Berufsverband-Sexarbeit.de

Berufsverband-Sexarbeit.de

Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

2. Juni: Hurentag

Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

Mehr erfahren

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

Mehr erfahren

Aktionswoche 2026

Aktionswoche 2026

2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

Mehr erfahren

Position zur Sexarbeit der Deutschen STI Gesellschaft

Position zur Sexarbeit der Deutschen STI Gesellschaft

Die Deut­sche STI-Gesell­schaft – Gesell­schaft zur För­de­rung der Sexu­el­len Gesund­heit ist eine offe­ne, medi­zi­ni­sche Fach­ge­sell­schaft, die sich mit der Behand­lung, Dia­gnos­tik, Prä­ven­ti­on und Auf­klä­rung sexu­ell über­trag­ba­rer Infek­tio­nen und Erkran­kun­gen (STI/STD) aus­ein­an­der­setzt

Warum ein Statement der DSTIG zur gesetzlichen Regelung der Prostitution?

Auch wenn in der letz­ten Legis­la­tur­pe­ri­ode des Bun­des­ta­ges das „Gesetz zur Bekämp­fung des Men­schen­han­dels und Über­wa­chung von Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten“, nicht mehr ver­ab­schie­det wur­de, geht die poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Dis­kus­si­on zum The­ma Pro­sti­tu­ti­on wei­ter. Neue Geset­zes­vor­ha­ben, z.B. zur Rege­lung des Betrie­bes von Pro­sti­tu­ti­ons-stät­ten, sind zu erwar­ten. Die DSTIG ist eine Fach­ge­sell­schaft, in der sich Fach­leu­te aller rele­van­ten Dis­zi­pli­nen der Pra­xis, For­schung und Wis­sen­schaft der För­de­rung der sexu­el­len Gesund­heit wid­men. Die viel­fäl­ti­ge inter­dis­zi­pli­nä­re Exper­ti­se der DSTIG bringt gesund­heits­po­li­ti­sche Aspek­te in die Debat­te ein und kann dazu bei­tra­gen, die­se zu ver­sach­li­chen. Posi­ti­on Anläss­lich ihres Fach­ta­ges zur sexu­el­len Gesund­heit am 8. und 9. Novem­ber 2013 in Köln erklärt die Deut­sche STI-Gesell­schaft (DSTIG): Um die sexu­el­le Gesund­heit zu för­dern, brau­chen Men­schen in der Sex­ar­beit in Deutsch­land — recht­li­che Sicher­heit sowie — gesell­schaft­li­che Akzep­tanz. Aus Sicht der DSTIG man­gelt es bis­lang an der prak­ti­schen Umset­zung der für Sex­ar­beit rele­van­ten Geset­ze: des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes und des Pro­sti­tu­ti­ons­ge­set­zes. Bei­de Geset­ze bie­ten die Vor­aus­set­zun­gen für ganz­heit­li­che und sowohl infek­ti­ons-epi­de­mio­lo­gisch als auch straf­recht­lich zeit­ge­mä­ße Ange­bo­te, die die sexu­el­le Gesund­heit im Zusam­men­hang mit Sex­ar­beit för­dern. Ihre Umset­zung muss dem heu­ti­gen Stand der fach­li­chen Erkennt­nis­se fol­gen. Sie darf nicht alle in den loka­len poli­ti­schen Schwer­punk­ten oder den finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten ein­zel­ner Kom­mu­nen über­las­sen blei­ben. Straf­bar­keit von Men­schen­han­del, sexu­el­ler Aus­beu­tung und Ver­ge­wal­ti­gung gilt in der Sex­ar­beit eben­so wie in jedem ande­ren gesell­schaft­li­chen Zusam­men­hang. Hier bedarf es kei­ner wei­te­ren gesetz­li­chen Rege­lung für die Sex­ar­beit. Die DSTIG betont: Um die not­wen­di­ge gesell­schaft­li­che Akzep­tanz sowie die sozia­le Gleich­stel­lung von Sexarbeiter_innen zu errei­chen, sind auch im gesund­heit­li­chen Bereich spe­zi­fi­sche Ange­bo­teer­for­der­lich. Von zen­tra­ler Bedeu­tung ist der Zugang zu gesund­heit­li­cher Ver­sor­gung für alle Akteur_innen in der Sex­ar­beit (Anbie­ten­de und Nach­fra­gen­de). Die­ser muss anonym und ggf. unab­hän­gig vom Ver­si­che­rungs­schutz mög­lich sei n, d.h. bei Bedarf auch steu­er­fi­nan­ziert. Für eini­ge Berei­che der Sex­ar­beit muss die­ser Zugang durch kon­ti­nu­ier­li­che auf­su­chen­de Arbeit unter­stützt wer­den. Pflicht­un­ter­su­chun­gen — die­nen weder der Gesund­heit des Indi­vi­du­ums noch der Gesell­schaft — beein­träch­ti­gen die För­de­rung der sexu­el­len Gesund­heit — sind grund­ge­setz­wid­rig und ver­let­zen die Wür­de der Men­schen — erfül­len den Tat­be­stand der Kör­per­ver­let­zung ver­hin­dern weder Men­schen­han­del noch sexu­el­le Aus­beu­tung. Die DSTIG weist dar­auf hin, dass die Erfah­run­gen mit dem The­ma HIV den Weg für die För­de­rung sexu­el­ler Gesund­heit auch in der Sex­ar­beit wei­sen. Akzep­tanz und Fach­lich­keit Sexarbeiter_innen benö­ti­gen Ange­bo­te zur Gesund­heits­för­de­rung, in denen Akzep­tanz mit Fach­lich­keit ver­bun­den ist. Neben der medi­zi­ni­schen und der bera­te­ri­schen Kom­pe­tenz muss spe­zi­fi­sches Know-how ins­be­son­de­re zur Epi­de­mio­lo­gie von STI und zu den viel­fäl­ti­gen For­men von Sexua­li­tät vor­han­den sein. Um wirk­sam wer­den zu kön­nen, müs­sen Ange­bo­te außer­dem die hohe Mobi­li­tät und die begrenz­ten Res­sour­cen vie­ler Sexarbeiter_innen berück­sich­ti­gen (z. B. durch Sprach- und Integrationsmittler_innen sowie durch kos­ten­lo­se Ange­bo­te für nicht-ver­si­cher­te Bedürf­ti­ge). Koope­ra­ti­on von ÖGD und NGOs Public Health erwächst aus qua­li­fi­zier­ten Struk­tu­ren. Stra­te­gien gegen STI und zur För­de­rung der sexu­el­len Gesund­heit sind umso erfolg­rei­cher, je enger sie in Koope­ra­ti­on von staat­li­chen Stel­len mit den betrof­fe­nen oder bedroh­ten Men­schen ent­wi­ckelt wer­den. Die Aus­stat­tung des Öffent­li­chen Gesund­heits­diens­tes (Ö GD) mit allen nöti­gen Res­sour­cen (finan­zi­ell, struk­tu­rell, per­so­nell) ist daher eben so erfor­der­lich wie die Aner­ken­nung der zivil­ge­sell­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen (Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen – NGO), wie Fach­be­ra­tungs­stel­len für Pro­sti­tu­ier­te in unter­schied­li­cher Trä­ger­schaft und ande­re. (Über­ar­bei­tung von Elfrie­de Stef­fan, Ber­lin, 28.10. 2013 nach Aus­wer­tung aller Rück­mel­dun­gen zum ers­ten Ent­wurf aus der DSTIG)