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Frauenrechtskonvention CEDAW empfiehlt Sexkaufverbot?

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Photo by Mat Reding on Unsplash
Eng­lish below Was ist CEDAW und war­um ist es wich­tig für Sexarbeiter*innen? CEDAW steht für “Con­ven­ti­on on the Eli­mi­na­ti­on of All Forms of Dis­cri­mi­na­ti­on Against Women”. Es ist das Über­ein­kom­men der Ver­ein­ten Natio­nen zur Besei­ti­gung jeder Form von Dis­kri­mi­nie­rung der Frau — und damit das wich­tigs­te inter­na­tio­na­le Men­schen­rechts­in­stru­ment für die Rech­te von Frau­en. Der Fokus der Frau­en­rechts­kon­ven­ti­on liegt auf der Errei­chung der Gleich­stel­lung der Geschlech­ter und der Bekämp­fung von Dis­kri­mi­nie­rung welt­weit. Alle Staa­ten, die sich zu der Kon­ven­ti­on bekannt haben, müs­sen dem Aus­schuss regel­mä­ßig Berich­te vor­le­gen und dar­über infor­mie­ren, wie sie CEDAW in ihren Län­dern umset­zen. Es gibt auch trans und männ­li­che Sex­wor­ker, war­um liegt das The­ma bei einer rei­nen Frau­en­rechts­kon­ven­ti­on? Wäh­rend Men­schen aller Geschlech­ter Sex ver­kau­fen, ist die Mehr­heit der Sex­ar­bei­ter weib­lich. Sex­ar­beit wird im Recht und in der Poli­tik daher oft als “Frau­en­rechts­the­ma” betrach­tet, was das CEDAW-Über­ein­kom­men beson­ders wich­tig für uns Sexarbeiter*innen macht. Der Streit um Arti­kel 6 des CEDAW-Über­ein­kom­mens — wor­um geht es? Sexarbeiter*innen wer­den wer­den im CEDAW-Über­ein­kom­men nicht spe­zi­ell ange­spro­chen, aber Arti­kel 6 der Kon­ven­ti­on wird häu­fig in Debat­ten über Sex­ar­beit dis­ku­tiert. Arti­kel 6 besagt: “Die Ver­trags­staa­ten tref­fen alle geeig­ne­ten Maß­nah­men, ein­schließ­lich der Gesetz­ge­bung, um alle For­men des Men­schen­han­dels mit Frau­en und der Aus­beu­tung der Pro­sti­tu­ti­on von Frau­en zu unter­bin­den.” Arti­kel 6 steht damit lei­der der Inter­pre­ta­ti­on offen und trennt nicht klar zwi­schen Men­schen­han­del, Sex­ar­beit zum Zwe­cke der Aus­beu­tung und frei­wil­li­ger Sex­ar­beit. Oft wird von Sexarbeits-Gegner*innen argu­men­tiert, dass es eine kor­rek­te Umset­zung der CEDAW-Richt­li­ni­en wäre, die Nach­fra­ge nach Sex­ar­beit mit­tels Frei­er­be­stra­fung oder ähn­li­chen Model­len zu ver­rin­gern. Aus der Auf­zeich­nung der Dis­kus­sio­nen, die bei der Abfas­sung von CEDAW statt­fan­den, ergibt sich, dass der Begriff “Aus­beu­tung der Pro­sti­tu­ti­on” absicht­lich gewählt wur­de, um ihn von einer Pflicht zur Unter­drü­ckung JEGLICHER Pro­sti­tu­ti­on zu unter­schei­den. Der Begriff “Aus­beu­tung der Pro­sti­tu­ti­on” bleibt jedoch unklar und hat kei­ne ein­heit­li­che Defi­ni­ti­on im Völ­ker­recht. Im Novem­ber 2020 hat das CEDAW Komi­tee die “Gene­ral Recom­men­da­ti­on No. 38”, also eine “all­ge­mei­ne Emp­feh­lung” ver­öf­fent­licht, die sich auf Arti­kel 6 bezieht. In Tei­len der Emp­feh­lun­gen wird erneut