Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

2. Juni: Hurentag

Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

Aktionswoche 2026

2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Aufruf zum Protest in Berlin: Internationaler Hurentag gegen den Entwurf des ProstSchG

Aufruf zum Protest in Berlin: Internationaler Hurentag gegen den Entwurf des ProstSchG

flyer sexarbeiterinnen_ed flyer sexarbeiterinnen_ed2 Lie­be Kolleg_innen! Am 2. Juni, dem Inter­na­tio­na­len Huren­tag, kommt der Ent­wurf des Pro­sti­tu­ier­ten­Schutz­Ge­set­zes (Pro­st­SchG) in die 1. Lesung des Bun­des­tags. Wir wol­len uns das nicht gefal­len las­sen. Aus­ge­rech­net an dem Tag, der sym­bo­lisch für unse­re Rech­te steht, wird über einen Geset­zes­ent­wurf dis­ku­tiert, der unse­re Men­schen­rech­te so sehr mit Füßen tritt. Was bedeu­tet es für uns Pro­sti­tu­ier­te, wenn die­ses Gesetz kommt? 1. Wir müss­ten uns alle 2 Jah­re als Huren regis­trie­ren las­sen. 2. Wir müss­ten jedes Jahr zu einer Gesund­heits­be­ra­tung gehen. 3. Wir wären dazu gezwun­gen, alle Prak­ti­ken mit Kon­dom anzu­bie­ten. 4. Sehr vie­le und gute Arbeits­plät­ze wer­den schlie­ßen müs­sen. Beson­ders klei­ne, selbst­ge­führ­te Bor­del­le hät­ten kei­ne Chan­ce. Am 2. Juni wird noch ein 2. Geset­zes­ent­wurf im Bun­des­tag dis­ku­tiert: Zur Bekämp­fung des Men­schen­han­dels und zum Schutz sei­ner Opfer. Dort soll ganz neu die Straf­tat “Zwangs­pro­sti­tu­ti­on” defi­niert wer­den, aber auch die Frei­er­be­stra­fung von Men­schen­han­dels­op­fern ein­ge­führt wer­den. Geht es dabei viel­leicht um die all­ge­mei­ne Frei­er­be­stra­fung (ähn­lich dem Schwe­di­schen Modell), die durch die Hin­ter­tür ein­ge­führt wer­den soll? Des­halb kommt am 2. Juni um 11 Uhr zum Bun­des­tag (zwi­schen Loui­se-Schrö­der-Haus und Bun­des­tag). Bringt ein Bett­la­ken mit: Wir bil­den eine Men­schen­ket­te unter dem Mot­to “MEIN KÖRPER, MEIN BETTLAKEN, MEIN ARBEITSPLATZ” Face­book-Link — bit­te tei­len!
Dear col­le­agues! On June 2nd, *Inter­na­tio­nal Sex Workers Day*, the first hea­ring of the draft of the Ger­man “Pro­sti­tu­tes Pro­tec­tion Bill” will take place in Ber­lin, in Par­lia­ment (Bun­des­tag). We wont just let that go by swift­ly. Of all days, the very one that is sym­bo­lic to our fights for rights was picked — in order to dis­cuss a law pro­po­sal that would just tramp­le on our rights. What does it means for sex workers, if the law is pas­sed? 1. We will have to get regis­tered as who­res every two years 2. We will have to attend man­da­to­ry health coun­sel­ling every year 3. We will be forced to do all our ser­vices with a con­dom 4. Many good and safer work­places will be shut — most­ly small, self orga­nis­ed brot­hels or flats. On June 2nd ano­ther law will be dis­cus­sed, to fight traf­fi­cking and pro­tect its vic­tims. A new crime, “forced pro­sti­tu­ti­on” will be defi­ned, and with it, the cri­mi­na­li­sa­ti­on of cli­ents of vic­tims of traf­fi­cking. Is this not going in the direc­tion of cri­mi­na­li­sing our cli­ents, as in the Swe­dish model? The­r­e­fo­re, plea­se join us in front of Par­lia­ment (bet­ween Loui­se-Schrö­der-Haus and Bun­des­tag) in Ber­lin at 11am Bring a sheet with you: we will build a human chain along with the slo­gan: MY BODY, MY SHEET, MY WORKPLACE Face­book link — plea­se share!
Lie­be Ver­bün­de­te! Am 2. Juni — aus­ge­rech­net dem Inter­na­tio­na­len Huren­tag — wird im Bun­des­tag das “Pro­sti­tu­ier­ten­schutz­ge­setz” bespro­chen. Unser laut­star­ker, anhal­ten­der und gut begrün­de­ter Pro­test gegen das Gesetz wur­de bis jetzt von den Politiker*innen igno­riert — aber wir las­sen nicht locker! Kommt um 11 Uhr vor den Deut­schen Bun­des­tag, bringt ein Bett­tuch mit und zeigt mit Eurer Teil­nah­me an der Men­schen­ket­te, dass Ihr das Pro­st­SchG ablehnt. Wir als Sexarbeiter_innen brau­chen Eure Unter­stüt­zung: Als Datenschützer_innen, weil die Regis­trie­rung als Sexarbeiter_innen nie­mals sicher vor Daten­klau sein kann. Sen­si­ble Daten, die sich z. B. auf Sexua­li­tät bezie­hen, dürfen/ sol­len nicht gespei­chert wer­den. Und in vie­len Län­dern ist Sex­ar­beit straf­bar und führt direkt ins Gefäng­nis. Als Menschenrechtler_innen, weil die­ses Gesetz statt zu ent­kri­mi­na­li­sie­ren dazu füh­ren wird, dass vie­le Sexarbeiter_innen hohe Stra­fen zah­len müs­sen. Weil man nicht bei kon­sen­su­el­lem Sexu­al­le­ben vom Gesetz anders, schlech­ter behan­delt wer­den soll­te. Und weil Aus­beu­tung in der Pro­sti­tu­ti­on nicht durch Repres­si­on ver­hin­dert wird. Als Feminist_innen, weil die­ses Gesetz gera­de die Lage von vul­ner­ablen Sexarbeiter_innen nicht ver­bes­sern kann. Damit ist das Argu­ment des Schut­zes nur ein lee­res Ver­spre­chen. Sexarbeiter_innen brau­chen Empower­ment. Wäh­rend sozio-öko­no­mi­sche Ungleich­hei­ten welt­weit bekämpft wer­den müs­sen. Bezo­gen auf Sex­ar­beit in Deutsch­land soll­te Peer-Arbeit geför­dert wer­den, statt drö­ge den Behör­den zu ver­trau­en. Als Gewerkschafter_innen, weil Sexarbeiter_innen eben­so zum arbei­ten­den, steu­er­zah­len­den Teil der Bevöl­ke­rung gehö­ren. Die­ses Gesetz führt kei­ne Arbeiter_innenrechte ein — im Gegen­teil: Die Arbeits­kämp­fe von Sexarbeiter_innen wur­den bei die­sem Geset­zes­ent­wurf von den Politiker_innen mit Füßen getre­ten. Das darf nicht sein. Lasst uns gemein­sam dafür auf­ste­hen, dass Sexarbeiter_innen nicht unter einem nutz­lo­sen, unge­rech­ten Gesetz lei­den müs­sen. Ver­bün­det Euch mit uns, damit die Stim­me von Sexarbeiter_innen auch von den Politiker_innen gehört und ernst genom­men wer­den muss.