Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Kundgebung und Protest gegen die Einführung des schwedischen Modells in Deutschland — 15.10. Berlin Bundestag

Kundgebung und Protest gegen die Einführung des schwedischen Modells in Deutschland — 15.10. Berlin Bundestag

Kundgebung und Protest gegen die Einführung des schwedischen Modells in Deutschland — 15.10. Berlin Bundestag
Frei­er­be­stra­fung nimmt uns unse­re Kun­den und somit die Arbeits­grund­la­ge WANN?      15.10.2019, 18:00 Uhr WO?            Bun­des­tag “Paul-Löbe-Haus”, Paul-Löbe-Allee, 10557 Ber­lin WER?         Alle Sex­ar­bei­ten­den und Unter­stüt­zer WARUM? An die­sem Diens­tag fin­det im Bun­des­tag die ers­te Sit­zung des par­la­men­ta­ri­schen Arbeits­krei­ses zum The­ma Pro­sti­tu­ti­on statt. Ein­be­ru­fen von der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Leni Brey­mai­er (SPD). Sie enga­giert sich auch in der Orga­ni­sa­ti­on ‚Sis­ters‘ für das Ver­bot von Sex­ar­beit. Auch ande­re teil­neh­men­de Politiker*innen der CDU/CSU und der SPD haben sich bereits posi­tio­niert: Sie wol­len das „nor­di­sche Modell“ das soge­nann­te „Sexkauf­ver­bot“ ein­füh­ren. Inti­tiert wur­de die­se Akti­on von der Initia­ti­ve “Sex­ar­beit ist Arbeit”. Hier deren Auf­ruf Der BesD schließt sich an deren Akti­on an. Stel­lung­nah­me des Berufs­ver­ban­des zu den Bestre­bun­gen der oben genann­ten Politker*innen. Die Jus­tiz­mi­nis­te­rin, Chris­ti­ne Lam­brecht, hat sich aller­dings schon gegen die Straf­re­ge­lung im Sin­ne der Frei­er­be­stra­fung aus­ge­spro­chen. “Da, wo man das nor­di­sche Modell gewählt hat, hat dies nicht etwa zu einem Rück­gang der Pro­sti­tu­ti­on geführt, auch nicht zu mehr Rech­ten und mehr Sicher­heit für die Pro­sti­tu­ier­ten. Im Gegen­teil: Sie sind mehr Gewalt und grö­ße­ren Gefah­ren aus­ge­setzt.” 1) Der Name “nor­di­sches Modell” ist irre­füh­rend, denn es han­delt sich um das schwe­di­sche Modell. In Schwe­den geht man davon aus, dass Pro­sti­tu­ti­on nur unter Zwang erfol­gen kann. Die Frau wird als Opfer gese­hen und soll geschützt wer­den, wäh­rend der Mann pau­schal als Täter veruteilt wird. Der Kauf sexu­el­ler Dienst­leis­tun­gen steht unter Stra­fe, wäh­rend Pro­sti­tu­ier­te ihre Dienst­leis­tun­gen legal anbie­ten dür­fen. Was nicht gesagt wird ist, dass jeg­li­che Unter­stüt­zung von Sex­ar­bei­ten­den ille­gal ist. So z.B. Fahr­ser­vice zu einem Escort-Date ins Hotel und wenn Kol­le­gin­nen sich gegen­sei­tig Schutz bie­ten wol­len. Auch Bor­dell­be­trie­be sind ver­bo­ten, und Arbei­ten in Pri­vat­woh­nun­gen ist sehr schwie­rig, denn es darf nicht an Sex­ar­bei­ten­de ver­mie­tet wer­den. Es gibt Fäl­le, dass Sex­ar­bei­ten­den das Sor­ge­recht für ihre Kin­der aberkannt wur­de. Es gibt Fäl­le, dass Kin­der der Zuhäl­te­rei ange­klagt wur­den, weil sie vom “Huren­lohn” ihrer Eltern leben. In Irland sit­zen zwei Sex­ar­bei­te­rin­nen im Gefäng­nis, weil sie sich zum Schutz eine Arbeits­woh­nung teil­ten und dies als ille­ga­les Bor­dell gewer­tet wur­de. Daß der Stra­ßen­strich kaum noch exis­tiert wird als Erfolg des schwe­di­schen Modells ver­kauft, ist aber eine natür­li­che Fol­ge, wenn Sexkauf unter Stra­fe steht. Um über­haupt noch Kun­den zu errei­chen wei­chen die Sex­ar­bei­ten­den aus an ver­las­se­ne Plät­ze und Orte außer­halb der dicht­be­völ­ker­ten Städ­te. Die Arbeits­be­din­gun­gen in den Län­dern mit Schwe­di­schem Modell sind schlecht. Die Gewalt nimmt zu 2). Es gibt kei­ne wis­sen­schaft­lich halt­ba­ren Zah­len, dass der Men­schen­han­del in den Län­dern zurück­ge­gan­gen ist. Die Sex­ar­beit ins­ge­samt ver­la­gert sich in den Unter­grund und in das Inter­net. Infos dazu lie­fert die Schwe­di­sche Sex­ar­beits-Orga­ni­sa­ti­on Fuck­för­bun­det: www.fuckforbundet.com „Die guten Kun­den sind weg, und die schlech­ten sind geblie­ben!