Berufsverband-Sexarbeit.de

Berufsverband-Sexarbeit.de

Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

2. Juni: Hurentag

Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

Mehr erfahren

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

Mehr erfahren

Aktionswoche 2026

Aktionswoche 2026

2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

Mehr erfahren

Debatte um Reform des Prostitutionsgesetzes — Fadenscheinige Argumentation der BILD-Zeitung

Debatte um Reform des Prostitutionsgesetzes — Fadenscheinige Argumentation der BILD-Zeitung

„Ber­lin – Pro­sti­tu­ier­te ist in Deutsch­land ein Beruf wie jeder ande­re – zumin­dest laut Gesetz. Die Rea­li­tät sieht jedoch anders aus, die Zustän­de im Milieu sind teils kata­stro­phal. Deutsch­land dis­ku­tiert: Brau­chen wir eine Reform des 2002 in Kraft getre­te­nen Pro­sti­tu­ti­ons­ge­set­zes? Sehr aus­führ­li­che nimmt die BILD-Zei­tung Stel­lung zu allen gän­gi­gen Vor­ur­tei­len und betä­tigt alle…“ So schreibt die Bild-Zei­tung in fol­gen­dem Arti­kel: http://www.bild.de/news/inland/prostituierte/kajsa-ekis-ekman-gegen-prostitution-30585496.bild.html Kur­ze State­ments von uns dazu: Johan­na Weber, 45, Sex­ar­bei­te­rin aus Hamburg/Berlin “Ein Ver­bot von Pro­sti­tu­ti­on führt nicht dazu, dass die­se nicht mehr statt­fin­det. Die Arbeits­be­din­gun­gen der Frau­en ver­schlech­tern sich, denn sie wer­den in die Ille­ga­li­tät getrie­ben und sind somit schutz­lo­ser und will­kür­li­cher den Kun­den aus­ge­lie­fert. Es ist ein Irr­tum, dass mit einer Ille­ga­li­sie­rung plötz­lich alle Sexdienstleister/innen einen ande­ren Beruf ergrei­fen.” ———————————————————————- Undi­ne, Sex­ar­bei­te­rin aus Ham­burg mit 20 Jah­ren Berufs­er­fah­rung “Pro Jahr gibt es laut BKA ein paar hun­dert Fäl­le von sexu­el­ler Aus­beu­tung in Deutsch­land — alle ande­ren Behaup­tun­gen sind Panik­ma­che. Meh­re­re 100 000 von uns arbei­ten frei­wil­lig. Man muss den Opfern doch auch hel­fen kön­nen, ohne uns alle in die Ille­ga­li­tät zu trei­ben!” ———————————————————————- Katha­ri­na, Domi­na aus Ham­burg “Bezo­gen auf unse­re Bran­che, wer­den ger­ne völ­lig irrea­le Ver­glei­che auf­ge­stellt. Laut die­sen Ver­glei­chen müss­te man pro­phy­lak­tisch alle Schu­len schlie­ßen, um gegen Amok­läu­fe vor­zu­beu­gen.” ———————————————————————- Annain­ga, Sex­ar­bei­te­rin aus NRW “Sex­ar­beit ist eine Dienst­leis­tung, die von vie­len Sex­ar­bei­te­rin­nen ger­ne und pro­fes­sio­nell aus­ge­übt wird. Unse­re Tätig­keit steht unter dem Schutz der frei­en Berufs­wahl. Wenn das nicht mehr der Fall ist, müss­te ich ille­gal arbei­ten.“ ———————————————————————- Lisa (56), Sexu­al­be­glei­te­rin und Tan­tra­mas­seu­rin Auch mich wür­de ein Ver­bot tref­fen! Und ich mache mei­ne Arbeit mit Herz und Freu­de! Ver­bot rei­zen zum Hintergehen…Klare Gesetz­li­che Ver­bes­se­run­gen zur Aner­ken­nung unse­rer Arbeit soll­ten her! ———————————————————————- The­re­sa, Bor­dell-Pro­sti­tu­ier­te, Ber­lin: “Men­schen­han­del ist kein Pro­blem der Lega­li­tät von Pro­sti­tu­ti­on, son­dern von Armut und restrik­ti­ven