
Hintergrundwissen
Am 2. Juni 1975 fand im französischen Lyon der berühmte “Hurenstreik” statt. Wochenlang besetzten über 100 Sexarbeitende die Kirche Saint-Nizier, um gegen zunehmende Repressionen zu kämpfen. Das Datum gilt seitdem als Internationaler Hurentag und Ausgangspunkt der Selbstorganisation von Sexarbeitenden. Doch die Möglichkeit an Regelungen für ihre Branche mitzuwirken und Einfluss zu nehmen bleibt Sexarbeitenden bis heute weitgehend verwehrt. Hier liest Du den grandiosen Blogbeitrag unserer Kollegin Madame Kali zur Geschichte der Hurenbewegung.Die dringend benötigte Unterstützung und Stärkung von Menschen in der Sexarbeit, die realistische Wahrnehmung von Armutsprostitution, Arbeitsmigration und internationalem Wohlstandsgefälle wird oft durch Grabenkämpfe hintangestellt. Bei der Beschäftigung mit Sexarbeit ist es wichtig, der Vielfalt und extrem breiten Fächerung des Themas gewahr zu bleiben. Es bedarf Expert*innen aus vielen Sparten und Sexarbeitende aus verschiedenen Bereichen der Branche, die ihre Erfahrungen teilen. Nur so können sinnvolle Wege zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, einer rechtlichen Stärkung von Menschen in der Sexarbeit und der Bekämpfung von Menschenhandel gefunden werden!