“ resi­gnier­te Aus­sa­ge einer schwe­di­schen Sex­ar­bei­te­rin eini­ge Jah­re nach der Ein­füh­rung der Frei­er­be­stra­fung. Bei den Bestre­bun­gen die­se gesetz­li­chen Rege­lun­gen auch in Deutsch­land ein­zu­füh­ren, geht es nicht dar­um den Sex­ar­bei­ten­den zu hel­fen, son­dern die Pro­sti­tu­ti­on soll abge­schafft wer­den — unter dem Deck­man­tel des Schut­zes. Den Sex­ar­bei­ten­den sol­len „Aus­stiegs-Pro­gram­me“ ange­bo­ten wer­den. Ein Jahr nach der Ein­füh­rung der Frei­er­be­stra­fung in Frank­reich ermit­tel­te eine Unter­su­chung  nur eine ver­schwin­dend klei­ne Zahl an erfolg­rei­chen Umstei­ge­rin­nen 3) Die angeb­li­che Ziel­grup­pe wird nicht erreicht, denn ein gro­ßer Teil der Sex­ar­bei­ten­den möch­te ihre Tätig­keit gar nicht been­den. „Mei­ne Arbeit ist nicht mein Pro­blem, son­dern wie die Gesell­schaft damit umgeht.“ Des­halb kommt alle am Diens­tag zur Pro­test­ak­ti­on vor dem Abge­ord­ne­ten­haus. FLUGBLATT Down­load Hier eine Erklä­rung von Sex­ar­beit-ist-Arbeit, war­um der Aus­schuss nicht ergeb­nis­of­fen ist, son­dern die Zie­le schon klar auf dem Tisch lie­gen. Ziel: 1. Schwe­di­sches Modell 2. Abschaf­fung Pro­sti­tu­ti­on   Fra­gen zur Akti­on: www.sexarbeit-ist-arbeit.de Fra­gen all­ge­mein: Johan­na Weber, poli­ti­sche Spre­che­rin des BesD 0151–1751 9771 oder  
1) Jus­tiz­mi­nis­te­rin, Chris­ti­ne Lam­brecht, gegen das nor­di­sche Modell: https://www.maz-online.de/Nachrichten/Politik/Bundesjustizministerin-warnt-vor-Prostitution-in-dunklen-Ecken 2) Extre­me Zunah­me von Gewalt an Sex­ar­bei­ten­den nach Ein­füh­rung des schwe­di­schen Modells in Irland: https://www.belfasttelegraph.co.uk/news/republic-of-ireland/crime-against-sex-workers-almost-doubles-since-law-change-37957334.html 3) wenig erfolg­rei­ches Exit-Pro­gramm für Sex­ar­bei­ten­de in Frank­reich https://twnews.co.uk/gb-news/searching-for-the-entrance-to-france-s-prostitution-exit-programme  
  Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen: Fak­ten und Hin­ter­grün­de über das Schwe­di­sche Modell: https://menschenhandelheute.net/2014/07/01/prostitution-und-menschenhandel-1-die-wahrheit-über-das-nordische-und-schwedische-modell/ Wis­sen­schaft­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Schwe­di­schen Modell (S.Dodillet,P.Östergren) http://www.petraostergren.com/upl/files/54259.pdf Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung: Ver­gleich zwi­schen der deut­schen und der schwe­di­schen Pro­sti­tu­ti­ons­de­bat­te http://www.bpb.de/apuz/155371/deutschland-schweden-unterschiedliche-ideologische-hintergruende-in-der-prostitutionsgesetzgebung?p=all Sex­ar­beit in der EU und Aus­wir­kun­gen für Deutsch­land https://berufsverband-sexarbeit.de/wp-content/uploads/2017/11/SPEICHERN-Workshop-Sexarbiet-in-Europa-und-Schwedisches-Modell.pdf War­um das Sexkauf­ver­bot vor allem migran­ti­schen Sex­ar­bei­ten­den scha­det https://berufsverband-sexarbeit.de/index.php/2019/09/04/strategien-gegen-ausbeutung-und-gewalt-warum-ein-sexkaufverbot-vor-allem-migrantischen-sexarbeiterinnen-schadet/