Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Runder Tisch

Politik trifft Praxis

Run­de Tische Sex­ar­beit

Das sind regel­mä­ßi­ge Gre­mi­en, in denen Ver­tre­tun­gen aus Sex­ar­beit, Poli­tik, Ver­wal­tung, Poli­zei und Fach­stel­len (z. B. Gesund­heits­äm­ter) gleich­be­rech­tigt über Geset­ze, Umset­zungs­pra­xis, Arbeits­be­din­gun­gen und Schutz vor Gewalt spre­chen.

Der BesD e.V. setzt sich bun­des­weit für Run­de Tische zum The­ma Sex­ar­beit ein:

Statt nur über Sex­ar­bei­ten­de wird mit ihnen gere­det – das ist Kern­for­de­rung des Ver­bands seit Jah­ren. Der BesD ist direkt betei­ligt oder unter­stützt sol­che For­ma­te, um Per­spek­ti­ven aus der Bran­che ein­zu­brin­gen und rea­le Ver­bes­se­run­gen zu erzie­len.

In Städ­ten wie Köln orga­ni­siert der BesD Stamm­ti­sche als infor­mel­le Ver­net­zung, die mit loka­len Initia­ti­ven koope­rie­ren. Bun­des­weit for­dert der Ver­band mehr sol­cher Tische – als Gegen­mo­dell zu Kri­mi­na­li­sie­rung und Aus­gren­zung. So wird Selbst­be­stim­mung gestärkt und pra­xis­na­he Poli­tik gemacht.

Hamburg:

Run­der Tisch Pro­sti­tu­ti­on und ergän­zen­der Rat­schlag Pro­sti­tu­ti­on (lau­fend):

In Ham­burg ist der BesD fest beim Run­den Tisch Pro­sti­tu­ti­on (unter Vor­sitz des Refe­rats Opfer­schutz) ver­netzt.

Die­ser tagt seit 2016 als wis­sens­ge­stütz­tes Bera­tungs­gre­mi­um der Sozi­al­be­hör­de zur Umset­zung des Pro­sti­tu­ier­ten­schutz­ge­set­zes (Pro­st­SchG) und Ver­bes­se­rung von Arbeits‑/Lebensbedingungen von Sex­ar­bei­ten­den. Mit­glie­der aus Behör­den, Poli­zei, Fach­stel­len und Sexgewerbe-Vertreter*innen dis­ku­tie­ren Stra­te­gien zur Umset­zung von Geset­zes­vor­ga­ben, Unter­schei­dung frei­wil­li­ger Pro­sti­tu­ti­on von Zwangs­kon­tex­ten, sowie Lebens‑ und Arbeits­be­din­gun­gen. BesD‑Mitglieder tra­gen hier aktiv bei. ​

Ergänzt wird der Run­de Tisch durch den basis­na­hen Rat­schlag Pro­sti­tu­ti­on Ham­burg, einen unab­hän­gi­gen Zusam­men­schluss von Praktiker*innen: Dar­in sind BesD e.V., Basis-Pro­jekt, CASA­blan­ca, KOOFRA, ragaz­za e.V., Sperr­ge­biet Ham­burg und TAMPEP ver­tre­ten. Der Rat­schlag fokus­siert Advo­ca­cy für Rech­te von Sex­ar­bei­ten­den, nied­rig­schwel­li­ge Unter­stüt­zung und prak­ti­sche Arbeit mit und für Betrof­fe­ne

Nordrhein-Westfalen:

Run­der Tisch Pro­sti­tu­ti­on NRW (abgeschlossen seit 2021):

Auf Lan­des­ebe­ne nahm der BesD am Run­den Tisch Pro­sti­tu­ti­on Nord­rhein-West­fa­len teil, der einen Abschluss­be­richt zu par­ti­zi­pa­ti­ven Ansät­zen erstell­te. Dis­ku­tiert wur­den Street­work, Bera­tung, frei­wil­li­ge Pro­sti­tu­ti­on vs. Aus­beu­tung. Er ende­te mit einem Abschluss­be­rich­te, der die Stär­kung von Rech­ten, Ent­stig­ma­ti­sie­rung, kei­ne Kon­dom­pflicht und Regu­lie­rung von Bor­del­len emp­fahl. Der Tisch gilt als Modell für dif­fe­ren­zier­te Poli­tik mit der Inklu­si­on von Sexarbeiter*innen‑Perspektiven.

Berlin:

Ber­lin: Run­der Tisch Sex­ar­beit (abge­schlos­sen seit 2019):

Der Senat von Ber­lin rief 2018 den Run­den Tisch Sex­ar­beit ein (Senats­ver­wal­tung für Inte­gra­ti­on, Arbeit, Beruf etc.). In sechs Sit­zun­gen zu The­men wie Gesund­heit, Stra­ßen­pro­sti­tu­ti­on, Online‑Sexarbeit und Gewalt­prä­ven­ti­on waren BesD‑Mitglieder wie Johan­na Weber direkt betei­ligt. Ergeb­nis: Ein Hand­lungs­kon­zept mit Emp­feh­lun­gen (z. B. bes­se­re Infra­struk­tur, Anti‑Stigmatisierung), das bis heu­te umge­setzt wird.

Sprich mit uns — nicht über uns.

Die run­den Tische haben ihre Wir­kung gezeigt. Die Ver­ant­wort­li­chen aus Poli­tik und Exe­ku­ti­ve wur­den sen­si­bi­li­siert und infor­miert. Ihre Ideen und Pro­gram­me wur­den rea­li­täts­na­her und hilf­rei­cher. Aber es ist längst nicht Nor­ma­li­tät dass man Sex­ar­bei­ten­de als Expert*innen für ihre eige­ne Rea­li­tät aner­kennt. Der aktu­el­le Bun­des­tag schließt bei sei­nen Ent­schei­dungs­fin­dun­gen über Sex­ar­bei­ten­de die Betrof­fe­nen selbst wie­der aus.

“Not­hing about us, wit­hout us!” Das steht nicht nur auf unse­ren far­ben­fro­hen Schil­dern wenn wir für mehr Teil­ha­be demons­trie­ren gehen. Das ist was wir für uns wol­len. Wir wol­len gehört wer­den, wenn wir sagen, was wir brau­chen und was nicht. Wir möch­ten, wie jeder ande­re Mensch, dar­an mit­wir­ken dür­fen, wie mit uns umge­gan­gen wird und wie nicht.

In meh­re­ren Städ­ten, wie zum Bei­spiel Köln, orga­ni­siert der BesD Stamm­ti­sche als infor­mel­le Ver­net­zung, die mit loka­len Initia­ti­ven koope­rie­ren. Bun­des­weit for­dert der Ver­band mehr sol­cher Tische – als Gegen­mo­dell zu Kri­mi­na­li­sie­rung und Aus­gren­zung. So wird Selbst­be­stim­mung gestärkt und Poli­tik pra­xis­nah gemacht.