Migra­ti­ons­ge­set­zen — dar­über will aber kei­ner reden. Statt­des­sen wird popu­lis­tisch ein Pro­sti­tu­ti­ons­ver­bot gefor­dert, das weder Opfern von Men­schen­han­del noch Sexarbeiter_innen hilft. Sexarbeiter_innen brau­chen Rech­te und gute Arbeits­be­din­gun­gen, kei­ne Zwangs­ret­tung!” ———————————————————————- Tanja_Regensburg, 51 Escort und Sex­dienst­leis­te­rin Ein Ver­bot von Pro­sti­tu­ti­on löst nicht die Pro­ble­me der Armuts­mi­gra­ti­on. Die schwei­gen­de Mehr­heit der selbst­be­stimm­ten Sex­dienst­leis­te­rIn­nen arbei­tet dis­kret und “unsicht­bar”. Ein Ver­bot wür­de uns  und unse­re Kun­den in die Ille­ga­li­tät drän­gen, und damit recht- und schutz­los der Will­kür von Kun­den und Behör­den aus­lie­fern. Nur Rech­te schüt­zen uns davor, Ver­bo­te bedeu­ten erhöh­te Gefahr!“ ———————————————————————- Mela­nie, Escort­da­me aus NRW “Das Ver­hält­nis zwi­schen Pro­sti­tu­ti­on und Zwangsprostitution/Menschenhandel ist genau­so wenig gleich zu set­zen wie Sex und Ver­ge­wal­ti­gun­gen! Das eine geschieht frei­wil­lig und selbst­be­stimmt und soll­te durch Rech­te und Auf­klä­rung gestärkt wer­den. Das ande­re ist eine Straf­tat, die ver­folgt und bestraft wer­den muss.“ ———————————————————————- Romy, Sex­ar­bei­te­rin aus Ham­burg Nürn­berg „Frau Wilew­ski, auch wenn Sie es sich nicht vor­stel­len kön­nen: Die meis­ten Sex-Dienst­leis­te­rIn­nen in D arbei­ten in die­sem Beruf, weil sie es wol­len. Ich lie­be mei­nen Job, er tut mir gut, ich bin froh, daß ihn gefun­den habe! Ich ver­wei­ge­re mich einer “Zwangs­ret­tung” durch Men­schen, die mir ihre Moral auf­dok­tri­nie­ren wol­len! Ich ken­ne vie­le Kol­le­gin­nen in allen Seg­men­ten des Gewer­bes, die das genau­so sehen. Sie als Außen­ste­hen­de kön­nen das NICHT beur­tei­len, Sie kon­stru­ie­ren anstatt des­sen aus tra­gi­schen Ein­zel-Schick­sa­len eine gene­rel­le Aus­sa­ge und sehen letzt­end­lich nur das, was Sie sehen wol­len. Mit einer Ille­ga­li­sie­rung ent­rech­ten Sie mich in mei­ner Berufs­aus­übung und gefähr­den mei­ne Sicher­heit. Nur eine kon­se­quen­te Aner­ken­nung mei­nes Beru­fes und der gesetz­lich ver­an­ker­te Schutz der Rech­te von Sex­wor­kern bil­det den Rah­men dafür, daß wirk­lich ALLE mei­ne Kol­le­gIn­nen ihrer Tätig­keit in Wür­de und Frei­heit nach­ge­hen kön­nen! ———————————————————————- Cathe­ri­ne, 39 Escort und Sex­dienst­leis­te­rin “Das wich­tigs­te und höchs­te Gut, ist die Frei­heit des Ein­zel­nen und dazu gehö­ren auch wir als Pro­sti­tu­ier­te. Hier wird aber jetzt schon ein­deu­tig über­re­gu­liert! Sperr­be­zirk, Kon­dom-Pflicht (Bay­ern), Bau­recht, Straf­recht, chao­ti­sche Gewer­be- und Steu­er­re­ge­lun­gen und auch noch ein Wer­be­ver­bot kommt dazu. Wer nicht nur ein Lip­pen­be­kennt­nis machen will und nicht zu die all­ge­mei­ne ethisch-gepräg­ten und sehr lukra­ti­ven Ret­tungs­in­dus­trie gehö­ren will, fragt uns wie es aus­sieht. Die All­ge­mein­heit darf über­all in Deutsch­land ihre Lebens­un­ter­halt bestrei­ten, wir aber nicht. Wir ver­lan­gen von einer Gesell­schaft, ein­fach nur die glei­chen Men­schen­rech­te.“