Berufsverband-Sexarbeit.de

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2. Juni: Hurentag

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Aktionswoche 2026

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Berufsverband kritisiert Frauen Union – Leitantrag für Prostitution geht am Thema vorbei

Berufsverband kritisiert Frauen Union – Leitantrag für Prostitution geht am Thema vorbei

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Posi­tio­nen nam­haf­ter Orga­ni­sa­tio­nen gegen ein Sexkauf­ver­bot  Inner­halb der CDU/CSU wur­de das hoch­bri­san­te The­ma Pro­sti­tu­ti­on an deren Frau­en­ab­tei­lung abge­ge­ben. Die Frau­en Uni­on hat schon im Jah­re 2020 gefor­dert: „Sexkauf von Frei­ern ist unter Stra­fe zu stel­len.“ Am heu­ti­gen Sonn­tag wird dazu ein Leit­an­trag erar­bei­tet. Der Bun­des­de­le­gier­ten­tag der Frau­en Uni­on legt dabei einen Schwer­punkt auf die Per­spek­ti­ve: „Frau­en in der Pro­sti­tu­ti­on – ent­wür­digt und zur Ware degra­diert“. Wir als Berufs­ver­band für Sex­ar­bei­ten­de hal­ten das Sexkauf­ver­bot für nicht ziel­füh­rend. Wir sehen dar­in einen Wunsch nach einer ein­fa­chen Lösung für ein hoch­kom­ple­xes The­men­feld. Eine not­wen­di­ge Aus­ein­an­der­set­zung mit den wirk­li­chen Pro­ble­men fin­det nicht statt. Zur Begrün­dung für den Erfolg des Sexkauf­ver­bo­tes gibt es kei­ne wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en. Schick­sa­le ein­zel­ner Sex­ar­bei­te­rin­nen wer­den nicht auf Ursa­chen und indi­vi­du­el­le Hilfs­an­sät­ze unter­sucht, son­dern pau­schal als Maß­ga­be für die kom­plet­te Bran­che genom­men. In der Sex­ar­beit spie­gelt sich ana­log zu ande­ren Berei­chen der Gesell­schaft das Ungleich­ge­wicht zwi­schen den Geschlech­tern sowie migran­ti­schen Arbeiter*innen wie­der. Hier zu kri­mi­na­li­sie­ren bedeu­tet, die Arbeits­be­din­gun­gen des poten­zi­ell mar­gi­na­li­sier­ten Kli­en­tels noch mehr zu ver­schlech­tern.  Umstiegs­pro­gram­me für Sex­ar­bei­ten­de mit dem Wunsch, sich beruf­lich zu ver­än­dern, sind wich­tig, aber dafür braucht es kein Sexkauf­ver­bot. Im Fol­gen­den fin­den sich Posi­tio­nie­run­gen wei­te­rer Orga­ni­sa­tio­nen gegen ein Sexkauf­ver­bot bzw. das nor­di­sche Modell:   Deut­sche-Aids­hil­fe „Inter­na­tio­na­le Stu­di­en und Erfah­run­gen in Län­dern wie Schwe­den und Frank­reich zei­gen: Jede Form der Kri­mi­na­li­sie­rung von Pro­sti­tu­ti­on schützt die Sexarbeiter_innen nicht, son­dern erhöht das Risi­ko, dass sie Opfer von Gewalt oder ande­ren Straf­ta­ten wer­den und sich sexu­ell über­trag­ba­re Infek­tio­nen zuzu­zie­hen.“ https://www.aidshilfe.de/sexkaufverbot-verhindern-unterstuetzung-statt-nordisches-modell    bufas e.V. (Bünd­nis d. Fach­be­ra­tungs­stel­len f. Sex­ar­bei­te­rin­nen u. Sex­ar­bei­ter) „… es wird häu­fig dar­ge­stellt, dass das Sexkauf­ver­bot kei­ne nega­ti­ven Kon­se­quen­zen für Sexarbeiter*innen habe, oder deren Situa­ti­on sogar noch ver­bes­se­re. Dage­gen posi­tio­niert sich der Bufas ent­schie­den. Auch inner­halb Deutsch­lands hat man durch restrik­ti­ve Ver­ord­nun­gen (…) nicht die Pro­sti­tu­ti­on und die Nach­fra­ge vor Ort ver­hin­dert, son­dern ledig­lich bewirkt, dass die Arbeits­be­din­gun­gen sich ver­schlech­tern und die Vul­nerabi­li­tät durch Abhän­gig­keits­ver­hält­nis­se und Aus­beu­tung erhöht wer­den.