Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Home is where I lay my head: Sexarbeit als digitale Nomadin

Home is where I lay my head: Sexarbeit als digitale Nomadin

Home is where I lay my head: Sexarbeit als digitale Nomadin
In den Köp­fen man­cher Men­schen exis­tiert Sex­ar­beit ent­we­der “aus­ge­beu­tet auf dem Stra­ßen­strich”, oder als “Edel-Escort im tota­len Luxus”. Das ist falsch. Es gibt soviel dazwi­schen, das kön­nen sich vie­le gar nicht vor­stel­len.

Ich passé in keine der Schubladen, in die uns Sexarbeitsgegner*innen stecken wollen. Und es ist wichtig, nicht nur in Schubladen zu denken.

Ich lebe cir­ca sechs Mona­te im Jahr als “digi­ta­ler Noma­de” in mei­nem Wohn­mo­bil. Arbei­te online, das heißt ich mache Online-Sex­ar­beit in Form von Tele­fon­er­zie­hun­gen, Fern­er­zie­hun­gen. Ich bear­bei­te mei­ne Fetisch-Fil­me und stel­le sie online zum Ver­kauf. Mei­ne Kun­den wäh­le ich aus. Es sind nur weni­ge, die in den ande­ren sechs Mona­ten wo ich rea­le Tref­fen anbie­te, mei­ne Erzie­hung genie­ßen dür­fen. So sichern mir mei­ne treu­en Kun­den und mei­ne Online-Arbeit den Lebens­un­ter­halt. Ich lebe kein Luxus­le­ben in dem Sin­ne, dass ich reich wäre. Ich lebe zufrie­den. Wer mona­te­lang auf engs­tem Raum glück­lich lebt, der braucht auch in sei­nem “Zuhau­se” kei­ne gro­ßen, teu­ren Räu­me mehr. Ich berei­se fer­ne Län­der, wache an inter­es­san­ten Orten auf, genie­ße fri­sche Luft, ganz wich­tig für mein Wohl­be­fin­den.

Mein Reichtum ist meine Freiheit, so zu leben wie ich möchte.

“No news, no poli­tics” lau­tet mein Mot­to unter­wegs. Und die­sen Medi­en-Detox zie­he ich kon­se­quent durch. Mit Aus­nah­men: Ich bin seit 2014 Mit­glied beim BESD — und Sex­work-Akti­vis­mus klappt auch aus dem Wohn­mo­bil gut, genau­so wie z.B. Zoom-Work­shops! Dank schnel­ler Inter­net­ver­bin­dung über­all im Aus­land, bin ich dabei und bleib  auch unter­wegs in Kon­takt und Aus­tausch mit ande­ren Men­schen aus der Sex­work-Bran­che. Ich möch­te über die Viel­schich­tig­keit von Sex­work berich­ten. Und auch ande­ren Sex­ar­bei­ten­den Mut machen.

Schaut über den eigenen Tellerrand. Das Leben hat so viel mehr zu bieten. Traut euch anders zu sein.😉


Die­ser Bei­trag stammt von Sex­ar­bei­te­rin und BesD-Mit­glied Madame Ellen und wur­de zuerst in leicht ande­rer Form in ihrem Blog (Alters­ve­ri­fi­ka­ti­on not­wen­dig) ver­öf­fent­licht.  Hier liest Du mehr über sie!