Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Mein erstes Mal… Bei einer Mitgliederversammlung! — Das Kennenlernen

Mein erstes Mal… Bei einer Mitgliederversammlung! — Das Kennenlernen

Mein erstes Mal… Bei einer Mitgliederversammlung! — Das Kennenlernen
Die­ser Bei­trag schil­dert die Ein­drü­cke eines unse­rer neus­ten Mit­glie­der von der Mit­glie­der­ver­samm­lung Mit­te April: Am Bahn­hof erkann­te ich das Gesicht von Johan­na und quatsch­te sie an. Ich war viel zu neu­gie­rig und woll­te mich sofort vor­stel­len. Wir waren mit dem­sel­ben Zug aus Ber­lin her­ge­fah­ren und nun muss­ten wir in die Regio­nal­bahn umstei­gen. Mein ers­ter per­sön­li­cher Kon­takt mit dem BesD… Auf­re­gend! Vor einem hal­ben Jahr bekam ich beim Gesund­heits­amt den Fly­er des Ver­eins mit einer herz­li­chen Emp­feh­lung. Es ver­ging eine Zeit, bis ich die Ent­schei­dung traf. Zuerst kon­tak­tier­te ich Char­lie aber mir war es vor allem wich­tig, die Leu­te per­sön­lich ken­nen­zu­ler­nen. Ich hat­te Glück, näm­lich soll­te die Mit­glie­der­ver­samm­lung ein Monat spä­ter statt­fin­den. Johan­na freu­te sich sehr über mei­ne Anwe­sen­heit und ant­wor­te­te freund­lich all mei­ne unge­dul­di­gen Fra­gen. Auf dem Bahn­steig stell­te sie mir Fabi­en­ne und Nadi­ne vor. Bald saßen wir zu viert im Zug. Drau­ßen war es reg­ne­risch, die Gesprä­che drin­nen ent­spannt und wit­zig. Ganz nor­ma­le Men­schen halt, wie ich. Bald bom­bar­dier­te ich Nadi­ne mit Fra­gen über ihre span­nen­de For­schungs­ar­beit, bis wir das Ziel erreich­ten… Ich weiß nicht mehr, wann ich zu einer Ein­zel­gän­ge­rin wur­de. Schon am Ende mei­nes Phi­lo­so­phie­stu­di­ums in Spa­ni­en hat­te ich Poli­tik satt. Grup­pen mag ich i.d.R. nicht. Ent­we­der bin ich zu anspruchs­voll oder zu emp­find­lich. Nach sie­ben Jah­ren und offen­sicht­lich bei dem rich­ti­gen Anlass kam das Bedürf­nis, die mei­nes­glei­chen zu suchen. Aller­dings hat­te ich die gerings­te Ahnung, wie eine Mit­glie­der­ver­samm­lung über­haupt aus­sieht oder was für Men­schen ich dort begeg­nen wür­de. Eins wuss­te ich nur: Die Erfah­rung wür­de mich nicht kalt­las­sen. Die Mischung war bemer­kens­wert, drei ver­schie­de­ne Gene­ra­tio­nen und alle mög­li­chen Berufs­bil­der. Die Geschlech­ter waren auch reprä­sen­tiert. Unser anfangs intro­ver­tier­ter Koch wür­de uns flei­ßig über das Wochen­en­de mit selbst­ge­mach­ten Lecke­rei­en besor­gen, wie der Will­kom­mens­ap­fel­streu­sel­ku­chen, die Bur­ger­stra­ße bei der Grill­par­ty oder die Abschieds­piz­za. Ziem­lich schnell wür­de er sich einer von uns füh­len und mir mit einem strah­len­den Lächeln ver­ra­ten, er hät­te nie zuvor so ein net­tes Publi­kum gehabt. Ich kom­me aus Spa­ni­en und woh­ne seit 5 Jah­ren in Deutsch­land. Wie vie­le Umwe­ge das Leben für mich bereit hat­te, hät­te ich nie geahnt. Got­tes Wege sind uner­gründ­lich, sagt man gern in katho­li­schen Län­dern. In Deutsch­land kann ich atmen und füh­le mich frei. Ja, ich lie­be Deutsch­land. Aber vor allem lie­be ich deut­sche Frau­en. Zumal sie mein ehe­ma­li­ges sexis­ti­sches Frau­en­bild änder­ten… (Mehr dazu ein anders Mal) Das Haus war groß­zü­gig und gemüt­lich. Drin­nen oder drau­ßen in der Son­ne lie­fen die Ter­mi­ne und Work­shops nach Plan. Es wur­de flei­ßig geackert. Uni­ver­si­tä­res Arbei­ten durch Sex­ar­bei­ter! Lei­den­schaft­lich dis­ku­tiert wur­de es auch. Die Grup­pe fand sich aber immer wie­der zusam­men. Damit hat­te bestimmt Fabi­en­nes stren­ge aber zugleich auf den Punkt brin­gen­de Mode­ra­ti­on zu tun. Demo­kra­tie ist nun mal auch anstren­gend, das weiß jeder. Beson­ders schön war der letz­te Abend am Lager­feu­er, man­che von uns tru­gen schwar­ze Gesichts­mas­ken am Gesicht, die Fabi­en­ne uns besorg­te. Die unter­schied­lichs­ten Lebens­ge­schich­ten flo­gen durch die Luft. Der Wein und der Tief­gang der Betei­lig­ten sorg­ten für eine groß­ar­ti­ge Stim­mung… Nun muss ich mei­ne Mei­nung über Ver­samm­lun­gen und Grup­pen defi­ni­tiv revi­die­ren. Klu­ge Sachen zu sagen oder guten Ideen zu haben ist doch kei­ne Kunst. Die Mischung aus ech­tem Enga­ge­ment, Respekt, Beschei­den­heit und Warm­her­zig­keit, die ich beim BesD fand, wohl. Ich dan­ke euch und freue mich auf „mehr“ von und mit dem BesD! Lola