Berufsverband-Sexarbeit.de

Berufsverband-Sexarbeit.de

Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

2. Juni: Hurentag

Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

Mehr erfahren

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

Mehr erfahren

Aktionswoche 2026

Aktionswoche 2026

2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

Mehr erfahren

Der Kleine Prinz und die Prostitution

Der Kleine Prinz und die Prostitution

Der Kleine Prinz und die Prostitution
Die­ser Text wur­de uns von unse­rem Mit­glied ©Lady Tan­ja zur Ver­fü­gung gestellt.  www.lady-tanja-hamburg.de Eines Tages kam der klei­ne Prinz auf einen merk­wür­di­gen Pla­ne­ten. Er war ganz in schwarz und rot gehüllt, und sah sehr düs­ter aus. Der klei­ne Prinz fürch­te­te sich ein wenig. Auf einem gro­ßen Thron – eben­falls in schwarz und rot – saß eine Frau. Sie war ganz in Leder geklei­det (natür­lich auch in schwarz), ihre Augen waren mit schwar­zem Kajal geschminkt, die Lip­pen knall­rot, und in der Hand hielt sie einen lan­gen, dün­nen Stock aus Bam­bus. Um sie her­um lagen vie­le merk­wür­dig anmu­ten­de Instru­men­te, deren Bedeu­tung sich dem klei­nen Prin­zen nicht erschloß. Er sah Leder und Stahl, Sei­le, Ket­ten, Pran­ger,  Nadeln, Trich­ter, Mas­ken, Kara­bi­ner und Peit­schen. Es gab auch gro­ße Möbelstücke…ein Bett, ein Kreuz, ein Bock…alles ver­se­hen mit vie­len Ösen und Haken. Die Frau auf ihrem Thron wink­te den klei­nen Prin­zen mit einer her­ab­las­sen­den Ges­te zu sich her­an. Ver­schüch­tert und ängst­lich frag­te der klei­ne Prinz: „Bist Du eine Pro­sti­tu­ier­te?“ „Natür­lich nicht“ ant­wor­te­te die Leder­frau empört. „Ich bin eine Domi­na“. „Was macht eine Domi­na?“ frag­te der klei­ne Prinz. „Ich demü­ti­ge und schla­ge Män­ner“ erklär­te die Domi­na mit har­ter Stim­me. „Män­ner sind mei­ne Skla­ven. Sie krie­chen vor mir und küs­sen mei­ne Stie­fel“. Der klei­ne Prinz war irri­tiert: „War­um machen die Män­ner das?“ „Weil es sie erregt“ ant­wor­te­te die Domi­na unge­dul­dig. „Wenn ich mit der Behand­lung fer­tig bin, dann dür­fen die Skla­ven vor mir kom­men“. Nun war der klei­ne Prinz noch ver­wirr­ter. „Das ist Sex“, rief er aus. „Dann bist Du ja doch eine Pro­sti­tu­ier­te“. Die Domi­na war ver­är­gert. „Nein! Nie­mals“ rief sie. „Pro­sti­tu­ier­te las­sen sich anfas­sen. Sie zei­gen ihre Geschlechts­tei­le und schla­fen mit den Män­nern. Ich hin­ge­gen bin unbe­rühr­bar. Denn ich bin eine Domi­na.“ „Wo fin­de ich denn eine Pro­sti­tu­ier­te?“ wag­te der klei­ne Prinz eine letz­te Fra­ge. „Auf dem Pla­ne­ten dort hin­ten“ sag­te die Domi­na. „Dort, wo es oran­ge und hell leuch­tet“. Der klei­ne Prinz bedank­te sich und ver­ließ den schwarz-roten Pla­ne­ten. Er war froh, der bösen Frau ent­kom­men zu sein und freu­te sich auf den hel­len Pla­ne­ten, auf dem er eine Pro­sti­tu­ier­te fin­den wür­de. Auf dem hell oran­ge leuch­ten­den Pla­ne­ten war es viel wär­mer und schö­ner als bei der Domi­na. Über­all stan­den klei­ne lächeln­de Bud­dha-Sta­tu­en her­um. Es gab vie­le Vasen mit blü­hen­den Orchi­deen, und auf dem gan­zen Pla­ne­ten fla­cker­ten Ker­zen und Tee­lich­ter. Es gab ein­la­dend deko­rier­te Bet­ten, mit schö­nen Stof­fen und Kis­sen. Hier gefiel es dem klei­nen Prin­zen sehr und er hoff­te sehr, nun eine Pro­sti­tu­ier­te zu fin­den. Auf einem der Bet­ten saß eine freund­lich lächeln­de Frau im Lotus­sitz, beklei­det mit einem Kimo­no. Als der klei­ne Prinz näher kam, ver­beug­te sie sich und sag­te „Namas­te“. „Hal­lo“ ant­wor­te­te der klei­ne Prinz. „Bist Du eine Pro­sti­tu­ier­te?“ „Nein“ sag­te die lächeln­de Frau. „Ich bin eine Tan­tra-Mas­seu­rin“. „Was ist eine Tan­tra-Mas­seu­rin?