Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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04.03.25 | EINE STUNDE EIN THEMA | Zusammenhänge zwischen Hurenstigma und Slutshaming

04.03.25 | EINE STUNDE EIN THEMA | Zusammenhänge zwischen Hurenstigma und Slutshaming

04.03.25 | EINE STUNDE EIN THEMA | Zusammenhänge zwischen Hurenstigma und Slutshaming
Unse­re monat­li­che Online-Ver­an­stal­tungs­rei­he zu den gesell­schaft­lich und poli­tisch am hei­ßes­ten dis­ku­tier­ten The­men rund um Sex­ar­beit. Sexarbeiter*innen und Expert*innen aus rele­van­ten Berei­chen erklä­ren, klä­ren auf und dis­ku­tie­ren. Datum: Diens­tag den 04.03.2025 Uhr­zeit: 17:00 bis 18:00 Uhr Teil­nah­me: Offen für alle Inter­es­sier­ten! Wir laden ins­be­son­de­re Mit­ar­bei­ten­de aus Ver­wal­tung, Poli­tik und Gesund­heits­we­sen herz­lich zur Teil­nah­me ein. Preis: Kos­ten­los Spra­che: Deutsch Ver­an­stal­ter: Der Berufs­ver­band ero­ti­sche und sexu­el­le Dienst­leis­tun­gen (BesD e. V.) ist die größ­te Sex­ar­bei­ten­den-Orga­ni­sa­ti­on Euro­pas und hat als Ziel die Ver­bes­se­rung der Arbeits­be­din­gun­gen, Besei­ti­gung von Miss­stän­den und Ent­stig­ma­ti­sie­rung. Auf­zeich­nung und Mate­ria­li­en: Wer­den im Nach­hin­ein hoch­ge­la­den auf dem BesD-You­Tube-Kanal. Dort fin­den sich auch die Auf­zeich­nun­gen der ehe­ma­li­gen EINE STUNDE / EIN THEMA Bei­trä­ge. ———————————–
23.07.25 | BesD-Info-Call | Mit Sex­ar­beit anfan­gen?
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INHALT

„Hure (ahd. huo­ra, mhd. huo­re)“ so lässt der Wiki­pe­dia Arti­kel ver­lau­ten, „ist die deut­sche, oft abwer­ten­de Bezeich­nung für eine Pro­sti­tu­ier­te. In der Umgangs­spra­che wird die­ser Begriff auch für Frau­en mit häu­fig wech­seln­den Sexu­al­part­nern gebraucht.“ Aber einen Wiki­pe­dia Arti­kel braucht es bei Wei­tem nicht, damit Frau* weiß, dass sie meist beschimpft wird, wenn sie als Hure bezeich­net wird. Und dass sie kei­ne ech­te Hure sein muss, um als sol­che beschimpft zu wer­den. Tat­säch­lich ist Hure eines der gän­gigs­ten Schimpf­wör­ter mit dem Frau­en*, mal mehr mal weni­ger akku­rat in Abhän­gig­keit zu ihrem Sexu­al­ver­hal­ten, mensch­li­cher Wert abge­spro­chen wird. Denn Sex­ar­beits-/ Huren­stig­ma befeu­ert Frau­en­feind­lich­keit. Wie wer­den wir uns im März von Madame Kali und Bar­ba­ra Lijaa’Maa im Zuge der eine Stun­de ein The­ma Ver­an­stal­tung zum femi­nis­ti­schen Kampf­tag erzählt las­sen.

REFERENT*INNEN

 
 

Madame Kali, Sexarbeiterin

Kali ver­fügt über eine Jah­re­lan­ge Berufs­er­fah­rung in ver­schie­de­nen Berei­chen der Sex­ar­beit. Dar­über hin­aus gibt sie mitt­ler­wei­le Work­shops und Coa­chings zum The­ma tan­tri­sche Berüh­rung, BDSM, Paar­be­ra­tung und mehr. Sie ist diplo­mier­te Erzie­hungs­wis­sen­schaft­le­rin mit den Schwer­punk­ten Theaterarbeit/Theaterpädagogik und schreibt pas­sio­niert auf ihrer Web­sei­te: 

„Die Hure galt (und gilt lei­der immer noch) als Nega­tiv­fo­lie für die ehr­ba­re Frau, der damit im übri­gen der Weg zu einer frei und selbst­be­stimmt aus­ge­leb­ten Sexua­li­tät erschwert wird. Wer will schon ger­ne wie „so eine“ sein, da ist es wie­der, die­ses unsäg­li­che Huren­stig­ma. Die Dis­kri­mi­nie­rung von Sex­ar­bei­ten­den dient ledig­lich als Mit­tel der sexu­el­len Unter­drü­ckung aller Frau­en.“ 

Und führt wei­ter aus: „„Du Hure!“ – einem Don Juan, selbst einem Mar­quis de Sade hät­te man so etwas nicht gewagt zu sagen! „Wenn du dich anstän­dig ver­hältst hast du ja nichts zu befürch­ten und wenn dir was pas­siert warst du eben nicht anstän­dig! Du willst doch nicht ernst­haft in die­sem kur­zen Leder­mi­ni­rock…??““ 

Der BesD Block­bei­trag von Kali zum The­ma fin­den Sie hier.

Barbara Lijaa’Maa, Tantra Masseur*in und Aktivist*in bei Slutwalk München

Der Slut­walk ist eine inter­sek­tio­nal-que­er­fe­mi­nis­ti­sche Grup­pe, die sich aktiv gegen vic­tim bla­ming und sluts­ha­ming, und für sexu­el­le Selbst­be­stim­mung ein­setzt.  Denn Sexua­li­tät, vor­wie­gend die von weib­lich gele­sen Per­so­nen, unter­liegt einer star­ken gesell­schaft­li­chen Wer­tung. Wer viel Sex hat, ist eine „Schlam­pe“, wer kei­nen oder wenig Sex hat, ist „fri­gi­de“ oder „prü­de“. Für männ­lich gele­se­ne Per­so­nen gilt viel Sex als Sta­tus­sym­bol. Wenig bis kei­nen Sex zu haben als Zei­chen von schwa­cher Männ­lich­keit. Ein gesell­schaft­lich kor­rek­tes Maß stellt schein­bar ein­zig und allein die mono­ga­me hete­ro Bezie­hung dar.  Mit­un­ter wird ein reges Sexu­al­le­ben von FLINTA* als Legi­ti­ma­ti­on für Über­grif­fe her­an­ge­zo­gen „die Schlam­pe machts doch mit jedem, dann kann ich die auch haben!“. Die­ser Gedan­ke macht das eigent­li­che Pro­blem deut­lich: nicht die Sexua­li­tät von FLINTA* gilt es zu regle­men­tie­ren oder zu „schüt­zen“. Viel­mehr müs­sen Men­schen, und zwar ins­be­son­de­re Män­ner (gleich ob Part­ner, Lieb­ha­ber, Frei­er, …) ler­nen, die kör­per­li­che und sexu­el­le Inte­gri­tät von FLINTA* zu akzep­tie­ren und zu respek­tie­ren.  Jede Per­son, gleich wel­chen Geschlechts, ent­schei­det für sich selbst, ob, wie­viel und unter wel­chen Umstän­den und Vor­aus­set­zun­gen für sie Sexua­li­tät statt­fin­det.