nicht zwi­schen Men­schen­han­del und frei­wil­li­ger Sex­ar­beit unter­schie­den . Falls die Mit­glieds­staa­ten ent­schei­den, die­se Emp­feh­lun­gen zuguns­ten des nor­di­schen Modells bezie­hungs­wei­se der Ein­füh­rung von Frei­er­be­stra­fung aus­zu­le­gen, kann das star­ke nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Rech­te von Sex­ar­bei­ten­den welt­weit haben. Um die­se Gefahr zu ban­nen, hat der NSWP Sex­wor­ker-Orga­ni­sa­tio­nen welt­weit dazu auf­ge­ru­fen, der CEDAW zu schrei­ben und eine Kon­kre­ti­sie­rung der ent­spre­chen­den Stel­len zu for­dern. Die Kri­tik bezieht sich dabei in kei­ner Wei­se auf CEDAW all­ge­mein — das Komi­tee hat bereits eini­ge Male gezeigt, dass es die Rech­te von Sexarbeiter*innen ernst nimmt und auch die Kri­mi­na­li­sie­rung von Sex­ar­beit als unver­hält­nis­mä­ßi­ge, nega­ti­ve Aus­wir­kung auf Sexarbeiter*innen ver­ur­teilt.
BRIEF AN CEDAW Re: All­ge­mei­ne Emp­feh­lung Nr. 38 (2020) zum The­ma Men­schen­han­del von Frau­en und Mäd­chen im Kon­text der glo­ba­len Migra­ti­on An das Komi­tee der CEDAW, Wir unter­stüt­zen die Kri­tik, die das Glo­bal Net­work of Sex Work Pro­jects (NSWP) zusam­men mit ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen für die Rech­te von Sex­ar­bei­te­rin­nen an der All­ge­mei­nen Emp­feh­lung Nr. 38 (2020) zum Frau­en- und Mäd­chen­han­del im Kon­text der glo­ba­len Migra­ti­on geäu­ßert hat. Wir hof­fen, dass Sie bestimm­te Aspek­te des in die­ser Emp­feh­lung dar­ge­leg­ten Ansat­zes zur Bekämp­fung des Men­schen­han­dels, die wir in die­ser Stel­lung­nah­me her­vor­he­ben möch­ten, noch ein­mal über­den­ken, Zwang und Men­schen­han­del sind Akte gegen die Mensch­lich­keit, die sank­tio­niert wer­den müs­sen, um die Frei­heit und die Men­schen­rech­te aller Men­schen zu wah­ren. Dies ist ein­deu­tig der Grund für die Ver­öf­fent­li­chung der Emp­feh­lung 38. Der beun­ru­hi­gen­de Teil die­ser Emp­feh­lung ist jedoch die Ver­men­gung von Sex­han­del und Sex­ar­beit im gesam­ten Doku­ment. Es wird kein Unter­schied zwi­schen erzwun­ge­ner und nicht erzwun­ge­ner Teil­nah­me an kom­mer­zi­el­lem Sex gemacht. Es wird ledig­lich der Begriff “Aus­beu­tung der Pro­sti­tu­ti­on von Frau­en” ver­wen­det, was ein Ver­ständ­nis von kom­mer­zi­el­lem Sex als immer unter Zwang statt­fin­dend impli­ziert. Eine sol­che Annah­me führt zur Umset­zung von Geset­zen, die für Frau­en, die an kom­mer­zi­el­lem Sex betei­ligt sind, schäd­lich sind, unab­hän­gig davon, ob sie sich in Situa­tio­nen befin­den, in denen sie von Drit­ten gezwun­gen wer­den oder nicht. Die Grund­la­ge für Ihre Emp­feh­lung, wie sie im Abschnitt “Recht­li­cher Rah­men” dar­ge­legt wird, ist der Wort­laut von Arti­kel 8 der Erklä­rung der Ver­ein­ten Natio­nen zur Besei­ti­gung der Dis­kri­mi­nie­rung der Frau von 1967, in dem es heißt: “Alle geeig­ne­ten Maß­nah­men, ein­schließ­lich der