Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Bundesweite Razzien in 62 Bordellen — Kettenrasseln für ein Randphänomen

Bundesweite Razzien in 62 Bordellen — Kettenrasseln für ein Randphänomen

Bundesweite Razzien in 62 Bordellen — Kettenrasseln für ein Randphänomen
Über 1500 Ein­satz­kräf­te für 50 Ver­däch­ti­ge, Ergeb­nis: 100 Fest­nah­men (Quel­le: tagesschau.de) Der größ­te Ein­satz in der Geschich­te der Bun­des­po­li­zei. Schon im let­zen Jahr gab es eine Groß­raz­zia im Ber­li­ner Bor­dell Arte­mis ohne nen­nens­wer­ten Fahn­dungs­er­folg. Spä­tes­tens jetzt muss die Fra­ge nach der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit von der­ar­ti­gen Poli­zei­ein­sät­zen gestellt wer­den. Ste­hen die Kos­ten und der Auf­wand im Ver­hält­nis zu den Ergeb­nis­sen? Oder geht es viel­mehr um poli­ti­sches Ket­ten­ras­seln? Bezo­gen auf die Sex­ar­beit bewe­gen sich die Opfer­zah­len im Pro­mil­le­be­reich. Somit ist Men­schen­han­del zum Zwe­cke der sexu­el­len Aus­beu­tung ein Rand­phä­no­men. Das sagen die Zah­len im Bun­des­la­ge­bild des BKA aus. Quel­le: Bun­des­la­ge­bild Men­schen­han­del BKA Zwang und Aus­beu­tung sind schwer­wie­gen­de Straf­ta­ten, unab­hän­gig davon in wel­cher Bran­che sie statt­fin­den. Für Betrof­fe­ne aus dem Bereich Sex­ar­beit ist dies beson­ders schwie­rig, denn kei­ne ande­re Bran­che ist so hoch stig­ma­ti­siert. Pro­ble­ma­tisch sind auch die feh­len­den Rech­te für Sex­ar­bei­ten­de. Opfer­schutz­ver­bän­de wie der kok for­dern seit Jah­ren mehr Rech­te für Opfer von Zwang und Aus­beu­tung — Repres­si­ve Geset­ze zum Bei­spiel gegen Pro­sti­tu­ti­on im All­ge­mei­nen ver­schär­fen die Situa­ti­on der Betrof­fe­nen. Der kok kri­ti­siert die Fokus­sie­rung auf Prostitution/Sexarbeit beim The­ma Men­schen­han­del. Damit wird ver­schlei­ert, dass Zwang und Aus­beu­tung in vie­len Bran­chen statt­fin­det, unter ande­rem auch in deut­schen Pri­vat­haus­hal­ten. Quel­le: kok Stu­die Men­schen­han­del Für unse­ren Berufs­ver­band gilt, dass Sex­ar­beit nur frei­wil­lig erfol­gen kann — alles ande­re sind Straf­tat­be­stän­de, die geahn­det gehö­ren. Als Frei­wil­lig­keit defi­nie­ren wir, wenn eine selbst­stän­di­ge Ent­schei­dung für die Aus­übung der Sex­ar­beit statt­ge­fun­den hat. Die Grün­de dafür sind uner­heb­lich, wich­tig ist der eige­ne Wil­le. Nach­trag vom 23. April 2018: In Anbe­tracht der hes­si­schen Anti­dis­ki­mi­nie­rungs­ge­setz­ge­bung, einer hes­si­schen Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­stel­le und des hes­si­schen Akti­ons­plans für Viel­falt ist es jedoch ver­wun­der­lich, dass von den trans­se­xu­el­len Pro­sti­tu­ier­ten in der Pres­seerklä­rung der Gene­ral­staats­an­walt als Män­ner oder “den” Trans­se­xu­el­len gespro­chen wird, um sie nicht als Frau­en beschrei­ben zu müs­sen. In Thai­land gibt es kei­ne Per­so­nen­stands­än­de­rungs­ver­fah­ren, wie in in der Bun­des­re­pu­blik. Fak­tisch han­delt es sich hier um Frau­en mit männ­li­chen Papie­ren. Deut­sche Behör­den soll­ten Fin­ger­spit­zen­ge­fühl im Umgang mit Min­der­hei­ten und Rand­grup­pen im Rah­men ihrer Mög­lich­kei­ten bewei­sen, auch, weil sie bei­spiel­ge­bend sind. Wenn ein Spre­cher einer Behör­de von trans­se­xu­el­len Frau­en als Män­nern oder “den” Trans­se­xu­el­len spricht, was noch viel weni­ger ein regel­rech­ter Per­so­nen­stand ist, dann muss man sich nicht wun­dern, wenn es für vie­le trans­se­xu­el­le Frau­en kaum Platz in der Mit­te irgend­ei­ner Gesell­schaft gibt und die­se statt­des­sen nicht sel­ten ein Leben von Frau­en in Armut und Iso­la­ti­on füh­ren müs­sen und so leicht Opfer von Aus­beu­tung wer­den kön­nen.