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2. Juni: Hurentag

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Sexarbeiterin zu Emma Beckers Roman: “Jung, erfrischend und wunderbar humorig!”

Sexarbeiterin zu Emma Beckers Roman: “Jung, erfrischend und wunderbar humorig!”

Sexarbeiterin zu Emma Beckers Roman: “Jung, erfrischend und wunderbar humorig!”
Ich habe selbst als Bizarr-Lady knapp 15 Jah­re  in einem Ber­li­ner Domi­na­stu­dio gear­bei­tet und als ich das ers­te Mal von “La Mai­son” hör­te, muss­te ich die Autorin Emma Becker erst­mal goo­geln… Ich habe mich dann sehr auf das Buch gefreut, war neu­gie­rig, über eine Hure in Ber­lin zu lesen. Wie emp­fin­det eine Frau aus einer ganz ande­ren Gene­ra­ti­on die­se Arbeit? Durch die ers­ten zwan­zig Sei­ten bin ich ehr­lich gesagt holp­rig gestol­pert, zwei­fel­te an mei­nem Intel­lekt. Ich wur­de schon ein biss­chen wütend, weil ich mich ein­fach nicht wie­der­fand, in die­ser Welt einer Pari­se­rin in Ber­lin. Doch dann wur­de ich auf eine wun­der­ba­re, phi­lo­so­phi­sche, char­man­te und bun­te Rei­se abge­holt. Emma Beckers, bezie­hungs­wei­se “Jus­ti­nes” Erzäh­lung ließ mich herz­lich lachen und zau­ber­te in mir vie­le klei­ne war­me Momen­te der Erin­ne­run­gen. Was die­ses Buch beson­ders macht, ist Emmas jun­ge und erfri­schen­de Hal­tung die­sem 2000 Jah­re alten Gewer­be gegen­über. Ich bewun­de­re die Selbst­ver­ständ­lich­keit, mit der sie ihre Erfah­run­gen schil­dert. Ein­zig das “Ich war über zwei Jah­re Hure, nur um ein Buch zu schrei­ben”, neh­me ich ihr nicht ganz ab. Unab­hän­gig davon, räumt Emma Becker hier mit den Vor­ur­tei­len auf, dass alle Frau­en zur Sex­ar­beit gezwun­gen wer­den. Sie schreibt ehr­lich und offen über moder­ne jun­ge Frau­en, die Kli­schees über Bord wer­fen. Ich habe den Ein­druck, die­se Gene­ra­ti­on an Frau­en hat sich bewusst und frei­wil­lig, viel­leicht auch aus Lei­den­schaft, für die­sen Beruf ent­schie­den. Amü­sant, wie Gäs­te in ein Paar neue Stie­fel “umge­rech­net” wer­den! Oder auch ein­fach, wie mehr Zeit für Kin­der und Fami­lie übrig blei­ben, weil die Frau­en in die­sem Job ihr Geld in kür­ze­rer Zeit ver­die­nen kön­nen und dadurch mehr Lebens­qua­li­tät haben. Mein Fazit: Ich emp­fin­de den Schreib­stil als niveau­voll, die Haupt­per­son als ein­fach herr­lich fran­zö­sisch (raucht auch sehr viel) und das gan­ze Buch als wun­der­bar humo­rig — mit Ecken, Kan­ten und Tief­gang. Und es wird dar­in auch deut­lich, wie wich­tig eine aner­kann­te recht­li­che Grund­la­ge für Pro­sti­tu­ier­te in Deutsch­land ist. Von mir gibt es 95 von 100 Punk­ten!
Die­se Rezen­si­on von “La Mai­son” (Emma Becker)  stammt von BesD-Mit­glied und Sex­ar­bei­te­rin Angie. Vie­len Dank!