Gesetz­ge­bung, sind zu tref­fen, um alle For­men des Frau­en­han­dels und der Aus­beu­tung der Pro­sti­tu­ti­on von Frau­en zu bekämp­fen.” Dies ist eine höchst pro­ble­ma­ti­sche Bestim­mung, da der Gel­tungs­be­reich von “alle geeig­ne­ten Maß­nah­men” nicht klar defi­niert ist und Geset­ze ein­schlie­ßen könn­te, die für alle an kom­mer­zi­el­lem Sex Betei­lig­ten nach­tei­lig sind, auch wenn sie sich nicht in einer erzwun­ge­nen Situa­ti­on (ein­schließ­lich Men­schen­han­del) befin­den. Wenn nicht zwi­schen Sex­han­del und Sex­ar­beit unter­schie­den wird, kön­nen spe­zi­fi­sche Emp­feh­lun­gen wie die unter den fol­gen­den Punk­ten die Umset­zung von Geset­zen, die Frei­er von Sexarbeiter*innen kri­mi­na­li­sie­ren, zur Fol­ge haben: 61: Ent­mu­ti­gen Sie die Nach­fra­ge, die die Aus­beu­tung der Pro­sti­tu­ti­on för­dert und zu Men­schen­han­del führt. 63: Ver­hin­de­rung und Bekämp­fung von Men­schen­han­del in allen Geschäfts­be­rei­chen, im öffent­li­chen Beschaf­fungs­we­sen und in den Lie­fer­ket­ten von Unter­neh­men durch: (a) Unter­su­chung, straf­recht­li­che Ver­fol­gung und Ver­ur­tei­lung aller am Men­schen­han­del betei­lig­ten Täter, ein­schließ­lich der­je­ni­gen auf der Nach­fra­ge­sei­te. Die Dul­dung von Maß­nah­men, die unse­re Kund*innen kri­mi­na­li­sie­ren, wird die Situa­ti­on der­je­ni­gen, die kom­mer­zi­el­len Sex anbie­ten, nur ver­schlech­tern. In Abschnitt 9 der Emp­feh­lung heißt es: “Die Haupt­ver­pflich­tung der Ver­trags­staa­ten besteht dar­in, den Men­schen­han­del in einer Wei­se anzu­ge­hen, die die Men­schen­rech­te von Per­so­nen, ins­be­son­de­re von Rand­grup­pen, respek­tiert, schützt und erfüllt, wie sie in den zen­tra­len Men­schen­rechts­ver­trä­gen der Ver­ein­ten Natio­nen auf der Grund­la­ge der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te fest­ge­legt sind.” Maß­nah­men wie sol­che zur Been­di­gung der Nach­fra­ge, die zu gefähr­li­che­ren Umstän­den für Frau­en, die in kom­mer­zi­el­len Sex invol­viert sind, füh­ren, wider­spre­chen letzt­lich die­ser Ver­pflich­tung. Aus unse­rer eige­nen Erfah­rung als Sexarbeiter*innen ist die Gesetz­ge­bung zur “Been­di­gung der Nach­fra­ge”, wie sie in der Emp­feh­lung 38 impli­zit unter­stützt wird, kein men­schen­rechts­ba­sier­ter Ansatz zur Redu­zie­rung des Frau­en- und Mäd­chen­han­dels. Als die größ­te euro­päi­sche Orga­ni­sa­ti­on für die Rech­te von Sexarbeiter*innen, die für die Rech­te von Sexarbeiter*innen in Deutsch­land und für eine men­schen­rechts­ba­sier­te Gesetz­ge­bung für alle, die mit kom­mer­zi­el­lem Sex zu tun haben, kämpft, beto­nen wir, dass eine Kri­mi­na­li­sie­rung der Nach­fra­ge nach kom­mer­zi­el­lem Sex kei­ne posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen für die­je­ni­gen hat, die an der Bereit­stel­lung von kom­mer­zi­el­lem Sex betei­ligt sind. Eine Gesetz­ge­bung, die dar­auf abzielt, die