Berufsverband-Sexarbeit.de

Berufsverband-Sexarbeit.de

Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

2. Juni: Hurentag

Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

Mehr erfahren

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

Mehr erfahren

Aktionswoche 2026

Aktionswoche 2026

2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

Mehr erfahren

Starke Antwort an den BVVP: Die Verachtung der Sexarbeit macht krank

Starke Antwort an den BVVP: Die Verachtung der Sexarbeit macht krank

Starke Antwort an den BVVP: Die Verachtung der Sexarbeit macht krank

Dr. Ste­phan Alder, Mit­glied beim Ver­band der Ver­trags­psy­cho­the­ra­peu­ten (BVVP) pos­tu­lier­te vor kur­zem auf der Ver­eins-Web­site: “Pro­sti­tu­ti­on macht krank” — und sorg­te damit in der Sex­wor­ker-Com­mu­ni­ty für eine Men­ge gerun­zel­ter Stir­nen. Wir dür­fen hier aus­zugs­wei­se aus der öffent­li­chen Ant­wort von Son­ja Dolin­sek zitie­ren — den gesam­ten Text lest ihr  in ihrem Blog. 

Unter ande­rem weist die His­to­ri­ke­rin und Sex­work-For­sche­rin Dolin­sek dar­auf hin, dass “Pro­sti­tu­ier­te his­to­risch schon immer als „kran­ke“, nicht-nor­ma­le Frau­en, als Men­schen zwei­ter Klas­se gese­hen wur­den, die „krank“ sind und des­halb eine Bevor­mun­dung brau­chen […] Es war bei Pro­sti­tu­ti­on nicht anders als bei Homo­se­xua­li­tät und ande­ren For­men des­sen, was man in der Ver­gan­gen­heit „sexu­el­le Devi­anz“ nann­te.”

Sie erklärt, war­um sich ein Ver­bot von Pro­sti­tu­ti­on nicht aus eini­gen The­ra­pie-Erfah­run­gen ablei­ten lässt, denn “schließ­lich müss­te man ja – bei ver­gleich­ba­ren Dia­gno­sen – sicher­lich auch vie­le ande­re Rea­li­tä­ten ver­bie­ten, die Ehe, die Eltern­schaft, die Fami­lie, Part­ner­schaft.” Sie warnt davor, “jede psy­chi­sche Sym­pto­ma­tik auf die Sex­ar­beit zurück[zu]führen” und betont, dass Pro­sti­tu­ier­te zwar in höhe­rem Maß Gewalt aus­ge­setzt sind, die For­schung hier­zu aber “[…] einen kla­ren Befund [bie­tet]. Die anhal­ten­de Ver­ach­tung und oft Kri­mi­na­li­sie­rung der Pro­sti­tu­ti­on ist die Ursa­che dafür und Pro­sti­tu­ier­te erfah­ren mehr Gewalt, wo Pro­sti­tu­ti­on ver­bo­ten ist.”

“Herr Alder begeht den Feh­ler, nicht zwi­schen Pro­sti­tu­ti­on und unter­schied­li­chen Arbeits­be­din­gun­gen und deren Hin­ter­grün­de zu dif­fe­ren­zie­ren.” so Dolin­sek, die am Ende ihres Brie­fes auf zahl­rei­che Quel­len aus der For­schung ver­linkt.

Lesenswert: Hier geht es zum kompletten Brief an die BVVP: –> “Die Verachtung der Sexarbeit macht krank”.