Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Offener Brief an Landesregierung Hamburg — Arbeitsverbot für Sexarbeitende endlich aufheben!

Offener Brief an Landesregierung Hamburg — Arbeitsverbot für Sexarbeitende endlich aufheben!

Offener Brief an Landesregierung Hamburg — Arbeitsverbot für Sexarbeitende endlich aufheben!
Sehr geehr­ter Herr Tsch­ent­scher, Wir als Berufs­ver­band für Sex­ar­bei­ten­de for­dern Sie auf, Ihre Ent­schei­dung, unse­re Tä­tig­keit wei­ter­hin zu unter­sa­gen, rück­gän­gig zu machen. Gera­de in Ham­burg gehen die zustän­di­gen Behör­den sehr prag­ma­tisch und sach­lich mit dem The­ma Pro­sti­tu­ti­on um. Ihre Sozi­al­be­hör­de war feder­füh­rend bei der Ent­wick­lung eines gemein­sa­men Öff­nungs­kon­zep­tes für die soge­nann­ten Nord­län­der. Sehr eng war die Zusam­men­ar­beit mit Ber­lin, wo schon am 8.8. die ero­ti­schen Dienst­leis­tun­gen ohne Geschlechts­ver­kehr wie­der zuge­las­sen wur­den und ab dem 1.9. auch die klas­si­sche Sex­ar­beit wie­der statt­fin­den darf. Die Test­pha­se der letz­ten 3 Wochen ver­lief in Ber­lin sehr gut. Ero­tik mit Mas­ke erwies sich als unpro­ble­ma­tisch. Es gab kei­ne Bean­stan­dun­gen, dass Hygie­ne­kon­zep­te nicht ein­ge­hal­ten oder Kon­takt­da­ten nicht ord­nungs­ge­mäß auf­ge­nom­men wur­den. Eine pau­scha­le Annah­me, dass Coro­na­maß­nah­men in der Sex­ar­beit nicht funk­tio­nie­ren, ist ein Faust­schlag nicht nur in das Gesicht unse­rer Bran­che, son­dern auch gegen die groß­ar­ti­ge Arbeit Ihrer eige­nen Sozi­al­be­hör­de. Beson­ders, da Well­ness­mas­sa­gen, Kon­takt­sport­ar­ten und ande­re kör­per­na­he Tä­tig­kei­ten in Ham­burg schon lan­ge wie­der erlaubt sind, for­dern wir Gleich­be­hand­lung. Sex­ar­bei­ten­de haben pro Tag im Schnitt 2–3 Kun­den — wir fei­ern kei­ne Sex­par­ties. Unser Berufs­ver­band hat ein dezi­dier­tes Hygie­ne­kon­zept für unse­re Bran­che erstellt, wel­ches in Ber­lin als Grund­la­ge für ein Bran­chen­kon­zept genutzt wur­de. In Ham­burg hat die Her­bert­stra­ße ein eige­nes Hygie­ne­kon­zept ent­wi­ckelt und der Öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt. Bezirks­amt-Lei­ter Mit­te Fal­ko Dross­mann stell­te unse­ren St.Pauli-Kolleg*Innen eine Öff­nung zum 1.9. in Aus­sicht. Die Tages­the­men berich­te­ten vor weni­gen Tagen über die pre­kä­re Situa­ti­on in der Her­bert­stra­ße und vie­le wei­te­re Medi­en schlie­ßen sich dem Urteil an, dass die­se Ent­schei­dung eine unge­rech­te sowie dis­kri­mi­nie­ren­de Vor­ge­hens­wei­se gegen­ü­ber Sex­ar­bei­tern dar­stellt. Ihre Sor­ge, Herr Tsch­ent­scher, es könn­te zu Sex­tou­ris­mus aus den Nach­bar­bun­des­län­dern kom­men, ist unbe­grün­det, denn in Nie­der­sach­sen darf unse­re Bran­che laut Gerichts­be­schluss wie­der arbei­ten, und Schles­wig-Hol­stein ist einer Öff­nung posi­tiv gegen­ü­ber ein­ge­stellt. Wir for­dern Sie auf, das ursprüng­li­che Ham­bur­ger Kon­zept der stu­fen­wei­sen Öff­nung für Sex­ar­beit ab 1.9. umzu­set­zen — natür­lich mit Hygie­ne­kon­zept. Gera­de bei stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len ist es bes­ser, dass Sex­ar­beit legal und kon­trol­liert statt­fin­det, als ille­gal und unkon­trol­liert und Gefahr läuft, in Tei­len wei­ter ins Dun­kel­feld abzu­rut­schen. Der Weg , Selbst­be­stim­mungs­rech­te von Sexarbeiter*Innen zu stär­ken, soll­te in Ham­burg fort­ge­führt wer­den. Die­se For­de­rung tei­len die Dia­ko­nie Ham­burg 1) und die Deut­sche Aids­hil­fe 2). zu 1) https://www.evangelisch.de/inhalte/17410…6Yy-FZ6qpU zu 2) https://www.aidshilfe.de/corona-krise-se…t‑zulassen
Rück­fra­gen zu die­sem Brief an Johan­na Weber (Poli­ti­sche Spre­che­rin BesD) oder 0151–1751 9771