Nach­fra­ge zu been­den, zielt ein­deu­tig dar­auf ab, kom­mer­zi­el­len Sex zu unter­drü­cken und letzt­lich los­zu­wer­den, anstatt die Situa­ti­on der Betei­lig­ten zu ver­bes­sern, unab­hän­gig davon, ob sie gezwun­gen wur­den oder nicht. Eine sol­che Gesetz­ge­bung wird nicht nur dar­an schei­tern, kom­mer­zi­el­len Sex tat­säch­lich abzu­schaf­fen, son­dern führt nur dazu, dass kom­mer­zi­el­ler Sex unter noch gefähr­li­che­ren und pre­kä­re­ren Umstän­den für alle Betei­lig­ten fort­ge­setzt wird. Dar­über hin­aus basiert eine Gesetz­ge­bung, die sich dar­auf kon­zen­triert, die Nach­fra­ge nach kom­mer­zi­el­lem Sex zu been­den, auf der Annah­me, dass alle Men­schen, die kom­mer­zi­el­len Sex anbie­ten, Opfer von Zwang sind und nicht in der Lage sind, Auto­no­mie über ihren Kör­per zu erlan­gen. Die Leug­nung der Mög­lich­keit von Auto­no­mie bei kom­mer­zi­el­lem Sex spie­gelt sich, wie oben betont, in der Ver­qui­ckung von Men­schen­han­del und kom­mer­zi­el­ler Sex­ar­beit wider. Die­se Leug­nung führt zu einer Gesetz­ge­bung, die kon­tra­pro­duk­tiv zum pro­kla­mier­ten Ziel der Emp­feh­lung 38 ist, die Men­schen­rech­te von Frau­en und Mäd­chen zu för­dern. Die Kri­mi­na­li­sie­rung der Nach­fra­ge nach kom­mer­zi­el­lem Sex zwingt Anbieter*innen dazu, unter ris­kan­ten Bedin­gun­gen zu arbei­ten, in denen die Wahr­schein­lich­keit von Gewalt und Armut steigt. In Deutsch­land ist ein gro­ßer Teil der Beschäf­tig­ten in der Sex­in­dus­trie Migrant*innen, die bereits auf­grund ihres Migra­ti­ons­sta­tus mit Her­aus­for­de­run­gen und Nach­tei­len kon­fron­tiert sind. Sie bie­ten Sex gegen Geld an, um zu über­le­ben und wer­den dies auch wei­ter­hin unter allen (il)legalen Bedin­gun­gen tun. Die Kri­mi­na­li­sie­rung der Nach­fra­ge wird es ihnen nur erschwe­ren, ihren Lebens­un­ter­halt zu ver­die­nen und sie wei­ter in den Unter­grund drän­gen, weg von jeder Mög­lich­keit, Hil­fe bei Behör­den oder Bera­tungs­stel­len zu suchen. Anstatt “die Nach­fra­ge, die die Aus­beu­tung der Pro­sti­tu­ti­on för­dert, zu ent­mu­ti­gen”, wie es in Punkt 61 heißt, ist es effek­ti­ver, die Staa­ten zu ermu­ti­gen, Migrant*innen mehr Rech­te ein­zu­räu­men, damit die­je­ni­gen, die sich in den mar­gi­na­li­sier­tes­ten und pre­kärs­ten Ver­hält­nis­sen befin­den, bes­ser in der Lage sind, Hil­fe zu suchen —  ins­be­son­de­re wenn sie gehan­delt oder zum kom­mer­zi­el­len Sex gezwun­gen wur­den. Daher for­dert der BesD im Ein­klang mit ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen für die Rech­te von Sex­ar­bei­te­rin­nen welt­weit die CEDAW auf, die Punk­te in der Emp­feh­lung 38 zu strei­chen, die dar­auf abzie­len, die Nach­fra­ge nach kom­mer­zi­el­lem Sex zu kri­mi­na­li­sie­ren, und statt­des­sen die Punk­te zu beto­nen, die einen men­schen­rechts­ba­sier­ten Ansatz zur Bekämp­fung des Han­dels mit Frau­en und Mäd­chen för­dern.

