Berufsverband-Sexarbeit.de

Berufsverband-Sexarbeit.de

Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

2. Juni: Hurentag

Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

Mehr erfahren

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

Mehr erfahren

Aktionswoche 2026

Aktionswoche 2026

2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

Mehr erfahren

Die Relevanz von Peer to Peer Angeboten in der Einstiegsberatung

Die Relevanz von Peer to Peer Angeboten in der Einstiegsberatung

Die Relevanz von Peer to Peer Angeboten in der Einstiegsberatung
Unse­re monat­li­che Online-Ver­an­stal­tungs­rei­he zu den gesell­schaft­lich und poli­tisch am hei­ßes­ten dis­ku­tier­ten The­men rund um Sex­ar­beit. Sexarbeiter*innen und Expert*innen aus rele­van­ten Berei­chen erklä­ren, klä­ren auf und dis­ku­tie­ren. Datum: Mon­tag den 30.06.2025 Uhr­zeit: 17:00 bis 18:00 Uhr Teil­nah­me: Offen für alle Inter­es­sier­ten! Wir laden ins­be­son­de­re Mit­ar­bei­ten­de aus Ver­wal­tung, Poli­tik und Gesund­heits­we­sen herz­lich zur Teil­nah­me ein. Preis: Kos­ten­los Spra­che: Deutsch Ver­an­stal­ter: Der Berufs­ver­band ero­ti­sche und sexu­el­le Dienst­leis­tun­gen (BesD e. V.) ist die größ­te Sex­ar­bei­ten­den-Orga­ni­sa­ti­on Euro­pas und hat als Ziel die Ver­bes­se­rung der Arbeits­be­din­gun­gen, Besei­ti­gung von Miss­stän­den und Ent­stig­ma­ti­sie­rung. Auf­zeich­nung und Mate­ria­li­en: Wer­den im Nach­hin­ein hoch­ge­la­den auf dem BesD-You­Tube-Kanal. Dort fin­den sich auch die Auf­zeich­nun­gen der ehe­ma­li­gen EINE STUNDE / EIN THEMA Bei­trä­ge.
SPECIAL | Fund­rai­sing ler­nen mit Johan­na

INHALT

Sex­ar­beit ist kein Aus­bil­dungs­be­ruf. Wer also mit der Sex­ar­beit anfan­gen möch­te, muss Wege fin­den um zu erfah­ren und zu ler­nen, wie der Arbeits­all­tag aus­se­hen könn­te. Gän­gi­ge Ein­stiegs­be­ra­tun­gen von Sozialarbeiter*innen, kön­nen bei allen mög­li­chen Fra­gen run­de um  Steu­ern, Anmel­dung, recht­li­che Grund­la­gen etc. enorm hilf­reich sein. Was die­se aber nicht bie­ten kön­nen, ist die Per­spek­ti­ve einer Per­son, die selbst Erfah­rung in der Sex­ar­beit hat und bereit ist die­se zu tei­len. Dafür ist das Ange­bot der Peer to Peer Bera­tung von unver­gleich­ba­rem Wert. Die Ent­loh­nung der oft ehren­amt­lich arbei­ten­den Peer to Peer Berater*innen spie­gelt die­sen Wert lei­der zu oft nicht wie­der.

