko bei mei­ner Tätig­keit und maxi­mal 2 Kun­den­kon­tak­ten am Tag höher sein soll, als bei ver­gleich­ba­ren ande­ren Dienst­leis­tun­gen? Oder beim Kon­takt­sport? Alles, was man mei­nen Fra­gen nach sach­li­chen Grün­den gegen­über­stellt sind immer nur Ver­mu­tun­gen und Unter­stel­lun­gen, um eine Ent­schei­dung zu “begrün­den”. In Bay­ern, Hes­sen und eini­gen ande­ren Bun­des­län­dern dürf­te ich hin­ge­gen arbei­ten. Ich kann bald nicht mehr! Seit fast 4 Mona­ten befas­se ich mich tag­ein tag­aus mit nichts ande­rem mehr. Ich will end­lich wie­der arbei­ten. Ich ver­ste­he das alles nicht mehr: Das Mau­ern der Behör­den, das nicht-Anbie­ten von Lösun­gen, obwohl schlüs­si­ge Hygie­ne­kon­zep­te vor­lie­gen, auch in ande­ren Berei­chen der Pro­sti­tu­ti­on. Für jede ande­re Berufs­grup­pe hät­te man ein offe­nes Ohr, ein Inter­es­se, böte eine Per­spek­ti­ve. Die immer grö­ßer wer­den­de Wider­sin­nig­keit eines Kom­plett­ver­bots ange­sichts der Infek­ti­ons­la­ge. All das för­dert gera­de rasend schnell nur die schlech­ten Aspek­te der Pro­sti­tu­ti­on! Möch­te man die Situa­ti­on der Bran­che absicht­lich vor die Wand fah­ren las­sen um noch radi­ka­le­re Maß­nah­men ergrei­fen und Geset­ze dage­gen durch­brin­gen zu kön­nen? Die­se Metho­de wäre jeden­falls ein pro­ba­tes Mit­tel. Vie­le Fra­gen und nach wie vor kei­ne Ant­wor­ten. All das hat schon lan­ge nichts mehr mit Gleich­be­hand­lung oder gar mit “Stär­kung der Frau­en” zu tun. Im Gegen­teil. Frau­en wie mir wird durch die­se de fac­to Ent­mün­di­gung das letz­te Stück­chen Selbst­be­wusst­sein und Wür­de genom­men. Ihre Selb­stän­dig­keit, ihre Exis­tenz und Selbst­be­stimmt­heit zer­stört!! Mit KEINEM ande­ren Berufs­zweig wird so abwer­tend ver­fah­ren. Es ist auf deutsch gesagt zum K.…. Aber Haupt­sa­che, die Poli­ti­ker kön­nen ent­spannt ihre Som­mer­pau­se genie­ßen wäh­rend ande­re in ihrem Land wei­ter unver­schul­det ums Über­le­ben kämp­fen. BITTE set­zen Sie sich dafür ein, dass end­lich Lösun­gen geschaf­fen wer­den. Dass man mit uns redet und nicht über uns ent­schei­det als sei­en wir unmün­di­ge Kin­der und unfä­hig, genau­so ver­ant­wor­tungs­voll in unse­rem Beruf zu han­deln wie ein Fri­seur, Kos­me­ti­ker, Mas­seur oder Täto­wie­rer. Dan­ke und vie­le Grü­ße, ♦♦♦♦♦♦ Die­ser Brief wur­de uns von der Ver­fas­se­rin zur Ver­fü­gung gestellt, die hier anonym blei­ben möch­te.