Berufsverband-Sexarbeit.de

Berufsverband-Sexarbeit.de

Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

2. Juni: Hurentag

Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

Mehr erfahren

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

Mehr erfahren

Aktionswoche 2026

Aktionswoche 2026

2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

Mehr erfahren

CDU will Prostitution und Bordelle in Deutschland verbieten — was spricht dagegen?

CDU will Prostitution und Bordelle in Deutschland verbieten — was spricht dagegen?

CDU will Prostitution und Bordelle in Deutschland verbieten — was spricht dagegen?
Die CDU/CSU setzt sich wei­ter­hin mit Nach­druck für ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land ein. Am 23. Sep­tem­ber fin­det eine öffent­li­che Anhö­rung des Fami­li­en­aus­schus­ses statt, bei der der bereits im Febru­ar ver­fass­te Antrag der CDU/C­SU-Frak­ti­on erneut zur Dis­kus­si­on gestellt wird. Der Antrag trägt den Titel: “Men­schen­un­wür­di­ge Zustän­de in der Pro­sti­tu­ti­on been­den – Sexkauf bestra­fen” und for­dert die  Bun­des­re­gie­rung im Wesent­li­chen dazu auf:
  • Den Kauf sexu­el­ler Dienst­leis­tun­gen als Ver­ge­hen zu ahn­den
  • den Betrieb von Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten wie Bor­del­len, Lauf­häu­sern, Ver­rich­tungs­bo­xen, Wohn­wa­gen zu ver­bie­ten
  • Die Ver­mie­tung von Objek­ten zum Zweck der Pro­sti­tu­ti­ons­aus­übung zu ver­bie­ten
In unse­rer Pres­se­mit­tei­lung vom 23. Febru­ar haben wir alle 16 auf­ge­lis­te­te­ten For­de­run­gen auf ihre Rea­li­täts­taug­lich­keit geprüft. Hier geht es zur aus­führ­li­chen Posi­tio­nie­rung des Ver­bands zur Anhö­rung im Fami­li­en­aus­schuss. 

Neben faktisch nicht haltbaren Aussagen wird in dem CDU/CSU-Antrag eine klare Verkennung der realen Problematiken in der Sexarbeits-Branche deutlich.

Tat­säch­lich gibt es aber Alter­na­ti­ven zu Ver­bo­ten und Kri­mi­na­li­sie­rung. Über Lösungs­an­sät­ze zur bes­se­ren Rege­lung von Sex­ar­beit in Deutsch­land:
Grün­de gegen das nor­di­sche Modell/Sexkaufverbot und sinn­vol­le Hand­lungs­an­sät­ze zur Rege­lung von Sex­ar­beit
 

Das Sexkaufverbot bietet eine vermeintlich einfache Lösung für ein komplexes Problem.

Bei genauer Betrachtung geht es bei der Forderung nach Freierbestrafung  nie um das Wohl der in der Prostitution Tätigen –  das eigentliche Ziel ist die Abschaffung der Prostitution.

Ein Trug­schluss, da ein Sexkauf­ver­bot nur die sicht­ba­re Pro­sti­tu­ti­on ver­schwin­den läßt.
Bedeu­ten­de Orga­ni­sa­tio­nen wie die Deut­sche Aids­hil­fe und Amnes­ty Inter­na­tio­nal war­nen seit lan­gem vor den nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen von Sexkauf­ver­bo­ten auf die Sicher­heit und das Leben von Sexarbeiter*innen (sie­he z.B. Gemein­sa­mes Posi­ti­ons­pa­pier von Ver­bän­den und Fach­be­ra­tungs­stel­len von 2019) Lei­der gibt es heu­te nicht nur in Tei­len Skan­di­na­vi­ens, son­dern auch in Kana­da, Irland und Frank­reich Sexkauf­ver­bo­te, mit allen von Menschenrechts-Expert*innen vor­her­ge­sag­ten ver­hee­ren­den Fol­gen. https://www.berufsverband-sexarbeit.de/index.php/2023/10/05/liste-bedeutender-organisationen-gegen-das-sexkaufverbot-nordisches-modell/
Statt Ver­bo­te zu dis­ku­tie­ren, die ledig­lich einen Signal­wert haben, in ihrer Effek­ti­vi­tät aber zwei­fel­haft und in ihren Fol­gen nach­weis­lich schäd­lich sind, schlägt der Berufs­ver­band vor, die Ergeb­nis­se der Eva­lua­ti­on des Pro­sti­tu­ier­ten­Schutz­Ge­set­zes, die in Euro­pa bis­her größ­te Unter­su­chung zum The­ma, abzu­war­ten (Som­mer 2025).

Sexarbeitende in Deutschland benötigen kein de-facto Berufsverbot wie es die CDU/CSU mit einem Sexkaufverbot fordert, sondern eine Stärkung ihrer Rechte und die Entwicklung von Maßnahmen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Weiterlesen:

Undi­ne de Riviè­re: War­um ein Sexkauf­ver­bot kei­ne Pro­ble­me löst