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2. Juni: Hurentag

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20. November: Transgender Day of Remembrance #TDoR

20. November: Transgender Day of Remembrance #TDoR

20. November: Transgender Day of Remembrance #TDoR
Natür­lich habe ich die poli­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik gele­sen und zie­he mei­ne Schlüs­se dar­aus. Und auch wenn es nach wie vor psy­chi­sche und phy­si­sche Gewalt gegen trans* Men­schen gibt, so bil­det die­se Sta­tis­tik nicht die Rea­li­tät ab. Sie ist eine Annä­he­rung an die Rea­li­tät. Wie vie­le Straf­ta­ten gegen trans* Men­schen kom­men gar nicht erst zur Anzei­ge? Oder resul­tie­ren am Ende in einem Urteil? Weil die Opfer einer jeden Gewalt­tat sich aus Angst nicht trau­en Anzei­ge zu erstat­ten? Weil “Mei­ne Partnerin/mein Part­ner meint das nicht so! Sie/Er wird sich ändern”? Die Grün­de der Gewalt gegen Men­schen sind nie­de­re Grün­de. Sie sind alle­samt, gegen wen sie auch gerich­tet sind, abso­lut ver­ach­tungs- und ver­ab­scheu­ungs­wür­dig. Allei­ne der Gedan­ke an “Die Tran­se soll­te man einen Kopf kür­zer machen!” lässt mich erschau­dern. Wie arm­se­lig muss man sein, um sei­ne Weis­heit auf die­se bru­ta­le Denk­wei­se über ande­re zu erhe­ben? Grund­sätz­lich mag ich es über­haupt nicht, wenn Men­schen auf­grund ihrer Her­kunft, ihrer Sexua­li­tät, Schuh­grö­ße oder ande­ren nie­de­ren Din­gen beläs­tigt, belei­digt oder gar ermor­det wer­den. Und eigent­lich ist die­ser Tag eine Auf­lis­tung wert. Namen von trans* Men­schen sol­len gelis­tet wer­den als Zei­chen, dass Trans­pho­bie in unse­rer Gesell­schaft immer noch einen unge­bühr­li­chen Platz hat. Doch heu­te mag ich mich bedan­ken. Bei der Mehr­heit. Wenn es auch nur die stil­le Mehr­heit ist. Men­schen, die uns trans* Men­schen als Arbeit­neh­mer beschäf­ti­gen. Men­schen, die uns als trans* Men­schen ihre Freund­schaft schen­ken, die uns lie­ben und mit denen wir viel­leicht sogar unter dem Zei­chen der #EheFuer­Al­le ver­hei­ra­tet sind. Men­schen, die uns trans* Men­schen vor­be­halt­los anneh­men. Men­schen, die uns trans* Men­schen ein­fach nur als Men­schen anse­hen. Men­schen, die uns trans* Men­schen kei­ne merk­wür­di­gen Fra­gen stel­len. DANKE <3 PS: Der heu­ti­ge Gedenk­tag wur­de von Gwen­d­olyn Ann Smith, einer trans Frau, die als Gra­fik­de­si­gne­rin, Kolum­nis­tin und Akti­vis­tin in San Fran­cis­co arbei­tet, initi­iert. Anlass war der Mord an Rita Hes­ter in All­s­ton (Mas­sa­chu­setts) im Novem­ber 1998. Hes­ter, afro-ame­ri­ka­ni­sche trans Frau, war in ihrer Woh­nung ersto­chen wor­den. Über den Mord gab es nahe­zu kei­ner­lei Bericht­erstat­tung und der Fall gilt bis heu­te als unge­klärt. Smith grün­de­te dar­auf­hin das Inter­net-Pro­jekt „Remem­be­ring Our Dead“, aus dem spä­ter zu Ehren von Rita Hes­ter der inter­na­tio­na­le Trans­gen­der Day of Remem­brance her­vor­ging. Seit­dem wird jedes Jahr am 20. Novem­ber des Todes von Rita Hes­ter und ande­rer Opfer trans­pho­ber Gewalt gedacht. Inzwi­schen ist dar­aus eine Bewe­gung mit welt­wei­ten Aktio­nen gewor­den.
Die­ser Text stammt von der Köl­ner Sex­ar­bei­te­rin Sarah Blu­me, Trans*-Beirätin und IT-Beauf­trag­te beim BesD e.V. Mehr von ihr liest du auf ihrem Blog sarah-blume.de.