Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Migrantische Sexarbeitende sprechen über Corona und ihr Leben

Migrantische Sexarbeitende sprechen über Corona und ihr Leben

Migrantische Sexarbeitende sprechen über Corona und ihr Leben
TAMPEP ist ein euro­päi­sches Netz­werk, das sich für die Rech­te und die Gesund­heit von migran­ti­schen Sexarbeiter*innen ein­setzt. Anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Tags gegen Gewalt an Sex­ar­bei­ten­den hat die Orga­ni­sa­ti­on ein Video und ein Book­let mit den Stim­men von migran­ti­schen Sex­ar­bei­ten­den aus ver­schie­de­nen Län­dern ver­öf­fent­licht. Die Pan­de­mie nimmt kein Ende und auch in Deutsch­land müs­sen vie­le Sex­ar­bei­ten­de des­halb Schul­den auf sich neh­men. Mehr als die Hälf­te derer, die 2021 Geld aus unse­rem Not­hil­fe Fonds bean­tragt haben, haben kei­nen fes­ten Wohn­sitz. Wir stel­len der­zeit eine der weni­gen Alter­na­ti­ven zu offi­zi­el­le­ren Hil­fe­stel­len dar, die aus ver­schie­de­nen Grün­den für vie­le Sex­ar­bei­ten­de kei­ne Opti­on sind. Wir sind auf jede ein­zel­ne Spen­de ange­wie­sen: Hier geht’s zur Spen­den-Web­site des BesD Not­hil­fe Fonds. Die deut­sche Über­set­zung der State­ments hier­un­ter stammt vom BesD e.V. und bezieht sich auf die eng­li­sche Über­set­zung von TAMPEP aus den Ori­gi­nal­spra­chen.
Die Covid-19-Krise betraf für mich als Sexarbeiterin praktisch 100 % meines gesamten Einkommens. Am Anfang konnte ich nicht rausgehen, weil es eine Ausgangssperre gab. Um auszugehen, brauchte man eine Genehmigung.
Ich hat­te also kei­ne Kun­den, ich hat­te kei­ne Mög­lich­keit zu arbei­ten, vor allem da ich auf der Stra­ße arbei­te­te. Ich stand ohne Arbeit da. Um aus die­ser schwie­ri­gen Situa­ti­on her­aus­zu­kom­men, muss­te ich mich auf Freun­de, auf Kun­den, die mir hal­fen, und auf Ver­ei­ne, die Päck­chen mit Lebens­mit­teln, Kon­do­men, Gleit­mit­teln, Mas­ken und Des­in­fek­ti­ons­gel gegen Covid-19 ver­teil­ten, ver­las­sen. Lei­der hat die Regie­rung die Sex­ar­bei­te­rin­nen ver­ges­sen, sie hat nicht über uns gespro­chen und auch kei­ne Art von Hil­fe ange­bo­ten. Ich möch­te das Video mit der Fest­stel­lung abschlie­ßen, dass Sex­ar­beit auch ein Beruf ist.
Mein Name ist Melissa Campos, ich bin eine trans Frau und Escort. Was mir bei dieser Pandemie am meisten auffiel, war der Mangel an Gesundheitsstruktur, die Unsichtbarkeit, die Vernachlässigung und die Vergesslichkeit unserer politischen Vertreter in Bezug auf unsere Branche.
Die Kri­mi­na­li­sie­rung und Ver­fol­gung durch eine  Gesell­schaft, die aus­grenzt, die dis­kri­mi­niert, aber gleich­zei­tig die­sen Han­del auf­recht­erhält und kon­su­miert, durch unse­re Kör­per. Ich möch­te unse­re Ver­tre­ter bit­ten, sen­si­bler zu sein für unse­re Sache. Dass sie sich dar­an erin­nern, dass wir auch Bür­ger sind. Dass sie dar­über nach­den­ken und gesetz­li­che Rege­lun­gen schaf­fen, die Rech­te für alle garan­tie­ren, ohne Unter­schied.
Ich bin Vanesa de la Torre, 35 Jahre alt und komme aus Kolumbien. Jetzt bin ich hier in Italien.
