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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Aufregung im Bundestag — warum die CDU vorzeitig auf ein Sexkaufverbot drängt

Aufregung im Bundestag — warum die CDU vorzeitig auf ein Sexkaufverbot drängt

Aufregung im Bundestag  — warum die CDU vorzeitig auf ein Sexkaufverbot drängt
Pres­se­mit­tei­lung des Berufs­ver­ban­des ero­ti­sche und sexu­el­le Dienst­leis­tun­gen vom 21.02.2024 (PDF-Ver­si­on).  Lie­be Pressevertreter*innen, Lie­be Politiker*innen, Lie­be Mit­glie­der und Inter­es­sier­te am The­ma Sex­ar­beit, seit Juli 2022 wird die aktu­el­le Gesetz­ge­bung zum Umgang mit Prostitution/Sexarbeit unter­sucht. Das Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­ri­um hat die Eva­lua­ti­on des aktu­ell gül­ti­gen Pro­sti­tu­ier­ten­schutz­ge­set­zes (Pro­st­SchG) initi­iert, um die Erfül­lung des­sen Ziel­set­zun­gen zu über­prü­fen. In einer lang­jäh­ri­gen Aus­wer­tung wer­den tau­sen­de Betrof­fe­ne inter­viewt und die Anwen­dungs­pra­xis hin­ter­fragt. Noch nie­mals gab es eine so umfang­rei­che Unter­su­chung der Prostitution/Sexarbeit in Euro­pa. Die Ergeb­nis­se wer­den siche­re Aus­künf­te über das Umfeld und die psy­chi­sche sowie phy­si­sche Gesund­heit von Sex­ar­bei­ten­den unter der aktu­el­len deut­schen Gesetz­ge­bung lie­fern und im Juli nächs­ten Jah­res dem Bun­des­tag vor­ge­legt. Schau­en Sie hier. Aber war­um drängt die CDU/CSU das The­ma schon am 23. Febru­ar 2024 in den Bun­des­tag? Die Ant­wort ist so ein­fach wie offen­sicht­lich: Die Ergeb­nis­se der Eva­lua­ti­on wer­den viel­schich­ti­ge Pro­blem­la­gen in der Sex­ar­beit auf­zei­gen, wel­che durch eine Über­ar­bei­tung des Pro­st­SchG gelöst wer­den kön­nen, nicht aber durch Ver­bo­te.
Denn wenn man Betrof­fe­ne fragt, wird man fol­gen­des Ergeb­nis bekom­men: Sex­ar­bei­ten­de sehen in einer Ille­ga­li­sie­rung ihrer Arbeit kei­ne sinn­vol­le Lö­sung für ihre Pro­ble­me in der Pro­sti­tu­ti­on. Auch nicht, wenn es sich um eine antei­li­ge Ille­ga­li­sie­rung han­delt. Eben­so sieht es auch das Bünd­nis der Fach­be­ra­tungs­stel­len für Sex­ar­bei­ten­de: Quel­le. Seit dem Vor­stoß der CDU/CSU ver­zeich­net unser Ver­band eine Ver­vier­fa­chung des Mit­glie­der­zu­wach­ses sowie täg­lich Nach­rich­ten von besorg­ten Sex­ar­bei­ten­den, die Angst um ihre Exis­tenz haben. Aber was soll der Gesetz­ge­ber tun gegen die Kri­mi­na­li­tät in der Pro­sti­tu­ti­on? Die Ant­wort ist wesent­lich kom­ple­xer als es auf den ers­ten Blick ersicht­lich ist. Eines ist aber heu­te schon sicher: Das ein­fach gedach­te und popu­lis­ti­sche Sexkauf­ver­bot ver­schlim­mert nur das Leid der Betrof­fe­nen. Denn wuss­ten Sie schon…?

Fakt 1

Stu­di­en haben bewie­sen, dass in Schwe­den die Rate der sexu­ell über­trag­ba­ren Krank­hei­ten seit dem Sexkauf­ver­bot dra­ma­tisch ange­stie­gen ist. War­um? Wenn Sex­ar­bei­ten­de nicht mehr in geschütz­ten Räu­men arbei­ten dür­fen (son­dern z.B. in Wald­stü­cken), die Anbah­nung auf­grund der dro­hen­den Straf­ver­fol­gung in aller Eile statt­fin­den muss und einem sowie­so nur noch Kun­den blei­ben, die es „mit dem Gesetz nicht so genau neh­men“, dann ist die Fra­ge von Sex­ar­bei­ten­den nach Ver­wen­dung eines Kon­doms qua­si obso­let. Schau­en Sie hier.

Fakt 2

Seit Frank­reich 2016 das Sexkauf­ver­bot ein­ge­führt hat, ist die Zahl Min­der­jäh­ri­ger in der Pro­sti­tu­ti­on um 70% ange­stie­gen. War­um? Ille­ga­li­tät ist ein idea­ler Nähr­bo­den für noch mehr Kri­mi­na­li­tät (Quel­le).

Fakt 3

In Län­dern, in denen das Sexkauf­ver­bot herrscht, ist das Stig­ma der „Nut­te“ soweit ver­stärkt wor­den, dass Ehe­män­ner der Zuhäl­te­rei bezich­tigt wer­den, wird Frau­en das Sor­ge­recht für ihre Kin­der ver­lo­ren haben und im Fal­le einer Ver­ge­wal­ti­gung nicht ernst genom­men wer­den, wobei ihre Sex­ar­beit als Grund ange­führt wur­de.
ʻEin Poli­zist woll­te mei­ne Anzei­ge nicht ent­ge­gen­neh­men, weil er sag­te: “Sie sind eine Pro­sti­tu­ier­te und eine Pro­sti­tu­ier­te kann nicht ver­ge­wal­tigt wer­den, weil Sie Geld bekom­men”.‘ (Quel­le) Das ist nur eine klei­ne Aus­wahl an Fak­ten, die bele­gen, dass das Sexkauf­ver­bot nie­man­dem hilft. Sie wol­len über das The­ma Sexkauf­ver­bot berich­ten? Sie brau­chen mehr Infor­ma­tio­nen zu dem The­ma? Schau­en Sie hier. Wir hal­ten Sie wei­ter­hin auf dem Lau­fen­den! Mit freund­li­chen Grü­ßen Der Berufs­ver­band ero­ti­sche und sexu­el­le Dienst­leis­tun­gen e.V. P.S.: Immer noch nicht über­zeugt? Bedeu­ten­de Orga­ni­sa­tio­nen wie die Deut­sche Aids­hil­fe und das Deut­sche Insti­tut für Men­schen­rech­te posi­tio­nie­ren sich eben­falls gegen ein Sexkauf­ver­bot (Quel­le).