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2. Juni: Hurentag

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Geraten Ukraine-Geflüchtete in Deutschland in die Zwangprostitution?

Geraten Ukraine-Geflüchtete in Deutschland in die Zwangprostitution?

Geraten Ukraine-Geflüchtete in Deutschland in die Zwangprostitution?
Kom­men­tar von Johan­na Weber, poli­ti­scher Spre­che­rin — Die Medi­en sind voll von die­sem The­ma. Es ent­steht der Ein­druck, dass mas­sen­haft Frau­en und Kin­der an den Bahn­hö­fen abge­fan­gen und die die Pro­sti­tu­ti­on gebracht wer­den. Es sol­len dort mehr oder weni­ger zwie­lich­ti­ge Män­ner rum­lun­gern und Unter­künf­te anbie­ten. In den Tele­gramm­grup­pen der frei­wil­li­gen Hel­fen­den warnt die Poli­zei regel­mä­ßig davor. Ich kann das bestä­ti­gen, denn als Rus­sisch­spra­chi­ge habe mich auch zum Hel­fen gemel­det. Mein per­sön­li­cher Ein­druck von den Ankom­men­den ist, dass dort gestan­de­ne Frau­en mit ihren Kin­dern kom­men, die dir eher den Kitt aus der Bril­le hau­en als Opfer von irgend­wel­chen Lover­boys oder Zuhäl­tern wer­den. Erstaunt war ich wie schlecht die­se Men­schen Eng­lisch kön­nen, denn es wur­de fast stän­dig nach Über­set­zung geru­fen. Kom­men wir nun aber zu der Fra­ge, wie rea­lis­tisch ist es, dass die­se Men­schen in der Zwangsspro­sti­tu­ti­on lan­den? Nicht, dass ich wie­der falsch ver­stan­den wer­de. Ja, es gibt sicher Fäl­le, in denen die deso­la­te Situa­ti­on der Geflüch­te­ten aus­ge­nutzt wird und sie zu Men­schen­han­dels­op­fern wer­den. Nein, ich fin­de das über­haupt nicht gut. Posi­tio­nen die ich tei­le fin­den sich unten im Anhang 1) Wie immer wün­sche ich mir aber eine rea­lis­ti­sche Betrach­tung. Die­se Hys­te­rie, die aktu­ell um die­ses The­ma betrei­ben wird, hal­te ich für völ­lig über­trie­ben. WARUM? 1) Die Geflüch­te­ten aus der Ukrai­ne sind sehr gut infor­miert. Die Infor­ma­ti­on über die ver­meint­li­che Zwangs­pro­sti­tu­ti­on ist über Social Media und Mund­pro­pa­gan­da über­all ange­kom­men. Dies ist mei­ne per­sön­li­che Ein­schät­zung im Gespräch mit den Organisator*innen der Ankom­men­den­hil­fe am Haupt­bahn­hof. Nach­weis­lich zeigt das der Bericht über einen Bus­un­ter­neh­mer aus Nürn­berg, der mit drei Bus­sen Hilfs­gü­ter an die polnisch/ukrainische Gren­ze gefah­ren hat und auf dem Rück­weg Geflüch­te­te mit­neh­men woll­te in von der Stadt Nürn­berg orga­ni­sier­te Unter­künf­te. Die Men­schen sind nicht mit­ge­fah­ren, weil sie befürch­te­ten in der Zwangs­pro­sti­tu­ti­on zu lan­den. -> https://www.infranken.de/lk/nuernberg/nu…rt-5407671   2) Die Geflüch­te­ten aus der Ukrai­ne sind nicht mit­tel­los Sie haben in der Regel aus­rei­chend finan­zi­el­le Mit­tel, um über die ers­te Zeit zu kom­men. Oft haben sie Bekann­te oder Ver­wand­te zu denen sie rei­sen. Der Deut­sche Staat unter­stützt die Geflüch­te­ten mit Gel­dern für den All­tag und auch für die Unter­brin­gung. Es ist eine Grund­ver­sor­gung vor­han­den. Die Men­schen müs­sen also nicht anschaf­fen gehen, um die nächs­ten Tage zu über­le­ben.   3) Die Geflüch­te­ten aus der Ukrai­ne dür­fen arbei­ten Sie erhal­ten sofort eine Arbeits­ge­neh­mi­gung. Dies ist kom­plett neu, denn so viel unkom­pli­zier­te Soli­da­ri­tät gab es in Deutsch­land noch nie bei Geflüch­te­ten­grup­pen. Ich bin sehr erstaunt und abso­lut begeis­tert, dass so etwas in Deutsch­land mög­lich ist. Ohne Deutsch- oder Eng­lisch­kennt­nis­se ist es natür­lich nicht leicht einen gut­be­zahl­ten Job zu bekom­men, aber die ein­zi­ge Alter­na­ti­ve zum Über­le­ben ist nicht die Pro­sti­tu­ti­on.   4) Die Geflüch­te­ten aus der Ukrai­ne sind gestan­de­ne Frau­en Das Bild von der unbe­darf­ten, mit­tel­lo­sen und trau­ma­ti­sier­ten jun­gen Frau, die allei­ne reist und sofort mit irgend­ei­nem frem­den Mann mit­geht, ent­spricht nicht der Rea­li­tät. Ich habe so gut wie kei­ne allein­rei­sen­den jun­gen Frau­en auf dem Bahn­hof in Ber­lin ange­trof­fen. Es han­delt sich fast immer um Fami­li­en. Natür­lich sind es nur hal­be Fami­li­en, denn die Män­ner sol­len ja nicht aus­rei­sen. Es kom­men lebens­er­fah­re­ne Müt­ter, die mit ihren Kin­dern — oft auch Jun­gen­d­li­che oder Stu­die­ren­de. Es gab eini­ge allein­rei­sen­de jun­ge Män­ner, die natür­lich als Ver­rä­ter gel­ten, denn sie hau­en ein­fach ab, statt das Vater­land zu ver­tei­di­gen. Ich konn­te deren Sor­gen gut ver­ste­hen.  
1) Links zu Mei­nun­gen und Infos für Ukrai­ni­sche Geflüch­te­te Posi­tio­nie­rung des BesD dazu -> https://www.berufsverband-sexarbeit.de/i…usbeutung/ Pres­se­mit­tei­lung des kok (Bun­des­wei­ter Koor­di­nie­rungs­kreis gegen Men­schen­han­del) -> https://www.kok-gegen-menschenhandel.de/…-schuetzen Über­sichts­sei­te der Aids­hil­fe für Geflüch­te­te -> https://www.aidshilfe.de/ukraine-hilfen-gefluechtete