Wäh­rend der Pan­de­mie war es sehr schwie­rig für mich, immer ein­ge­sperrt zu sein und nir­gend­wo hin zu kön­nen. Ich habe Vor­sichts­maß­nah­men getrof­fen und war ver­ant­wor­tungs­be­wusst. Ich bin eine Per­son, die Sex­ar­beit macht. Ich muss­te eini­ge har­te Zei­ten durch­ma­chen, aber dank der Betreu­ung durch den Ver­ein Stel­la Pola­re habe ich Hil­fe bekom­men, jeman­den, mit dem ich reden konn­te. Sie haben mir psy­cho­lo­gisch gehol­fen. Ich ler­ne gera­de Medi­ta­ti­on gegen Depres­sio­nen und Angst­zu­stän­de. Ich hof­fe, dass die Din­ge bes­ser wer­den, dass es mir gut geht, hier in die­sem Land, das mich mit offe­nen Armen auf­ge­nom­men hat. Aber es gibt immer noch die Stig­ma­ti­sie­rung, dass ich ein trans Mäd­chen bin und kei­ne Pri­vi­le­gi­en wie ande­re habe. Ich hof­fe, dass sie den Ver­bän­den hel­fen kön­nen, damit wir alle, trans Frau­en, trans Mäd­chen, ein bes­se­res Leben haben und es uns so gut wie mög­lich geht hier in Ita­li­en, und dass sie uns hel­fen kön­nen. Es gibt vie­le von uns, die in Schwie­rig­kei­ten ste­cken und gro­ße Pro­ble­me haben.
Mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie ging meine Arbeit als Sexarbeiterin um 80 % zurück, weil ich nicht in der Lage war außerhalb des Lands zu reisen, wo ich meine sexuellen Dienstleistungen anbiete.
Zu Beginn gab es Maß­nah­men wie Bewe­gungs-Ein­schrän­kun­gen, poli­zei­li­che Aus­gangs­sper­ren und das Ver­bot, ins Aus­land zu rei­sen. In der Zwi­schen­zeit wur­den die Maß­nah­men redu­ziert, aber das Anbie­ten von sexu­el­len Dienst­leis­tun­gen war immer noch pro­ble­ma­tisch, weil ich Angst vor der Über­tra­gung des Coro­na­vi­rus hat­te. Rei­sen in ande­re Län­der waren auch ein Pro­blem, weil ich einen nega­ti­ven COVID-19-Test oder eine Impf­be­schei­ni­gung brauch­te und die erst ab Juni 2021 ver­füg­bar war. In die­ser Zeit gab es außer den zivil­ge­sell­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen nie­man­den, der Sex­ar­bei­te­rin­nen gehol­fen hat. Die Arbeit außer­halb mei­nes Lan­des stellt mich auch vor ande­re Pro­ble­me wie z. B. die Gesund­heits­vor­sor­ge-Unter­su­chun­gen, die sehr teu­er sein kön­nen. Aus die­sem Grund for­de­re ich die Ent­kri­mi­na­li­sie­rung der Sex­ar­beit in mei­nem Land, und auch über­all dort, wo sie kri­mi­na­li­siert ist, damit Sex­ar­bei­ten­de die glei­chen Rech­te und Leis­tun­gen wie alle ande­ren genie­ßen kön­nen. Ich for­de­re auch die Aner­ken­nung von Sex­ar­beit als Arbeit.
Als Sexarbeiterin, die nur indoor arbeitet, hat mich die COVID-19-Pandemie sehr getroffen. Zu Beginn wurden restriktive Maßnahmen verhängt, wie das Verbot an öffentlichen Orten wie Hotels, Restaurants, Cafés usw. zu sein, was es mir unmöglich machte, in meiner Stadt zu arbeiten.
