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2. Juni: Hurentag

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Das Recht auf Sexarbeit – ein feministischer Anspruch

Das Recht auf Sexarbeit – ein feministischer Anspruch

Das Recht auf Sexarbeit – ein feministischer Anspruch
Die­ser Text wur­de von der Ber­li­ner Sex­ar­bei­te­rin Fräu­lein Ange­li­na ver­fasst.  Die Frau­en­be­we­gung bewegt seit Jahr­zehn­ten vie­le und vie­les. Erfol­ge konn­ten ver­zeich­net wer­den. Und gleich­wohl steht es um das Wohl der gleich­be­rech­tig­ten Gesell­schaft noch nicht so gut, wie es wün­schens­wert wäre. Daher braucht es nach wie vor den Blick des Femi­nis­mus, den Drang, weib­li­che Belan­ge vor­wärts zu trei­ben. Denn das Patri­ar­chat ist trä­ge und zäh und tief in Köp­fen, Kon­ven­tio­nen und dem Kon­ser­va­tis­mus ver­an­kert, und das dau­ert. Außer­dem ist da die Dis­kre­panz zwi­schen Theo­rie und Pra­xis. Und der stän­di­ge Wan­del. Es wer­den Teil­zie­le erreicht. Ein Grund zur Freu­de, aber kein Anlass auf­zu­hö­ren mit dem Drän­gen und Trei­ben. Doch die Leit- und auch die Feind­bil­der müs­sen auf dem Weg immer wie­der aufs Neue über­prüft wer­den. Wo wir uns einst von vor­ge­schrie­be­nen Schön­heits­idea­len tren­nen muss­ten, mit der For­de­rung, auch Hosen und fla­che Schu­he tra­gen zu dür­fen, wie es uns beliebt, wo ein wich­ti­ger Schritt war, Abstand von dem zu bekom­men, was Sym­bo­le der Unter­drü­ckung waren, so sind wir mitt­ler­wei­le an einem Punktwo wir uns auch wie­der die­ser Sym­bo­le bemäch­ti­gen kön­nen – sofern wir das möch­ten. Aus einem gesell­schaft­li­chen Druck wur­de eine Bewe­gung, die zum Ziel hat­te, kol­lek­tiv die Frau vom Zwang zu befrei­en, damit sie indi­vi­du­ell ihre Wahl und Ent­schei­dung tref­fen kann.  Kein Zwang, eine Haus­frau und Mut­ter zu wer­den, son­dern die Ent­schei­dungs­frei­heit, die­se Rol­len abzu­leh­nen – oder für sich zu wäh­len. Wir haben ler­nen müs­sen, dass auch Femi­nis­tin­nen unfe­mi­nis­tisch wer­den kön­nen, wenn sie ihrem Blick­win­kel kein Update gön­nen. Nicht die Mut­ter­rol­le ist das Pro­blem, son­dern wer sie bestimmt. Genau­so ver­hält es sich mit jeg­li­chen ande­ren Ent­schei­dun­gen bezüg­lich des indi­vi­du­el­len Lebens­kon­zepts mit all sei­nen Details. Die ange­streb­te Frei­heit besteht nicht dar­in, ins Gegen­teil zu kip­pen und nun das Gegen­teil und nichts als die­ses zu pro­pa­gie­ren. Das kann aller­höchs­tens ein Zwi­schen­schritt sein. Ja, es gibt Unter­schie­de zwi­schen ver­schie­de­nen Arten von Arbeit. Zwi­schen ver­schie­de­nen Dienst­leis­tun­gen. Sex­ar­beit ist eine Dienst­leis­tung gegen Geld. Für die Mög­lich­keit zur Wahl hat die Frau­en­be­we­gung gekämpft. Wir kön­nen und soll­ten uns freu­en, dass es für Mäd­chen und Frau­en nicht mehr nur einen akzep­ta­blen Wer­de­gang gibt, son­dern eine Viel­zahl an Mög­lich­kei­ten, sich selbst zu ent­fal­ten und die Gesell­schaft mit­zu­prä­gen. Der femi­nis­ti­sche Anspruch muss sein, Frau­en in kei­nem Fal­le für das Nut­zen ihrer Frei­heit zu dis­kri­mi­nie­ren, auch und gera­de bezüg­lich ihrer Berufs­wahl.  Manch­mal wer­den wir den­noch wie­der von kon­ser­va­ti­ven Erwar­tun­gen und den noch immer bestehen­den patri­ar­cha­li­schen Mecha­nis­men zurück­ge­hal­ten oder zumin­dest ver­un­si­chert. Es ist längst nicht per­fekt. Des­halb ist der Femi­nis­mus nach wie vor aktu­ell und not­wen­dig, und beson­ders wich­tig ist es, ihn zu über­prü­fen, gera­de wenn es um Rol­len und Beru­fe geht, die tra­di­tio­nell als „unfe­mi­nis­tisch“ betrach­tet wur­den. „Unfe­mi­nis­tisch“ ist ledig­lich, wer Frau­en abzu­spre­chen ver­sucht, den Beruf oder die Rol­le ihrer Wahl aus­zu­üben oder sie für ihre Wahl ver­ur­teilt und dis­kri­mi­niert.