Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Das Schwedische Modell kriminalisiert Millionen: Sexworker kämpfen international um ihre Rechte

Das Schwedische Modell kriminalisiert Millionen: Sexworker kämpfen international um ihre Rechte

Das Schwedische Modell kriminalisiert Millionen: Sexworker kämpfen international um ihre Rechte
Am 2. Juni 1975 besetz­ten über hun­dert Pro­sti­tu­ier­te in der fran­zö­si­schen Stadt Lyon eine Kir­che, um auf ihre untrag­ba­ren Lebens- und Arbeits­be­din­gun­gen auf­merk­sam zu machen. Seit der Ermor­dung zwei­er Kol­le­gin­nen im vor­an­ge­gan­ge­nen Jahr fürch­te­ten die Frau­en um ihr Leben und hat­ten die Regie­rung mehr­fach erfolg­los um Hil­fe gebe­ten. Der fran­zö­si­sche „Huren­streik“ gilt als Aus­gangs­punkt der welt­wei­ten Pro­sti­tu­ti­ons­be­we­gung und deren Enga­ge­ment ist heu­te drin­gen­der denn je nötig: Denn die Ver­tei­di­gung der Men­schen­rech­te von Sexarbeiter*innen ist im Rah­men einer gerech­ten Gesell­schaft nicht nur am Inter­na­tio­na­len Huren­tag, son­dern an jedem Tag des Jah­res brand­ak­tu­ell.  Der glo­ba­le Trend hin zu poli­ti­schem Kon­ser­va­tis­mus und post­fak­ti­scher Poli­tik führ­te in den ver­gan­ge­nen Jah­ren dazu, dass Macht­ha­ber in Euro­pa über­mä­ßig auf das Straf­ge­setz zur Lösung sozia­ler und gesell­schaft­li­cher Pro­ble­me set­zen. Das Nor­di­sche Modell kri­mi­na­li­siert ein­ver­nehm­li­chen Sex gegen Geld und wird von der mäch­ti­gen Lob­by der selbst­er­nann­ten „Abolitionist*innen“ euro­pa­weit als Metho­de zur Ver­hin­de­rung des Men­schen­han­dels ange­prie­sen. Seit 2017 ist auch Deutsch­land von dem Kri­mi­na­li­sie­rungs-Trend betrof­fen. Das soge­nann­te Pro­sti­tu­ier­ten­schutz­ge­setz ver­schärft die Stig­ma­ti­sie­rung und Dis­kri­mi­nie­rung von Sexarbeiter*innen und erschwert men­schen­wür­di­ge Arbeits­be­din­gun­gen. Zwei Jah­re nach der Ein­füh­rung fiel die Bilanz der Eva­lua­ti­on des Geset­zes in NRW dem­entspre­chend nega­tiv aus. Nun nüt­zen Prostitutionsgegner*innen auch in Deutsch­land die Gunst der Stun­de, um das Schwe­di­sche Modell als „Lösung aller Pro­ble­me” ins Gespräch zu brin­gen. Initia­ti­ven wie Stop Sexkauf! und Ver­ei­ne wie SISTERS e.V. und SOLWODI enga­gie­ren sich für ein Sexkauf­ver­bot und Frei­er­be­stra­fung. Akademiker*innen, Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen wie Amnes­ty Inter­na­tio­nal, LGBTI+-Organisationen, Sex­wor­ker-Ver­bän­de, Orga­ni­sa­tio­nen zur Bekämp­fung des Men­schen­han­dels sowie Koope­ra­tio­nen der Ver­ein­ten Natio­nen wie WHO und UNAIDS doku­men­tie­ren hin­ge­gen seit Jah­ren: Eine kri­mi­na­li­sie­ren­de Recht­spre­chung hat nach­weis­lich nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Lebens- und Arbeits­qua­li­tät von in der Sex­ar­beit täti­gen Men­schen. Bele­ge, dass die Kri­mi­na­li­sie­rung zu einer ver­bes­ser­ten Straf­ver­fol­gung von Men­schen­han­del inner­halb oder außer­halb der Sex­ar­beits­bran­che füh­ren wür­de, feh­len. Im Gegen­teil: Wäh­rend Verfechter*innen das Nor­di­sche Modell als Metho­de zum „Schutz der Schwächs­ten“ insze­nie­ren, zei­gen die Geset­ze beson­ders fata­le Fol­gen für eine der schüt­zens­wer­tes­ten Grup­pen in der Sex­ar­beit: Migrant*innen.* In bereits durch Sexkauf­ver­bo­te betrof­fe­nen Län­dern wie Schwe­den, Nor­we­gen und Frank­reich kämp­fen Sexarbeiter*innen uner­müd­lich um ihre Per­sön­lich­keits­rech­te, Arbeits­rech­te und ihre Sicher­heit. Men­schen in der Sex­ar­beit benö­ti­gen drin­gend Unter­stüt­zung von Ver­bün­de­ten aus ver­schie­dens­ten sozia­len Strö­mun­gen. Lasst uns gemein­sam einer noch umfas­sen­de­ren Kri­mi­na­li­sie­rung durch das Schwe­di­sche Modell schon im Vor­hin­ein ent­schlos­sen ent­ge­gen­tre­ten! * Die Ful­bright-Sti­pen­dia­tin Nina Vuo­la­jär­vi hat das nor­di­sche Model in der Pra­xis unter­sucht und Feld­stu­di­en in Schwe­den, Finn­land und Nor­we­gen durch­ge­führt (2018) : Gover­ning in the Name of Caring — the Nor­dic Model of Pro­sti­tu­ti­on and its Puni­ti­ve Con­se­quen­ces for Migrants Who Sell Sex