Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Neue Studie der Deutschen Aidshilfe beweist: Nicht die Sexarbeit an sich ist ein Problem — es braucht bessere Arbeitsbedingungen!

Neue Studie der Deutschen Aidshilfe beweist: Nicht die Sexarbeit an sich ist ein Problem — es braucht bessere Arbeitsbedingungen!

Neue Studie der Deutschen Aidshilfe beweist: Nicht die Sexarbeit an sich ist ein Problem — es braucht bessere Arbeitsbedingungen!
Pres­se­mit­tei­lung des Berufs­ver­ban­des ero­ti­sche und sexu­el­le Dienst­leis­tun­gen vom 11.04.2024 (PDF-Ver­si­on).
Don­ners­tag, 11. April 2024. In dem vom Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um geför­der­ten For­schungs­pro­jekt unter­such­te die Deut­sche Aids­hil­fe die gesund­heit­li­chen Bedar­fe von Sexarbeiter*innen in Deutsch­land — die Ergeb­nis­se wur­den nun ver­öf­fent­licht: “Was brau­chen Sexarbeiter*innen für ihre Gesund­heit?” Die Ergeb­nis­se der Stu­die sind nicht nur für die Ver­bes­se­rung der Gesund­heits­vor­sor­ge bei Sexarbeiter*innen wich­tig, son­dern auch für die Arbeit an poli­ti­schen Lösun­gen von gro­ßer Bedeu­tung.

Insbesondere zeigt die Studie die große Bandbreite von Sexarbeit sowie die unterschiedlichen Motivationen von Sexarbeitenden.

“Das Schub­la­den­den­ken von in der Sex­ar­beit täti­gen Men­schen als ent­we­der ‘unfrei­wil­li­ge Pro­sti­tu­ier­te’ oder ‘selbst­be­stimm­te Sexarbeiter*in’ wird deut­lich als Trug­schluss wider­legt. Die Stu­di­en­ergeb­nis­se decken die Kom­ple­xi­tät in der Sex­ar­beit auf und bestä­ti­gen somit die Not­wen­dig­keit eines dif­fe­ren­zier­ten Vor­ge­hens in der Pro­blem­be­kämp­fung.” (Kol­ja Nol­te)
Der BesD begrüßt die par­ti­zi­pa­ti­ve Umset­zung der Stu­die, in deren Rah­men einer zen­tra­len For­de­rung der Huren­be­we­gung — „Redet mit statt über uns“ — nach­ge­kom­men wur­de: End­lich gibt es eine umfang­rei­che Unter­su­chung, die wis­sen­schaft­li­chen Stan­dards ent­spricht und Sex­ar­bei­ten­de mit ein­be­zieht. Posi­tiv her­vor­zu­he­ben ist außer­dem die Aus­wahl und Diver­si­tät der Fokus­grup­pen. Die Aids­hil­fe hat sich bewusst mit jenen Kolleg*innen beschäf­tigt, die unter teils pre­kä­ren Bedin­gun­gen der Sex­ar­beit nach­ge­hen und oft­mals schwer zu errei­chen sind. Es wur­den unter­schied­li­che sozia­le und eth­ni­sche Her­künf­te, sowie erst­mals in die­ser Grö­ßen­ord­nung auch Sex­ar­bei­ten­de aller Geschlech­ter befragt. Als Kern­pro­ble­me wur­den von den Betrof­fe­nen Gewalt­er­fah­run­gen und Angst vor Gewalt, finan­zi­el­le und exis­ten­zi­el­le Not, psy­chi­sche Belas­tung in Zusam­men­hang mit erleb­ter Stig­ma­ti­sie­rung sowie Kri­mi­na­li­sie­rung und feh­len­de Lega­li­tät identifiziert.Die „elf Emp­feh­lun­gen zur Ver­bes­se­rung der Lebens‑, Arbeits- und Gesund­heits­be­din­gun­gen von Sexarbeiter*innen“ unter­stützt unser Ver­band zu 100%.

Die Befragten bewertetem nicht ihre Tätigkeit — die Sexarbeit – als Problem; sie kritisierten aber die teilweise schlechten Bedingungen, unter denen sie arbeiten (müssen).

Die in der Stu­die beschrie­be­ne zuneh­men­de Nach­fra­ge nach Sex ohne Kon­dom kann der BesD lei­der bestä­ti­gen. Der Zwang zum ille­ga­len Arbei­ten sowie eine gerin­ge­re Nach­fra­ge führ­ten ins­be­son­de­re wäh­rend der Coro­na-Arbeits­ver­bo­te dazu, dass auch Kund­schaft und Wün­sche ange­nom­men wer­den muss­ten, die sonst abge­lehnt wer­den. Dies belegt auch eine Unter­su­chung des Kri­mi­no­lo­gi­schen For­schungs­in­sti­tuts Nie­der­sach­sen: “Nor­di­sches Modell auch in der Mit­te Euro­pas? — Aus­wir­kung der Coro­na-Pan­de­mie im Bereich der Pro­sti­tu­ti­on” Die Stu­die weist  nach, dass Ille­ga­li­sie­rung sowie Stig­ma­ti­sie­rung star­ke psy­chi­sche Belas­tun­gen aus­lö­sen und somit gesund­heits­schä­di­gend sind. Eben­falls stell­te sich her­aus, dass Per­so­nen außer­halb des mann-männ­li­chen Sex­ar­beits­spek­trums über die Schutz­me­tho­den PreP bzw. Pep nicht aus­rei­chend auf­ge­klärt sind. Hin­ter­grund sind zum einen die man­geln­de Auf­klä­rung und zum ande­ren die Fra­ge der Kos­ten­über­nah­me. Die Ange­bo­te wer­den hier nun ver­stärkt. Die bei­den unter­such­ten Son­der­ge­set­ze sieht auch der BesD kri­tisch: Wir hal­ten die Anmel­de­pflicht laut Pro­sti­tu­ier­ten Schutz Gesetz für den fal­schen Ansatz, um Sex­ar­bei­ten­de zu schüt­zen. Wir spre­chen uns für eine voll­stän­di­ge Abschaf­fung der Sperr­be­zirks­ver­ord­nun­gen sowie für eine Ver­ein­fa­chung der bau­recht­li­chen Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren für Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten aus — es han­delt sich dabei um siche­re Arbeits­plät­ze.
 „Wir sehen in die­ser Stu­die eine soli­de Basis, um die auf­ge­heiz­te Dis­kus­si­on bezüg­lich neu­er Rege­lun­gen und Geset­ze für die Sex­ar­beit zu ver­sach­li­chen.“ (Johan­na Weber)

Ihr Kon­takt für Nach­fra­gen: Poli­ti­sche Spre­che­rin | Johan­na Weber | | 0151 – 1751 9771 Pres­se­spre­cher | Kol­ja Nol­te | | +49 1577 7555040