Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Nachruf auf die Polizistin Nicole Metzinger

Nachruf auf die Polizistin Nicole Metzinger

Nachruf auf die Polizistin Nicole Metzinger
Mit gro­ßer Trau­er neh­men wir Abschied von Nico­le Met­zin­ger, Poli­zei­haupt­kom­mis­sa­rin a. D. und eine der weni­gen Ver­tre­te­rin­nen staat­li­cher Insti­tu­tio­nen, die den Kon­takt zu Sex­ar­bei­te­rin­nen nicht nur als Auf­ga­be, son­dern als mensch­li­che Ver­ant­wor­tung ver­stan­den haben. Nico­le Met­zin­ger hat über vie­le Jah­re hin­weg ent­schei­dend zur Situa­ti­on von Frau­en auf dem Stra­ßen­strich in Köln bei­getra­gen. Sie war prä­sent – ver­läss­lich, ansprech­bar, respekt­voll. Für vie­le Frau­en war sie nicht „die Poli­zei“, son­dern eine kon­kre­te Per­son: jemand, der zuhört, schützt, ver­mit­telt und bleibt. Auch dann, wenn die offi­zi­el­le Dienst­zeit längst vor­bei war. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist ihr kon­se­quen­ter Ein­satz gegen Gewalt- und Abhän­gig­keits­ver­hält­nis­se. Sie hat Frau­en unter­stützt, sich aus Lover­boy-Struk­tu­ren zu lösen, Ver­trau­en in staat­li­che Hil­fe zurück­zu­ge­win­nen und selbst­be­stimm­te Wege zu gehen. Eine von ihnen war unse­re Kol­le­gin Nico­le, die sich ihr in einer aku­ten Not­la­ge anver­trau­te und durch ihre Unter­stüt­zung einen Aus­stieg aus einer gewalt­vol­len Bezie­hung schaf­fen konn­te. Nico­le Met­zin­ger ver­stand Pro­sti­tu­ti­on nicht durch die Bril­le von Moral oder Ver­bo­ten, son­dern aus einer rea­lis­ti­schen, rechts­staat­li­chen und men­schen­zu­ge­wand­ten Per­spek­ti­ve. Auf Fach­ver­an­stal­tun­gen, Tagun­gen und in der Leh­re sprach sie dif­fe­ren­ziert über Poli­zei­recht und Pro­sti­tu­ti­on, immer mit dem Ziel, Scha­den zu mini­mie­ren, Rech­te zu stär­ken und Ver­trau­en auf­zu­bau­en. Sie stell­te sich klar gegen pau­scha­le Ver­bots­for­de­run­gen und Ver­drän­gungs­po­li­tik – weil sie die Fol­gen für die betrof­fe­nen Frau­en kann­te. Sie ver­kör­per­te eine Hal­tung, die sel­ten gewor­den ist: Poli­zei als tat­säch­li­che Freun­din und Hel­fe­rin für mar­gi­na­li­sier­te Grup­pen. Nicht als Schlag­wort, son­dern als geleb­te Pra­xis. Mit Nico­le Met­zin­ger ver­lie­ren wir eine Ver­bün­de­te, eine Brü­cken­baue­rin zwi­schen Insti­tu­tio­nen und Lebens­rea­li­tä­ten, und vor allem einen außer­ge­wöhn­lich enga­gier­ten Men­schen. Ihr Wir­ken bleibt – in den Geschich­ten der Frau­en, denen sie gehol­fen hat, in den Struk­tu­ren, die sie mit­ge­stal­tet hat, und in unse­rem Anspruch, ihre Hal­tung wei­ter­zu­tra­gen. Unser Mit­ge­fühl gilt ihren Ange­hö­ri­gen und allen, die ihr nahe stan­den.