“A problematic proposal” — BesD statement on CEDAW recommendation

  What is CEDAW and why is it important for sex work? CEDAW is the United Nation’s “Con­ven­ti­on on the Eli­mi­na­ti­on of Dis­cri­mi­na­ti­on Against Women” —  making it the most important inter­na­tio­nal human rights instru­ment for women’s rights. The focus of CEDAW lies on achie­ving gen­der equa­li­ty and com­ba­ting dis­cri­mi­na­ti­on against women and girls world­wi­de. All sta­tes that have com­mit­ted to the con­ven­ti­on are requi­red to sub­mit regu­lar reports to the convention’s com­mit­tee and requi­red to pro­vi­de infor­ma­ti­on on how they are imple­men­ting CEDAW in their count­ries. The­re are also trans and male sex workers, why is sex­work the sub­ject of a women’s rights con­ven­ti­on? While peo­p­le of all gen­ders sell sex, the majo­ri­ty of sex workers are fema­le. Sex work is the­r­e­fo­re often con­side­red a “women’s rights” issue in law and poli­cy, which makes the CEDAW Con­ven­ti­on par­ti­cu­lar­ly important for us sex workers*. The dis­pu­te over the infa­mous Artic­le 6 of the CEDAW Con­ven­ti­on — what is it about? While sex workers* are not spe­ci­fi­cal­ly addres­sed in the CEDAW Con­ven­ti­on, the Artic­le 6 of the Con­ven­ti­on is often dis­cus­sed in deba­tes about sex work. Artic­le 6 sta­tes, “Sta­tes Par­ties shall take all appro­pria­te mea­su­res, inclu­ding legis­la­ti­on, to pre­vent all forms of traf­fi­cking in women and explo­ita­ti­on of pro­sti­tu­ti­on of women.” Unfort­u­na­te­ly, this wor­ding lea­ves Artic­le 6 open to inter­pre­ta­ti­on and does not cle­ar­ly distin­gu­ish bet­ween traf­fi­cking, sex work for explo­ita­ti­on, and vol­un­t­a­ry sex work. It is often argued by sex work oppon­ents, that a cor­rect imple­men­ta­ti­on of the CEDAW gui­de­lines demands the sta­tes to redu­ce the demand for sex work through punish­ment of cli­ents or simi­lar models. From the recor­ding of dis­cus­sions that took place during the draf­ting of CEDAW, it is clear that the term “explo­ita­ti­on of pro­sti­tu­ti­on” was inten­tio­nal­ly cho­sen —  to in fact distin­gu­ish it from a duty to sup­press ALL pro­sti­tu­ti­on. Howe­ver, the term “explo­ita­ti­on of pro­sti­tu­ti­on” remains ambi­guous and is not uni­form­ly defi­ned by inter­na­tio­nal law. In Novem­ber 2020, the CEDAW Com­mit­tee published a “Gene­ral Recom­men­da­ti­on No. 38,” which refers to Artic­le 6. Parts of this recom­men­da­ti­on again do not distin­gu­ish bet­ween traf­fi­cking and vol­un­t­a­ry sex work. If sta­tes deci­de to inter­pret this recom­men­da­ti­on in favor of the Nor­dic Model or the intro­duc­tion of punish­ment for cli­ents, this may have a strong nega­ti­ve impact on the rights of sex workers world­wi­de. To address this dan­ger, NSWP has cal­led on all sex worker orga­niza­ti­ons to wri­te to CEDAW — and to demand that the rele­vant sen­ten­ces are for­mu­la­ted in a more spe­ci­fic way. This cri­ti­cism is in no way rela­ted to CEDAW in gene­ral — the com­mit­tee has alre­a­dy shown seve­ral times that it takes the rights of sex workers serious­ly and also con­demns the cri­mi­na­liza­ti­on of sex work as having a dis­pro­por­tio­na­te, nega­ti­ve impact on sex workers.  
