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Sexarbeiter*innen, dass sind Frauen. So die Assoziation. Es gibt aber auch männliche Sexarbeiter, also Männer, die in der Sexarbeit tätig sind. Die Frauen als Kund*innen haben. Also statt des als Norm verstandenen Konstellation Sexarbeiter*in = Frau, Kunde = Mann, ist die Arbeitsrealität unserer Reder diesen Monat Sexarbeiter = Mann, Kundin = Frau. Meistens jedenfalls. Davon werden sie uns erzählen, wie das so ist, als Mann in der Sexarbeit tätig zu sein.REFERENT*INNEN
Ben Nordmann, Sexarbeiter
Ben Nordmann ist unabhängig arbeitender (unterstützender) Sexarbeiter/Escort und Kreativschaffender (Dipl. Designer/ M.A. Socialdesign). Seit 2019 hat er viele sexuelle Begegnungen mit Menschen erlebt, die eine Distanz zur Sexualität haben/ entwickelt haben. In seinem Fall überwiegen Frauen mit Hindernissen wie traumatischen Erfahrungen durch sexualisierte Gewalt, Bodyshaming oder anderen herausfordernden Umständen. Gepaart mit seiner Faszination für sinnliche Begegnungen entstand die Grundmotivation für sein Handeln und die Initiative justnotbed.com. Durch sexuelle Dienstleistungen und Foto-/Film- und Printarbeiten wird Haltung durch positive, authentische und achtsame sexuelle Erfahrungen mit dem Fokus auf Empowerment, Selbstbestimmung und Vielfalt erlebbar.
Nick Laurent, Sexarbeiter
Nick Laurent stieg 2006 nebenberuflich als Edel-Callboy in die Erotikbranche ein. Sein Slogan und zugleich Qualitätsmerkmal war seit Anfang: „Der Callboy für echte Genießerinnen“. Damals als Pionier, der sich zunächst in den schweizerischen und dann zunehmend in den internationalen Medien zeigte und in der Öffentlichkeit über seine, oft durch allgemeine Unkenntnis mit Vorurteilen behaftete, Tätigkeit sprach. So wurde sein Name schnell einer der bekanntesten in diesem Métier – vorwiegend in der Schweiz – und seit etlichen Jahren lebt er auch nur noch von dieser anspruchsvollen Arbeit. Zwischen 2007 und 2009 arbeitete er nebenbei auch als Pornodarsteller, und im September 2014 wurde ein Buch zu den Themen Liebe, Treue und Sexualität veröffentlicht, das Nick Laurent zusammen mit seiner damaligen Partnerin schrieb. Im Jahr 2018 gründete Nick Laurent außerdem das Portal „Schweizer Callboys“ und kaufte 2019 die beiden gut etablierten Portale Callboy-Schweiz (seit 2012) und Callboy-Wien (seit 2015).