Und ich konn­te nicht auf ande­re Städ­te aus­wei­chen, was bedeu­te­te, dass ich kein Ein­kom­men aus der Sex­ar­beit hat­te. Dank des Enga­ge­ments von STAR-STAR war ich irgend­wie in der Lage zu funk­tio­nie­ren. Und obwohl der Staat Hilfs­maß­nah­men anbot, wur­den wir nicht als Teil einer Gemein­schaft betrach­tet, näm­lich als Sex­ar­bei­ten­de. Nach­dem die ers­ten Maß­nah­men auf­ge­ho­ben wur­den, wur­de die Impf­pflicht als Vor­aus­set­zung für den Zugang zu öffent­li­chen Plät­zen ein­ge­führt, was ein gro­ßes Hin­der­nis für uns als Sex­ar­bei­ten­de, aber auch für unse­re Kun­den war. Unab­hän­gig von die­sen Maß­nah­men war die Angst vor einer COVID-19-Infek­ti­on auch ein Hin­der­nis für die Arbeit. Für siche­re und geschütz­te Sex­ar­beit muss Sex­ar­beit in der Repu­blik Nord­ma­ze­do­ni­en ent­kri­mi­na­li­siert wer­den.
Hallo! Ich bin eine Transsexuelle aus Osteuropa, genauer gesagt aus Rumänien. Ich bin 2015 nach Deutschland gekommen. Ich dachte, ich komme in ein Land, in dem ich nicht mit Problemen wie Homophobie und Diskriminierung konfrontiert werde und suchte nach einem besseren Leben.
Ich habe in Deutsch­land als Sex­ar­bei­te­rin in einem Bor­dell ange­fan­gen. Ich habe cir­ca ein Jahr lang gear­bei­tet. Dann, 2016, habe ich eine Pau­se gemacht und ver­sucht, einen nor­ma­len Job zu fin­den. Ich schick­te Lebens­läu­fe an ver­schie­de­ne Make-up-Fir­men, ver­such­te es an vie­len ande­ren Stel­len, um ein Haus und um einen nor­ma­len Job zu bekom­men, aber ich habe nur nega­ti­ve Ant­wor­ten bekom­men. Das heißt, ich war auch dort mit Homo­pho­bie und Dis­kri­mi­nie­rung kon­fron­tiert, nicht nur in Rumä­ni­en. Ich wünsch­te, der Staat wür­de sich mehr invol­vie­ren, was Sex­ar­bei­ten­de und Trans­se­xu­el­le angeht, wenn sie ein neu­es Leben begin­nen wol­len, dass sie ihnen hel­fen. Denn allei­ne kön­nen sie es nicht schaf­fen, sie sto­ßen auf vie­le ver­schlos­se­ne Türen. Eines der gro­ßen Pro­ble­me für Trans­se­xu­el­le ist, dass sie kei­ne Woh­nung fin­den. Vie­le Men­schen sind zurück­hal­tend, wenn es dar­um geht, Men­schen wie Trans­se­xu­el­len eine Woh­nung zur Ver­fü­gung zu stel­len. Ich wünsch­te, die Regie­rung wür­de sich ein biss­chen mehr anstren­gen. Was die Pan­de­mie anbe­langt, so war sie sehr hart, wie für alle ande­ren auch, den­ke ich. Es war ein Schock. Wir muss­ten unse­re Mie­ten in vol­ler Höhe bezah­len. Wir beka­men nur zwei Wochen Ermä­ßi­gung, den Rest der Zeit muss­ten wir das Zim­mer sehr teu­er bezah­len, ohne jeden Nach­lass, ohne jede Hil­fe. Wir hat­ten kei­ne Kun­den, weil alle von der Pan­de­mie betrof­fen waren. Da ich nicht genug Geld hat­te, um die Mie­te wei­ter zu bezah­len, war ich gezwun­gen wäh­rend der Pan­de­mie nach Rumä­ni­en zurück­zu­keh­ren. Und ich wer­de nach Deutsch­land zurück­keh­ren, wenn sich die Lage ein wenig beru­higt hat. Ich weiß nicht, was ich noch hin­zu­fü­gen könn­te, außer, dass der Staat sich mehr küm­mern soll­te und dass uns, wenn wir ein neu­es Leben begin­nen wol­len, dabei gehol­fen wer­den muss. Kei­ne ver­schlos­se­nen Türen mehr. Dan­ke.
