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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Regelmäßiges Sexarbeits-Frühstück in Leipzig — Lydia erzählt wie es dazu kam

Regelmäßiges Sexarbeits-Frühstück in Leipzig — Lydia erzählt wie es dazu kam

Regelmäßiges Sexarbeits-Frühstück in Leipzig — Lydia erzählt wie es dazu kam
Beim Mit­glie­der­tref­fen des BesD im Herbst 2016 lern­te ich Vio­lett ken­nen. Wit­zi­ger­wei­se leben und arbei­ten wir bei­de in Leip­zig und müs­sen bis nach Göt­tin­gen fah­ren, um uns ken­nen­zu­ler­nen. Allein die­se Tat­sa­che schrie schon danach, end­lich ein Sexarbeiter*innen-Treffen in Leip­zig zu orga­ni­sie­ren. Schon lan­ge wünsch­te ich mir sowas, nach­dem ich von Kolleg*innen aus ande­ren Städ­ten viel Posi­ti­ves gehört hat­te über die­se unge­zwun­ge­nen Tref­fen unter Sexarbeiter*innen. Aller­dings war ich im Jahr 2016 gera­de nicht aktiv als Sex­dienst­leis­te­rin und viel mit mir selbst beschäf­tigt. Auch Vio­lett arbei­te­te viel, so dass wir nur in sehr gro­ßen Abstän­den mit­ein­an­der Kon­takt hat­ten. Wir spra­chen aber das The­ma Stamm­tisch immer wie­der an und dass wir das doch end­lich mal orga­ni­sie­ren müss­ten … 2017 begann ich wie­der als Inde­pen­dent Escort zu arbei­ten, das Pro­st­SchG trat in Kraft und so lang­sam beweg­te sich in Sach­sen und Leip­zig etwas. Vom Gesund­heits­amt Leip­zig und wei­te­ren Orga­ni­sa­tio­nen wur­de der Arbeits­kreis “Sex­ar­beit in Leip­zig” ins Leben geru­fen. Da Vio­lett und ich mit die­sem spä­tes­tens seit letz­ten Som­mer in engem Kon­takt ste­hen, wur­den wir dazu ein­ge­la­den und waren natür­lich dabei. Das ers­te Tref­fen fand Ende Febru­ar statt, wo auch jemand vom Ver­ein “Rosa­Lin­de e. V.” dabei war. Und wie das immer so ist … es wer­den vor Allem wäh­rend der Pau­sen Kon­tak­te geknüpft und so hat­te Vio­lett ein­fach mal gefragt, ob man nicht Räu­me von Rosa­Lin­de nut­zen könn­te, um ein Sexarbeiter*innen-Frühstück zu ver­an­stal­ten. Die Idee mit dem Früh­stück war ihr zwi­schen­durch gekom­men. Wir hat­ten immer von einem Stamm­tisch gespro­chen, der abends statt­fin­det, aber das ist für die meis­ten Kolleg*innen natür­lich schwie­rig, weil sie abends arbei­ten oder sich nach einem lan­gen Tag aus­ru­hen wol­len. Außer­dem fin­den Stamm­ti­sche ja oft in Bars oder Knei­pen statt und Vio­lett hat­te sich über­legt, ob das nicht abschre­ckend für Man­che sein könn­te, so in der Öffent­lich­keit. Ich selbst hat­te das Gan­ze nur am Ran­de mit­be­kom­men, erhielt aber eini­ge Zeit spä­ter eine Mail von Rosa­Lin­de. Man bat uns, sich doch dem Ver­eins-Ple­num ein­mal vor­zu­stel­len und zu erklä­ren, was wir vor­ha­ben. Da muss­te ich noch­mal bei Vio­lett anru­fen und nach­fra­gen, was sie das eigent­lich bespro­chen und gefragt hat­te. Der Ver­ein Rosa­Lin­de e. V. ist toll — setzt sich für Les­ben, Schwu­le, Bise­xu­el­le, Trans*, Inter*, Ase­xu­el­le und que­e­re Men­schen (LSBTIAQ*) in Leip­zig ein und leis­tet seit sei­ner Grün­dung 19881990 Anti­dis­kri­mi­nie­rungs- und Lob­by­ar­beit in die­sem Bereich. Und so war unse­re Vor­stel­lung eigent­lich eine rei­ne Form­sa­che, denn bei der Unter­stüt­zung einer weit­rei­chend dis­kri­mi­nier­ten Grup­pe, wie bei Sexdienstleister*innen war der Ver­ein sofort dabei. Wir beka­men die Zusa­ge, an einem Sonn­tag Vor­mit­tag im Monat end­lich das ers­te Sexarbeiter*innen-Treffen in Leip­zig abzu­hal­ten. Das Früh­stück ist ein­fach ein offe­ner Treff aus­schließ­lich unter Kolleg*innen. Wir wol­len uns über Alles aus­tau­schen, was uns mehr oder weni­ger unter den Nägeln brennt, über die Arbeit spre­chen, über Schö­nes, Lus­ti­ges, aber auch Schwie­rig­kei­ten und Pro­ble­me kön­nen ange­spro­chen wer­den. Vio­lett und ich ver­ste­hen uns dabei auch als Sprach­rohr, wel­ches die Anlie­gen der säch­si­schen und Leip­zi­ger Sexarbeiter*innen in den neu gegrün­de­ten Arbeits­kreis trägt. Auch kön­nen wir Infos zum Pro­st­SchG und zum aktu­el­len Stand der Aus­füh­rung geben. Die Räu­me des Rosa­Lin­de e. V. bie­ten uns dafür einen geschütz­ten Rah­men, indem wir kom­plett unter uns sind. Ort und Datum geben wir nur bei Anmel­dung bekannt. Das ers­te Früh­stück hat­ten wir im Mai bereits. Es kam extra eine Kol­le­gin aus dem Umkreis von Leip­zig und wir hat­ten einen regen Aus­tausch. Ich freue mich schon rie­sig auf das nächs­te Früh­stück mit hof­fent­lich noch eini­gen Kolleg*innen mehr. Mel­det euch ein­fach bei mir oder Vic­to­ria an. Gruß, Lydia
Infos und Kon­takt: Lydia: Vik­to­ria: 0176–32808941