LETTER TO CEDAW Re: Gene­ral recom­men­da­ti­on No. 38 (2020) on traf­fi­cking in women and girls in the con­text of glo­bal migra­ti­on To the Com­mit­tee on the Eli­mi­na­ti­on of Dis­cri­mi­na­ti­on against Women, We are in sup­port of the cri­tique put forth by the Glo­bal Net­work of Sex Work Pro­jects (NSWP), tog­e­ther with other sex worker rights orga­niza­ti­ons, of the Gene­ral recom­men­da­ti­on No. 38 (2020) on traf­fi­cking in women and girls in the con­text of glo­bal migra­ti­on. We the­r­e­fo­re hope your are wil­ling to recon­sider aspects put forth in this recom­men­da­ti­on, espe­ci­al­ly on the approach of adres­sing traf­fi­cking. Coer­ci­on and traf­fi­cking of humans are acts against huma­ni­ty that must be sanc­tion­ed in order to uphold the free­dom and human rights of all peo­p­le. We can cle­ar­ly see this has been the moti­va­ti­on behind the publi­ca­ti­on of Recom­men­da­ti­on 38 and we who­le­he­ar­ted­ly sup­port that goal. Howe­ver, we are very con­cer­ned with the con­fla­ti­on of sex traf­fi­cking and sex work taking place throug­hout your state­ment. Unfort­u­na­te­ly, the­re is no distinc­tion being made bet­ween coer­ced and non-coer­ced par­ti­ci­pa­ti­on in com­mer­cial sex. Only the term “explo­ita­ti­on of the pro­sti­tu­ti­on of women” is used. The impli­ca­ti­on, that com­mer­cial sex is always taking place under coer­ci­on, may well result in the imple­men­ta­ti­on of legis­la­ti­on that is harmful to all women invol­ved in com­mer­cial sex —  whe­ther they are in situa­tions of coer­ci­on by third par­ties or not. The basis you sta­ted for the recom­men­da­ti­on in the sec­tion “Legal Frame­work” takes the wor­ding of Artic­le 8 of the 1967 United Nati­ons Decla­ra­ti­on on the Eli­mi­na­ti­on of Dis­cri­mi­na­ti­on against Women: “All appro­pria­te mea­su­res, inclu­ding legis­la­ti­on, shall be taken to com­bat all forms of traf­fic in women and explo­ita­ti­on of pro­sti­tu­ti­on of women.” From our stand­point as sex­wor­kers this is a high­ly pro­ble­ma­tic state­ment, becau­se the scope of “all appro­pria­te mea­su­res” is not cle­ar­ly defi­ned. Tho­se mea­su­res could well include laws, that are detri­men­tal to all tho­se invol­ved in com­mer­cial sex, even if they are not in coer­ced (inclu­ding traf­fi­cked) cir­cum­s­tances. When sex traf­fi­cking and sex work are not dif­fe­ren­tia­ted, then spe­ci­fic recom­men­da­ti­ons such as the ones lis­ted in points 61: Dis­cou­ra­ge the demand that fos­ters explo­ita­ti­on of pro­sti­tu­ti­on and leads to human traf­fi­cking and 63: Pre­vent and address Traf­fi­cking in all busi­ness ope­ra­ti­ons, public pro­cu­re­ment, and cor­po­ra­te sup­p­ly chains by: (a) Inves­ti­ga­te, pro­se­cu­te and con­vict all per­pe­tra­tors invol­ved in the traf­fi­cking of per­sons, inclu­ding tho­se on the demand side can result in the imple­men­ta­ti­on of legis­la­ti­on that cri­mi­na­li­zes the cli­ents of sex workers. Con­do­ning such mea­su­res will only wor­sen the cir­cum­s­tances of all tho­se who sup­p­ly com­mer­cial sex. Sec­tion 9 of the Recom­men­da­ti­on sta­tes that: “The Sta­tes par­ties’ pri­ma­ry obli­ga­ti­on is to address traf­fi­cking in a way that respects, pro­tects and ful­fils the human rights of per­sons, par­ti­cu­lar­ly of mar­gi­na­li­zed groups, as set out in