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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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EU-Koordinatorin für Kampf gegen Menschenhandel „Keine Erkenntnisse, dass wesentlich mehr Ukrainerinnen Opfer wurden“

EU-Koordinatorin für Kampf gegen Menschenhandel „Keine Erkenntnisse, dass wesentlich mehr Ukrainerinnen Opfer wurden“

EU-Koordinatorin für Kampf gegen Menschenhandel „Keine Erkenntnisse, dass wesentlich mehr Ukrainerinnen Opfer wurden“
Seit Beginn des Ukrai­ne­kon­flik­tes besteht die Sor­ge, dass aus der Ukrai­ne geflüch­te­te Frau­en und Kin­der in Deutsch­land gefähr­det sind, Opfer von Men­schen­han­del und Zwangs­pro­sti­tu­ti­on zu wer­den. Wie schät­zen Expert*innen die der­zei­ti­ge Lage für geflüch­te­te Ukrainer*innen ein? Dia­ne Schmitt, EU-Koor­di­na­to­rin für Kampf gegen Men­schen­han­del, beton­te im Juli in einem Inter­view mit der WELT, dass obwohl flüch­ten­de Frau­en und Kin­der einen „idea­len Rekru­tie­rungs­pool für Kri­mi­nel­le“ stel­len, es bis­her kei­ne Erkennt­nis­se gibt, „dass wesent­lich mehr Ukrai­ne­rin­nen Opfer von Men­schen­han­del wur­den als vor dem rus­si­schen Angriffs­krieg“. In Zusam­men­ar­beit zwi­schen Euro­pol, Fron­tex, natio­na­len Behör­den und Orga­ni­sa­tio­nen, sowie dem Bun­des­kri­mi­nal­amt und dem Lan­des­kri­mi­nal­amt Ber­lin wur­de „allen Hin­wei­sen nach­ge­gan­gen“. „… bis heu­te gibt es nicht sehr vie­le bestä­tig­te Fäl­le, dass die Flücht­lin­ge auch noch zum Opfer von Men­schen­händ­lern wur­den.“ Laut Schmitt liegt das auch an einer „inten­si­ven Sen­si­bi­li­sie­rung sei­tens der EU, der Staa­ten und der Orga­ni­sa­tio­nen der Zivil­ge­sell­schaft“. Dass die Fall­zah­len so gering sind, liegt sicher auch an der sehr unkom­pli­zier­ten und breit auf­ge­stell­ten staat­li­chen Unter­stüt­zung für Men­schen aus der Ukrai­ne. Im Gegen­satz zu Geflüch­te­ten aus vie­len ande­ren Län­dern, erhal­ten Ukrainer*innen Auf­ent­halts­recht, eine Woh­nung, Über­brü­ckungs­geld sowie eine Arbeits­er­laub­nis — all dies sind Grund­la­gen, die gegen Aus­beu­tung und Men­schen­han­del hel­fen. EU: Vor­ge­hen gegen Men­schen­han­del und sexu­el­le Aus­beu­tung Im Mai die­sen Jah­res ver­öf­fent­lich­te die EU Kom­mis­si­on einen Plan zur Bekämp­fung des Men­schen­han­dels und zum Schutz von Men­schen aus der Ukrai­ne. Die Zie­le:
  1. Stär­ke­re Sen­si­bi­lie­rung für die Risi­ken des Men­schen­han­dels und Ein­rich­tung spe­zi­el­ler Hel­pli­nes
  2. Ver­stär­kung der Prä­ven­ti­on des Men­schen­han­dels
  3. Ver­bes­se­rung der Straf­ver­fol­gung
  4. Frü­he Iden­ti­fi­zie­rung und Unter­stüt­zung der Betrof­fe­nen
  5. Bekämp­fung der Risi­ken des Men­schen­han­dels ins­be­son­de­re in der Ukrai­ne und Mol­da­wi­en
Der Plan ist Teil einer 10-Punk­te-Akti­ons­plans der EU für die Jah­re 2021 – 2025 zur Bekämp­fung des Men­schen­han­dels. Der KOK- Bun­des­wei­ter Koor­di­nie­rungs­kreis gegen Men­schen­han­del e.V. — ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Hin­wei­se zu Gefah­ren und Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten für Flüch­ten­de aus der Ukrai­ne. Nied­rig­schwel­li­ger Zugang zu Schutz und Bera­tung für Betrof­fe­ne Pro­jek­te und Initia­ti­ven gegen Men­schen­han­del und gegen sexu­el­le Aus­beu­tung brau­chen drin­gend Unter­stüt­zung. Betrof­fe­nen oder gefähr­de­ten Men­schen muss der Zugriff auf Infor­ma­ti­on, Schutz und Bera­tung anonym und nied­rig­schwel­lig mög­lich gemacht wer­den – unab­hän­gig davon ob es sich um Sex­ar­bei­ten­de han­delt und unab­hän­gig davon ob sie im Besitz eines ukrai­ni­schen Pas­ses sind. Es gilt unbe­dingt zu ver­hin­dern, dass flüch­ten­de oder geflüch­te­te Men­schen aus der Ukrai­ne – egal wel­cher Tätig­keit sie in der Ukrai­ne nach­ge­gan­gen sind – sexu­el­ler Aus­beu­tung oder Men­schen­han­del zum Opfer fal­len und durch List oder mit Gewalt in Aus­beu­tungs­ver­hält­nis­se gedrängt wer­den. Unter­schei­dung zwi­schen Sex­ar­beit und Straf­tat­be­stand Zwangs­pro­sti­tu­ti­on Als Berufs­ver­band, der sich für die Rech­te und Lebens­qua­li­tät von Sex­ar­bei­ten­den ein­setzt, ist es uns auch wich­tig der Ver­brei­tung von Fehl­in­for­ma­tio­nen ent­ge­gen zu wir­ken. Eini­ge Sexarbeitsgegner*innen instru­men­ta­li­sie­ren die durch den Ukrai­ne­kon­flikt in den Medi­en prä­sen­te Gefahr von sexu­el­ler Aus­beu­tung von Flüch­ten­den, um für eine gene­rel­le Abschaf­fung oder Ein­däm­mung von Sex­ar­beit in Deutsch­land zu plä­die­ren. Für mehr Infor­ma­tio­nen zur Ver­mi­schung und Unter­schei­dung von sexu­el­ler Aus­beu­tung und Men­schen­han­del mit Sex­ar­beit, hat der BesD e.V. eine umfas­sen­de Info­sei­te zu genau die­sem The­men­kom­plex zusam­men­ge­stellt -> Hier wei­ter­le­sen. Ver­an­stal­tungs-Tipp: Fach­tag zu Men­schen­han­del und sexu­el­ler Aus­beu­tung  „Men­schen­han­del zum Zwe­cke der sexu­el­len Aus­beu­tung hat vie­le Gesich­ter“ Mehr lesen Datum und Uhr­zeit: 29. Sep­tem­ber 2022, ab 16:00 Uhr Ort: Bre­mi­sche Bürg­schaft Fest­saal, Am Markt 20, 28195 Bre­men Ver­an­stal­ter: Fach­be­ra­tungs­stel­le für Betrof­fe­ne von Men­schen­han­del und Zwangs­pro­sti­tu­ti­on Kos­ten: 85,00 Euro (inkl. Ver­pfle­gung) Anmel­dung: Bis zum 09. Sep­tem­ber HIER