Guten Tag! Mein Name ist Andra. Ich bin seit 8 Jahren in der Prostitution in Deutschland tätig. Zuerst hatte ich wegen der Pandemie Angst, andere Menschen zu treffen.
Dann kam eine Pha­se, in der ich mich an die Situa­ti­on gewöhnt habe, aber als die Kun­den immer weni­ger wur­den, konn­te ich mir mei­ne Kos­ten nicht mehr leis­ten, die Mie­te und alles ande­re, und das brach­te mich dazu, an ein neu­es Leben zu den­ken, an einen Neu­an­fang. Ich habe ver­sucht, eine Woh­nung zu fin­den, ich habe ver­sucht, zur Schu­le zu gehen. Alles war sehr, sehr, sehr schwer, denn ich bin Rumä­nin und wer­de des­halb dis­kri­mi­niert. Ich wün­sche mir, dass ande­re Rumä­nin­nen oder ande­re Kol­le­gin­nen nicht die Pro­ble­me haben, die ich hat­te. Es war sehr schwer, eine Woh­nung zu fin­den, in der ich leben konn­te. Es war sehr schwer in einer Schu­le ein­ge­schrie­ben zu wer­den. Es war sehr schwer, die­se Pan­de­mie zu über­ste­hen, die ein­fach um ein star­kes Wort zu benut­zen, alles zer­stört hat, alle Plä­ne, die wir für die Zukunft hat­ten. Ich wünsch­te, es gäbe kei­nen Ras­sis­mus mehr in die­sem Land. Vie­len Dank, einen schö­nen Tag noch!
Guten Tag! Mein Name ist Carla und ich arbeite im Bereich der Sexarbeit in Deutschland. Es ist offensichtlich, dass die Pandemie mich und meine Kolleginnen in finanzieller Hinsicht getroffen hat.
Vie­le mei­ner Kol­le­gin­nen waren in Deutsch­land iso­liert, haben rie­si­ge Schul­den ange­häuft, weil die Mie­ten nur für ein paar Wochen auf die Hälf­te gesenkt wur­den, und danach hat­te sich natür­lich alles wie­der nor­ma­li­siert. Ich wün­sche mir für die Zukunft, dass es in die­sem Bereich nicht so viel Dis­kri­mi­nie­rung gibt. Abge­se­hen davon, dass man als Rumä­ne sowie­so schon ein Label hat, und wenn man dann auch noch eine Pro­sti­tu­ier­te ist, dann ist das eine Kata­stro­phe. Nicht alle Mäd­chen haben Zuhäl­ter, und nicht alle Mäd­chen wer­den gezwun­gen und nicht alle Mäd­chen machen das ohne es zu wol­len. Mehr noch. Ich ken­ne sehr vie­le Mäd­chen, ich kann sogar sagen, dass die meis­ten Frau­en das bewusst machen. Sie machen die­sen Job ganz bewusst. Ich mag, was ich tue. Ich hof­fe, dass ich es noch vie­le Jah­re lang machen kann. Für mich ist es ein sozia­ler Beruf. Ich emp­fan­ge und ich gebe. Jeder Kun­de und jedes Mäd­chen haben ihre eige­nen Stan­dards und jeder kann sich jeweils die Per­son aus­su­chen, die er oder sie berüh­ren möch­te oder mit der er oder sie eine begrenz­te Zeit ver­brin­gen möch­te.
Zuerst war es ein kleiner Schock, dass plötzlich alles stillstand. Niemand hat jemanden besucht. Die Straßen waren leer. Ich war gerade aus dem Urlaub zurückgekommen. Zu dieser Zeit gab es große Veränderungen in meinem Familienleben.