REFERENT*INNEN

Ronja, angehende Sexarbeiter*in 

Ron­ja ist 37 Jah­re alt, hab bis­her noch kei­ne eige­ne Erfah­rung mit Sex­ar­beit, möch­te aber mit die­ser Anfan­gen. Bis­her hat sie sich mit der mit poli­ti­schen Lage von Sex­ar­bei­ten­den und Sexarbeiter*innen im Bekann­ten­kreis aus­ein­an­der­ge­setzt und ver­schie­de­ne For­men von Ein­stiegs­be­ra­tung in Anspruch genom­men. Auf die Idee mit Sex­ar­beit anfan­gen zu wol­len, ist sie nach einer beruf­li­chen Krise/ Burn Out in ihrem erlern­ten Beruf gekom­men. Die Idee mit Sex­ar­beit Geld zu ver­die­nen gefällt ihr unter ande­rem, weil ihr gere­gel­te Arbeits­zei­ten auf­grund ihrer Neu­ro­di­ver­genz schwer fal­len und sie ger­ne Zeit für Kunst haben möch­te. An eine Bera­tungs­stel­le hat sie sich auf Emp­feh­lung einer Sexarbeiter*in aus dem Bekann­ten­kreis gewandt, um sie so vie­le Infos wie mög­lich, dar­über bekom­men, wie alles genau abläuft. Peer to Peer Bera­tung hat sie für spe­zi­el­le­res Insi­der Wis­sen in Anspruch genom­men.
Bild von Tim Ohler

Lydia, Erotikdienstleisterin

Lydia ist Ero­tik­dienst­leis­te­rin, 44 Jah­re und seit 21 Jah­ren in der Sex­ar­beit tätig. Sie hat Erfah­run­gen in Woh­nungs­bor­del­len, mit Haus-/Ho­tel­be­su­chen und Escort-Ser­vice, in FKK-Clubs sowie der Por­no-Bran­che und ist seit 2017 in Leip­zig als Inde­pen­dent Escort tätig. Am liebs­ten bezeich­net sich Lydia als Bera­te­rin für Lebens­freu­de und sexu­el­len Genuss, da so ihre Tätig­keit ihrer Mei­nung nach am tref­fends­ten beschrie­ben wird. Im Stu­di­um der Sozia­len Arbeit konn­te sie dafür auch eine pro­fes­sio­nel­le Grund­la­ge schaf­fen und hat damit die Kom­pe­ten­zen, als Peer-Bera­te­rin für zukünf­ti­ge oder bereits täti­ge Kolleg*innen ansprech­bar zu sein. Lydia bie­tet Bera­tung zum Bei­spiel bei Fra­gen zum Start in der Sex­ar­beit, zu Pro­fes­sio­na­li­sie­rung, recht­li­chen Grund­la­gen, zur Umori­en­tie­rung, zum Mar­ke­ting oder Outing im pri­va­ten Umfeld. Im Früh­jahr 2018 hat Lydia gemein­sam mit zwei Kolleg*innen das Sex­wor­ker-Früh­stück gegrün­det. Die­ses Netz­werktref­fen, wel­ches aus­schließ­lich für akti­ve und ehe­ma­li­ge Sexarbeiter*innen zugäng­lich ist, hat sich zwi­schen­zeit­lich zur offi­zi­el­len Selbst­hil­fe­grup­pe „Fami­ly Affair“ ent­wi­ckelt. Neben dem Ange­bot eines gemüt­li­chen, gemein­sa­men Brunchs ein­mal im Monat bie­tet die Selbst­hil­fe­grup­pe seit Juli 2024 auch die Mög­lich­keit, sich zu einem wei­te­ren monat­li­chen Ter­min im Ein­zel­ge­spräch über per­sön­li­che Anlie­gen zu unter­hal­ten. Man­che The­men sind sehr per­sön­lich, so dass sie einen eige­nen (geschütz­ten) Raum benö­ti­gen. Vie­le die­ser The­men brau­chen außer­dem die Grund­la­ge der gemein­sa­men Erfah­rung der Sex­ar­beit, weil im pri­va­ten Umfeld lei­der doch häu­fig Vor­ur­tei­le über die Tätig­keit und ihre Aus­wir­kun­gen vor­han­den sind. Wegen des nach wie vor bestehen­den Huren­stig­mas haben Kolleg*innen oft Beden­ken, sich selbst ihren engs­ten Ver­trau­ten gegen­über zu öff­nen. Die­se Lücke hofft die Selbst­hil­fe­grup­pe ein Stück weit schlie­ßen zu kön­nen.