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2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Selbstständig in der Sexarbeit

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Die­ser Text wur­de uns von unse­rem Mit­glied & Vor­stand ©Jose­fa Nere­us zur Ver­fü­gung gestellt.

Die wenigs­ten Men­schen wis­sen, dass du als Hure selbst­stän­dig bist. Das bedeu­tet, dass du wie alle ande­ren Selbst­stän­di­gen auch Steu­ern, eine Kran­ken­ver­si­che­rung usw. zah­len musst.

Vor allem, wenn du der Sex­ar­beit haupt­be­ruf­lich nach­gehst bedeu­tet das, dass du im Monat ca. 3.000 – 3.500€ ein­neh­men MUSST! Und das ist nicht wirk­lich viel für einen Selbst­stän­di­gen!

Du zahlst min 350€ für eine gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung und ähn­lich vie­le Steu­ern, viel­leicht sogar einen Steu­er­be­ra­ter. Allein damit hast du schnell 1000€ im Monat aus­ge­ge­ben, aber noch kei­ne Woh­nung, kein Essen und erst recht kei­ne wei­te­ren Sozi­al­leis­tun­gen, wie Ren­te oder Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung. Du musst auch Wer­bung machen und evtl. Räu­me mie­ten oder Equip­ment für den Job kau­fen.

Es ist uto­pisch, dass du 12 Mona­te arbei­test. Jeder braucht Urlaub, jeder wird krank, also rech­ne damit, dass du nur 10 Mona­te im Jahr arbei­ten kannst. Ob du auch 10 Mona­te im Jahr Arbeit hast, steht auf einem ganz ande­ren Blatt.

Du brauchst die Ner­ven um es aus­zu­hal­ten, dass dein Tele­fon einem Monat lang nicht klin­gelt und du bei Krank­heit abschal­test und dich aufs Gesund wer­den kon­zen­trierst. Wahr­schein­lich wird bei­des hin­ter­ein­an­der kom­men… Dann anzu­fan­gen und zu über­le­gen, viel­leicht soll­te ich den doch anneh­men obwohl ich ein schlech­tes Bauch­ge­fühl habe, viel­leicht geh ich doch zum Date, obwohl ich Schmer­zen habe, all das wird dir über kurz oder lang das Genick bre­chen. Als Selbst­stän­di­ger brauchst du einen Puf­fer, der 2–3 Mona­te reicht, am bes­ten bevor du anfängst! Und jeden Monat soll­ten ein paar Hun­dert Euro zurück­ge­legt wer­den, da du ja nicht in die gesetz­li­chen Kas­sen ein­zahlst und irgend­wann willst du viel­leicht auch mal Rent­ne­rin sein, oder du möch­test ein Haus oder, oder, oder…

Egal ob Sex­ar­bei­te­rin oder “soli­de” Arbei­ten­de: Wer sich selbst­stän­dig machen möch­te, soll­te das nicht auf die leich­te Schul­ter neh­men und auf jeden Fall mit einem Puf­fer star­ten. Über­leg dir ein­fach, ob du das wirk­lich auf die Bei­ne stel­len kannst oder du mit einem net­ten Teil­zeit­job viel­leicht bes­ser fährst. Die Anfor­de­run­gen und der Stress als Selbst­stän­di­ge sind näm­lich nicht ohne.