Ich muss­te aus mei­ner alten Woh­nung aus­zie­hen und zog mit einem Freund nach Espoo. Ich bekam einen offi­zi­el­len Job. Mein Freund bot mir einen Job als Gärt­ner an. Ich kauf­te Arbeits­klei­dung und wir zogen zusam­men umher und arbei­te­ten. Das war die ers­te Pha­se von Covid-19. Im Herbst, als sich die Lage eini­ger­ma­ßen erholt hat­te, beschloss ich, aus­zu­zie­hen. Ich dach­te, okay, die Arbeit geht wie­der los, also zog ich zurück ins Stadt­zen­trum. Aber es gab prak­tisch kei­ne Arbeit, weil alle Angst hat­ten, sich für Sex­dienst­leis­tun­gen zu tref­fen. Die ein­zi­gen Kun­den waren mei­ne Bekann­ten und Freun­de. Obwohl mir Covid-19 Nach­tei­le brach­te, hat­te es ande­rer­seits auch eine posi­ti­ve Aus­wir­kung, weil man wie­der mehr sein eige­nes Ding machen konn­te. Ich konn­te mei­ne Kin­der und mei­ne Fami­lie mehr sehen, und irgend­wie war mein Kopf fri­scher, wenn ich nachts schlief. Lang­sam gewöhn­ten wir uns dar­an, wie das Leben lief. Im Moment herrscht noch Flau­te. Die Kun­den sind Bekann­te und Freun­de. Ich möch­te nicht mit jedem arbei­ten. Mei­ne Gesund­heit, mei­ne Fami­lie und mei­ne Kin­der, die sind viel wich­ti­ger. Ich arbei­te noch am Bau, mit einem Freund, es gibt also posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen in mei­nem Leben. Ich bin zufrie­den mit dem, was ich habe. Natür­lich wünsch­te ich, es wäre vor­bei. Manch­mal muss man sich über­le­gen, ob es das Risi­ko wert ist, Frem­de zu tref­fen und den Coro­na-Virus zu bekom­men
Hi, mein Name ist Daniel, ich arbeite für Pion in Norwegen, eine Organisation, die sich für die Rechte von Sexarbeitenden einsetzt.
Und ich den­ke, dass wir wäh­rend der Pan­de­mie erkannt haben, dass Nor­we­gen ein vor­bild­li­ches Land ist, in dem es vie­le Orga­ni­sa­tio­nen gibt, die sich für die Rech­te von Sex­ar­bei­ten­den ein­set­zen — die­se Grup­pe wur­de ansons­ten ziem­lich ver­ges­sen und hat kei­ne finan­zi­el­le Unter­stüt­zung erhal­ten. Plötz­lich konn­ten sie nicht mehr arbei­ten, ihre Aus­ga­ben und ihre Mie­te nicht mehr bezah­len, und so muss­ten sie Zuhäl­ter fin­den, die ihnen Woh­nun­gen oder Arbeits­plät­ze anbo­ten oder 50 % ihres Ver­diens­tes mit ihnen teil­ten. Außer­dem konn­ten vie­le nicht in ihr Land zurück­keh­ren und muss­ten hier blei­ben. Ande­rer­seits wur­den vie­le Sex­ar­bei­ten­de, abge­scho­ben, da es kein Gesetz gab, das fest­leg­te, ob es legal oder ille­gal ist, ihre Diens­te anzu­bie­ten Ich den­ke also, dass, wenn der Staat etwas mehr auf ihrer Sei­te gestan­den hät­te und Hil­fe, finan­zi­el­le Unter­stüt­zung ange­bo­ten hät­te, wäre so etwas nicht pas­siert.
Das schwierigste Problem für Covid-19 in dieser Art von Beruf ist heute, dass es keine Kunden gibt, niemand in unsere Massagesalons kommt und ich muss die Miete für mein Arbeitszimmer bezahlen.
Wenn ich die Mie­te nicht zah­len kann, muss ich in eine ande­re Pro­vinz umzie­hen, denn dort, wo wir jetzt sind, ist es schwie­rig, und es gibt kei­ne Kun­den. Außer­dem hät­ten wir ger­ne, dass die öffent­li­chen Dienst­leis­tun­gen ver­bes­sert wer­den. Wir wol­len, dass die Regie­rung uns hilft, und es gibt vie­le Berei­che, wo wir Hil­fe brau­chen, aber … Eini­ge leh­nen unse­re Arbeit ab und respek­tie­ren sie nicht, ande­re zei­gen uns ein biss­chen Respekt. Unab­hän­gig davon wol­len sie unse­re  Diens­te in Anspruch zu neh­men.