“ frag­te der klei­ne Prinz. Freund­lich, gedul­dig und immer noch lächelnd, sag­te die Kimo­no-Frau: „Tan­tra ist eine Strö­mung inner­halb der indi­schen Phi­lo­so­phie und Reli­gi­on, ent­stan­den als zunächst eso­te­ri­sche Form des Hin­du­is­mus und spä­ter des Bud­dhis­mus. Die Ursprün­ge des Tan­tra begin­nen im 2. Jahr­hun­dert, in vol­ler Aus­prä­gung liegt die Leh­re jedoch frü­hes­tens ab dem 7./8. Jahr­hun­dert vor. Im Bud­dhis­mus ist auch der Begriff Tan­tra­ya­na gebräuch­lich. Das Wort Tan­tra wird manch­mal von der Sans­krit-Wur­zel tan ‚aus­deh­nen‘ abge­lei­tet. Tan­tris­mus bedeu­tet somit auch all­um­fas­sen­des Wis­sen oder Aus­brei­tung des Wis­sens.“ Der klei­ne Prinz ver­stand kein Wort: „und war­um brauchst Du dann das Bett?“ „Auf dem Bett fin­den mei­ne Tan­tra-Mas­sa­gen statt. Das Ziel einer sol­chen Mas­sa­ge ist  eine spi­ri­tu­el­le Erfah­rung und umfasst meist auch die Mas­sa­ge der weib­li­chen bezie­hungs­wei­se männ­li­chen Geschlechts­or­ga­ne, wofür die Bezeich­nun­gen Yoni- und Lingam-Mas­sa­ge ver­wen­det wer­den, sowie die Mas­sa­ge des Anal­be­rei­ches und der Pro­sta­ta.“ sag­te die Tan­tra-Mas­seu­rin. „Das ist Sex“ rief der klei­ne Prinz. „Dann bist Du ja doch eine Pro­sti­tu­ier­te“. „Nein, nie­mals“ ant­wor­te­te die lächeln­de Frau sanft. „Pro­sti­tu­ier­te schla­fen mit den Män­nern. Ich hin­ge­gen mas­sie­re das Geschlechts­teil nach fest­ge­leg­ten Ritua­len. Das ist kei­ne Pro­sti­tu­ti­on“. „Aber wo fin­de ich denn nun eine Pro­sti­tu­ier­te?“ frag­te der klei­ne Prinz ent­täuscht. Die lächeln­de Tan­tra-Mas­seu­rin zeig­te auf einen nahen Pla­ne­ten, der von Fer­ne sehr edel und ele­gant aus­sah. „Dort sind Pro­sti­tu­ier­te“ sag­te sie. Der klei­ne Prinz bedank­te sich und mach­te sich auf den Weg zum nächs­ten Pla­ne­ten. Als der klei­ne Prinz den drit­ten Pla­ne­ten betrat, hör­te  er lei­se klin­gen­de, wun­der­ba­re klas­si­sche Musik. Er sah einen per­fekt gedeck­ten Tisch: Auf dem edlen Tisch­tuch lagen kunst­voll gefal­te­te Stoff­ser­vi­et­ten, es gab polier­tes Sil­ber­be­steck, Por­zel­lan und Kris­tall­glä­ser. Die Frau, die dort saß, trug ein ele­gan­tes Abend­kleid. Schlicht und teu­er zugleich. Ihr Make-up und ihre Fri­sur waren per­fekt, ihre Gar­de­ro­be auch. Mit einer anmu­ti­gen, form­voll­ende­ten Ges­te hob sie das Kris­tall­glas, in dem Cham­pa­gner perl­te. „Bon­jour, mon petit prin­ce“, sag­te sie mit lei­ser, war­mer Stim­me. „Äh, äh, Bon­jour“ stam­mel­te der klei­ne Prinz, ganz hin­ge­ris­sen von die­ser strah­len­den Schön­heit. „Do you want to have a drink with me?“, frag­te die per­fek­te Frau. Der klei­ne Prinz staun­te. Zwei­spra­chig war er bis­her noch nicht emp­fan­gen wor­den. „Wie gehen die Geschäf­te?“ par­lier­te  Mrs. Per­fect wei­ter. Vor­sich­tig näher­te sich der klei­ne Prinz und betrach­te­te vol­ler Stau­nen die­ses Wun­der­we­sen. „Bist Du eine Pro­sti­tu­ier­te?“ frag­te er. „Natür­lich nicht“, sag­te die per­fek­te Frau. „Ich bin eine Escort­da­me“. „Was ist eine Escort­da­me“? frag­te der klei­ne Prinz. „Als Escort­da­me beglei­te ich den sol­ven­ten Geschäfts­mann zum Essen, ins Thea­ter oder in die Oper. Ich habe eine hohe All­ge­mein­bil­dung, spre­che meh­re­re Spra­chen, ken­ne mich sowohl mit Bör­sen­da­ten und Pfer­de­ren­nen wie auch mit den Klas­si­kern der Welt­li­te­ra­tur aus. Ich besu­che Ver­nis­sa­gen und ver­keh­re nur in den teu­ers­ten Hotels. Zur Zeit stu­die­re ich Pol­tik­wis­schen­schaf­ten“. Der klei­ne Prinz war sprach­los. „Aber, aber“ stot­ter­te er, „Du schläfst doch auch mit den Män­nern, oder nicht?“. „Ja“, sag­te die Escort­da­me. „Aber ich bin natür­lich kei­ne Pro­sti­tu­ier­te, son­dern eine ele­gan­te Beglei­te­rin auf hohem Niveau. Das betrifft natür­lich auch mei­nen Stun­den­lohn. Von mir wird weit­aus mehr ver­langt als kunst­vol­le Bett­akro­ba­tik.“ Der klei­ne Prinz kam aus dem Stau­nen gar nicht her­aus. Mrs Per­fect fuhr fort, wäh­rend ihre wei­ßen, geblech­ten Zäh­ne im Ker­zen­schein fun­kel­ten: „Pro­sti­tu­ier­te ver­keh­ren in her­un­ter­ge­kom­me­nen Kaschem­men oder Sex­clubs, ste­hen an Stra­ßen­ecken und bedie­nen die Frei­er für ein Taschen­geld“. Sie zeig­te auf den nächs­ten Pla­ne­ten: „Dort fin­dest Du Pro­sti­tu­ier­te“, sag­te sie und trank noch ein Schlück­chen Cham­pa­gner…