“ http://www.bufas.net/stellungnahme-zu-den-politischen-forderungen-zur-einfuehrung-des-sexkaufverbots-in-deutschland/    Dt. Insti­tut für Men­schen­rech­te „Die­ses sehr sicht­ba­re und daher gut kon­trol­lier­ba­re Seg­ment [der Stra­ßen­pro­sti­tu­ti­on] wird weni­ger. Ob auch das gesam­te Aus­maß von Pro­sti­tu­ti­on durch ein Ver­bot abnimmt oder ob ledig­lich eine Ver­drän­gung in ande­re, weni­ger sicht­ba­re Berei­che der Pro­sti­tu­ti­on statt­fin­det, ist umstrit­ten. Aus men­schen­recht­li­cher Per­spek­ti­ve ent­schei­den­der ist, dass die­se For­schung deut­lich uner­wünsch­te Fol­gen einer Ver­bots­lö­sung zeigt, näm­lich ein erhöh­tes Risi­ko sexu­ell über­trag­ba­rer Erkran­kun­gen sowie von Gewalt­er­fah­run­gen. Men­schen­han­del nimmt dadurch nicht ab.“ https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen/detail/prostitution-und-sexkaufverbot    Dia­ko­nie Deutsch­land „Ver­bo­te ver­hin­dern weder Pro­sti­tu­ti­on, noch däm­men sie ihre nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen ein. Wo tat­säch­lich Zwang und Gewalt eine Rol­le spie­len, bie­ten Ver­bo­te kei­nen Schutz. Für die Wirk­sam­keit des Nor­di­schen Modells gibt es kei­ne siche­ren Bele­ge.“ https://www.diakonie.de/pressemeldungen/diakonie-fuer-mehr-unterstuetzung-statt-sexkaufverbot    Deut­sche STI Gesell­schaft „In Nord­ir­land wur­den Daten von der Queen’s Uni­ver­si­ty Bel­fast vor und nach der Ein­füh­rung eines Sexkauf­ver­bots erho­ben und erlau­ben somit einen Ver­gleich. Nach Ein­füh­rung des so genann­ten Sexkauf­ver­bots waren weder eine Reduk­ti­on der Nach­fra­ge noch der Anzahl von Sex­ar­bei­ten­den zu beob­ach­ten; auch ein Ein­fluss auf die Zah­len von Men­schen­han­del zum Zwe­cke der sexu­el­len Aus­beu­tung war nicht fest­stell­bar.“ https://www.stiftung-gssg.org/wp-content/uploads/2021/03/Statement-DSTIG-Doku-3SAT_210322_GS.pdf    Amnes­ty Inter­na­tio­nal erklärt, war­um die Ent­kri­mi­na­li­sie­rung der Sex­ar­beit wich­tig ist: „Wenn nicht nur ihre Tätig­keit, son­dern auch ihr Arbeits­um­feld ent­kri­mi­na­li­siert ist, gibt das den oft mar­gi­na­li­sier­ten und abhän­gi­gen Men­schen im Sex­ge­wer­be mehr Mög­lich­kei­ten, unab­hän­gig zu arbei­ten, sich zu orga­ni­sie­ren und sich sel­ber für ihre Rech­te zu weh­ren.“ https://www.amnesty.ch/de/themen/frauenrechte/dok/2015/warum-amnesty-die-prostitution-entkriminalisieren-will   Hier fin­den Sie die­se Pres­se­mit­tei­lung als PDF.  
Ansprech­per­son Johan­na Weber poli­ti­sche Spre­che­rin des BesD e.V. 0151 — 1751 9771  
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