the core United Nati­ons human rights trea­ties, dra­wing from the Uni­ver­sal Decla­ra­ti­on of Human Rights.Mea­su­res that lead to more dan­ge­rous cir­cum­s­tances for women invol­ved in com­mer­cial sex, such as tho­se to end demand, ulti­m­ate­ly con­tra­dict this obli­ga­ti­on. From our own expe­ri­ence as sex workers, “end demand” legis­la­ti­on, as impli­cit­ly sup­port­ed by Recom­men­da­ti­on 38, is not a human rights-based approach to redu­cing traf­fi­cking in women and girls. As the big­gest euro­pean sex worker rights orga­niza­ti­on, fight­ing for the rights of sex workers in Ger­ma­ny and for human rights-based legis­la­ti­on for all tho­se invol­ved in com­mer­cial sex, we empha­si­ze that the­re are no posi­ti­ve effects of cri­mi­na­li­zing the demand for com­mer­cial sex for tho­se invol­ved in sup­p­ly­ing com­mer­cial sex. Legis­la­ti­on aiming to end demand is cle­ar­ly about sup­pres­sing and ulti­m­ate­ly get­ting rid of com­mer­cial sex, rather than impro­ving the situa­ti­on of tho­se invol­ved, whe­ther they have been coer­ced or not. Such legis­la­ti­on will not only fail to actual­ly get rid of com­mer­cial sex, it also results in the con­ti­nua­tion of com­mer­cial sex under more peri­lous and pre­ca­rious cir­cum­s­tances for all tho­se invol­ved. Fur­ther­mo­re, legis­la­ti­on focu­sed on ending demand for com­mer­cial sex is based on the pre­sump­ti­on that all peo­p­le who sup­p­ly com­mer­cial sex are vic­tims of coer­ci­on and unable to assert auto­no­my over their bodies. Deny­ing the pos­si­bi­li­ty of auto­no­my in com­mer­cial sex is reflec­ted in the con­fla­ti­on of sex traf­fi­cking and com­mer­cial sex, as empha­si­zed abo­ve. This deni­al results in legis­la­ti­on that is coun­ter-pro­duc­ti­ve to the pro­clai­med goal of Recom­men­da­ti­on 38, which is to pro­mo­te the human rights of women and girls. Cri­mi­na­li­zing demand for com­mer­cial sex forces pro­vi­ders to work under ris­ky con­di­ti­ons in which the likeli­hood of vio­lence and pover­ty increa­ses. In Ger­ma­ny, a lar­ge pro­por­ti­on of workers in the sex indus­try are migrant women who alre­a­dy face chal­lenges and dis­ad­van­ta­ges due to their migrant sta­tus. They pro­vi­de sex for money as a way of sur­vi­ving and will con­ti­nue to do so under all (il)legal con­di­ti­ons. Cri­mi­na­li­zing demand will only make it more dif­fi­cult for them to earn a living and oppress them fur­ther under­ground, away from any pos­si­bi­li­ty of see­king help from aut­ho­ri­ties or coun­sel­ling ser­vices. Ins­tead of “dis­cou­ra­ging the demand that fos­ters explo­ita­ti­on of pro­sti­tu­ti­on” as sta­ted in point 61, we belie­ve it much more effec­ti­ve to encou­ra­ge Sta­tes to afford more rights to migrants, so that tho­se in the most mar­gi­na­li­zed and pre­ca­rious cir­cum­s­tances are bet­ter able to seek help — espe­ci­al­ly if they have been traf­fi­cked or coer­ced into com­mer­cial sex. The­r­e­fo­re the BesD e.V., in uni­son with other sex worker rights orga­niza­ti­ons across the world, urges CEDAW to remo­ve tho­se points in Recom­men­da­ti­on 38, that imply the need or aim to cri­mi­na­li­ze the demand for com­mer­cial sex and to ins­tead empha­si­ze the points that pro­mo­te a human rights-based approach to com­ba­ting the traf­fi­cking of women and girls.