Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Modellprojekt Roter Stöckelschuh startet in Berlin

Modellprojekt Roter Stöckelschuh startet in Berlin

Modellprojekt Roter Stöckelschuh startet in Berlin
Ein Roter Stö­ckel­schuh als Sym­bol für einen akzep­tie­ren­den und freund­li­chen Umgang mit Sexarbeiter*innen im Gesund­heits­we­sen und in Bera­tungs­stel­len. Das über­leg­ten sich 2017 die Bera­tungs­stel­le für Dro­gen­kon­su­men­tin­nen und Sex­ar­bei­te­rin­nen „Ragaz­za!“ in Ham­burg und die Deut­sche Gesell­schaft für Psy­cho­so­ma­ti­sche Frau­en­heil­kun­de und Geburts­hil­fe (DGPFG). Ein Sti­cker auf dem ein roter Stö­ckel­schuh zu sehen ist, kleb­te kur­ze Zeit spä­ter an den Türen eini­ger Pra­xen und Bera­tungs­ein­rich­tun­gen in Ham­burg. Sexarbeiter*innen soll­ten hier dann wis­sen, dass sie kei­ne Angst vor Dis­kri­mi­nie­rung auf Grund ihrer Berufs­wahl haben müs­sen und sich als Sexarbeiter*in outen kön­nen. Als hoch stig­ma­ti­sier­te Berufs­grup­pe spre­chen Sexarbeitender*innen aus Angst vor Ableh­nung und Dis­kri­mi­nie­rung oft nicht mal im engs­ten sozia­len Umfeld über ihre Tätig­keit. Vie­le erle­ben im Gesund­heits­we­sen Dis­kri­mi­nie­rung, Ableh­nung oder Über­for­de­rung wenn sie sich als Sexarbeiter*in outen. „Wenn Sex­ar­bei­ten­de Ärzt*Innen auf­su­chen, ist es für sie oft schwie­rig abzu­schät­zen, wie die­se auf ihre Tätig­keit reagie­ren. Offen spre­chen zu kön­nen, wert­schät­zen­de Bera­tung zu erfah­ren – das sind Vor­aus­set­zun­gen für eine gute Behand­lung. Risi­ken kön­nen so aus medi­zi­nisch-fach­li­cher Per­spek­ti­ve dif­fe­ren­zier­ter abge­schätzt wer­den und der Gesund­heits­schutz wird erhöht“, erklärt Maia Ceres, Gesund­heits­bei­rä­tin des Berufs­ver­bands. „Sex­ar­bei­ten­de müs­sen immer wie­der die Erfah­rung machen, dass ihnen mit ein­sei­ti­gen, meist nega­ti­ven Vor­ur­tei­len begeg­net wird, die in Berüh­rungs­ängs­ten auf bei­den Sei­ten resul­tie­ren“, ergänzt Cas­par Schu­ma­cher, Pro­jekt­mit­ar­bei­ter des Roten Stö­ckel­schuhs. „Das Zei­chen des Roten Stö­ckel­schuhs soll Sex­ar­bei­ten­den die Mög­lich­keit signa­li­sie­ren, mit weni­ger Vor­be­hal­ten wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen über ihren Beruf und even­tu­ell damit ver­bun­de­ne gesund­heit­li­che Risi­ken tei­len zu kön­nen und somit ihren Gesund­heits­schutz ver­bes­sern.“ Nun läuft die­se Initia­ti­ve der Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ar­beit im Gesund­heits­we­sen wei­ter. Seit Juli arbei­ten Debo­rah Hacke und seit August Cas­par Schu­ma­cher in Ber­lin für den BesD e.V. an dem „Roten Stö­ckel­schuh“. Auf einer eige­nen Web­sei­te wird bald eine Daten­bank zu fin­den sein, in der sex­ar­beits­freund­li­che Adres­sen recher­chiert und Infor­ma­tio­nen über das Pro­jekt abge­ru­fen wer­den kön­nen. Außer­dem sol­len Fort­bil­dun­gen für inter­es­sier­te Mediziner*innen ange­bo­ten wer­den, die den Wunsch haben, Sex­ar­bei­ten­de akzep­tie­rend zu bera­ten und zu behan­deln. Es sol­len Stig­ma­ta und Sex­ar­beits­feind­lich­keit bekämpft wer­den und dar­über infor­miert wer­den, was für Bar­rie­ren für das Auf­su­chen medi­zi­ni­scher Hil­fe vor­han­den sein kön­nen und wel­che inhalt­li­chen und medi­zi­ni­schen Bedar­fe oft bestehen. Zunächst wird der Schwer­punkt auf gynä­ko­lo­gi­sche Pra­xen und Ange­bo­te lie­gen und das in Ber­lin, denn es han­delt sich um eine För­de­rung der Senats­ver­wal­tung für Gesund­heit, Pfle­ge und Gleich­stel­lung von Ber­lin. Nach dem Schwer­punkt „Gynä­ko­lo­gie“ wird auch u.a. mit Allgemeinmediziner*innen, Psychotherapeut*innen und Mediziner*innen die mit obdach­lo­sen Patient*innen arbei­ten in den Aus­tausch getre­ten wer­den und Fort­bil­dun­gen spe­zi­ell für die­se Berei­che ange­bo­ten. Sex­ar­beit ist zudem nicht ein The­ma was nur Frau­en betrifft. Debo­rah Hacke und Cas­par Schu­ma­cher ist es wich­tig, auch die Erfah­run­gen und Bedürf­nis­se von männ­li­chen, trans‑, inter- und nicht-binä­ren Sexarbeiter*innen Raum zu geben und zu the­ma­ti­sie­ren. In fer­ne­rer Zukunft erhof­fen sie sich die­ses Pro­jekt auf Dienst­leis­tun­gen jen­seits des Gesund­heits­we­sens aus­zu­wei­ten. Sexarbeiter*innen gehen nicht nur zu Ärzt*innen und Therapeut*innen, son­dern wie ande­re Men­schen auch zu Steuerberater*innen, Anwält*innen, diver­sen Bera­tungs­stel­len und haben Kon­takt zu Ämtern wie z.B. Jugend­äm­tern oder dem Job­cen­ter. Auch hier soll Dis­kri­mi­nie­rung und Unver­ständ­nis end­ge­gen­ge­wirkt wer­den. Ab 2022 soll die­ses Pro­jekt auf das gesam­te Bun­des­ge­biet aus­ge­wei­tet wer­den. Mediziner*innen und Bera­tungs­stel­len die ger­ne mehr Infor­ma­tio­nen zu die­sem Pro­jekt und den Fort­bil­dungs­mög­lich­kei­ten erhal­ten möch­ten, sowie Sexarbeiter*innen auf der Suche nach Emp­feh­lun­gen oder mit Erfah­run­gen zu emp­feh­lens­wer­te Adres­sen, bit­ten wir Kon­takt auf­zu­neh­men (roterstoeckelschuh(at)besd-ev.de). HIER geht es zur Web­site des Pro­jekts Roter Stö­ckel­schuh