Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Saarländische CDU-Frauen wollen Bordelle schließen — Sexarbeitende sind entrüstet

Saarländische CDU-Frauen wollen Bordelle schließen — Sexarbeitende sind entrüstet

Saarländische CDU-Frauen wollen Bordelle schließen — Sexarbeitende sind entrüstet
Die Saar­brü­cker Zei­tung titelt: Nach der Coro­na-Kri­se sol­len Sex-Tem­pel im Saar­land nicht mehr öff­nen dür­fen. Schwe­den gilt als gutes Bei­spiel. Die Coro­na-Ver­ord­nun­gen ver­bie­ten immer noch die Öff­nung von Bor­del­len — soge­nann­te Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten. Dies auf unab­seh­ba­re Zeit. Die Vor­sit­zen­de der saar­län­di­schen CDU-Frau­en Anja Wag­ner-Scheid möch­te die­sen Zustand auch nach Coro­na bei­be­hal­ten. Das von ihr pro­pa­gier­te „schwe­di­sche Modell“, nach­dem der Frei­er bestraft, aber die Pro­sti­tu­ier­te straf­frei bleibt, ist lei­der eine gro­ße Mogel­pa­ckung. Es gibt kei­ne Nach­wei­se, dass Sex­ar­beit an sich oder der Men­schen­han­del in Schwe­den abge­nom­men haben. Ein­deu­tig ist aller­dings, dass sich die Arbeits­be­din­gun­gen für Sex­ar­bei­ten­de unter dem Sexkauf­ver­bot ver­schlech­tern.
  • Zwar wird die Sex­ar­bei­ten­de nicht wegen Pro­sti­tu­ti­on ange­klagt, aber die Kun­den. So muss dann ver­steckt gear­bei­tet wer­den, damit über­haupt noch jemand kommt.
  • Bor­del­le sind ver­bo­ten unter dem Kon­zept des Sexkauf­ver­bots. Vie­le Sex­ar­bei­ten­de schät­zen aber die­se Arbeits­plät­ze, denn sie füh­len sich dort siche­rer als allei­ne bei Haus­be­su­chen. Ein eta­blier­tes Bor­dell bie­tet für vie­le höhe­re Ver­dienst­aus­sich­ten als Selbst­ma­nage­ment. Laut neu­er Geset­zes­vor­ga­ben in Deutsch­land müs­sen Pro­sti­tu­ti­on­stät­ten hohe Anfor­de­run­gen erfül­len, um eine Zulas­sung zu bekom­men. Auch ein Betriebs­kon­zept ist vor­zu­le­gen, wel­ches u.a. deut­lich macht, dass dort kei­ne Aus­beu­tung statt­fin­det.
  • Bera­tungs­stel­len und Gesund­heits­äm­ter gehen davon aus, dass sie wegen der Ver­ein­ze­lung der Sex­ar­bei­ten­den nicht mehr gezielt auf­su­chen­de Bera­tung machen kön­nen. Man befürch­tet, dass sich in die­sem Grau­be­reich genau die soge­nann­ten “milieu­be­ding­ten” Zwi­schen­han­del­struk­tu­ren eta­blie­ren wer­den, die man eigent­lich abschaf­fen will.
Die von CDU-Frau­en pro­pa­gier­ten “Aus­stiegs­pro­gram­me” und alter­na­ti­ven beruf­li­chen Per­spek­ti­ven mün­den zu über 90% in den Bil­lig­lohn­sek­tor, und sind exakt das, wovor die meis­ten Sex­ar­bei­ten­den gera­de geflüch­tet sind. Der „Erfolg“ in Schwe­den sieht wie folgt aus: 42% der Sexarbeiter*innen berich­ten von mehr Gewalt­er­fah­run­gen seit der Ein­füh­rung die­ses Geset­zes, 70% von kei­ner Ver­bes­se­rung bzw. sogar Ver­schlech­te­rung der Ver­hält­nis­se der Poli­zei, 63% von einer Ver­schlech­te­rung ihrer Arbeits­ver­hält­nis­se. Von den all­ge­mei­nen Umsatz­ein­bu­ßen mal ganz zu schwei­gen. (Quel­le: Stu­die Mede­ci­ne du Mon­de) Nam­haf­te Orga­ni­sa­tio­nen aus dem Gesund­heits­we­sen, Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen und kirch­li­che Ein­rich­tun­gen spre­chen sich ein­hel­lig gegen ein Sexkauf­ver­bot aus, das die Bran­che in die Ille­ga­li­tät treibt. Gehol­fen wer­den kann in einem der­ar­ti­gem Dun­kel­feld kaum jeman­dem mehr. Unser Berufs­ver­band setzt sich ein für lega­les Arbei­ten und trans­pa­ren­te Struk­tu­ren. Wir for­dern mehr Bera­tung­s­tel­len und mehr auf­su­chen­de Bera­tung, Auf­bau von Fort­bil­dungs­kon­zep­ten und Bil­dung von sprach­be­zo­ge­nen Peer-Grup­pen. Eben­so spre­chen wir uns gegen das Vor­ha­ben eines Wer­be­ver­bo­tes für Bor­del­le aus, denn ohne Wer­bung kei­ne Kun­den. Für Fra­gen ste­hen wir ger­ne zur Ver­fü­gung. Kon­takt: Johan­na Weber Poli­ti­sche Spre­che­rin des BesD 0151–1751 9771


Pres­se­er­k­la­rung zu die­sem The­ma der Bera­tungs­stel­le für Sex­ar­bei­ten­de in Saar­brü­cken, ALDONA -> https://berufsverband-sexarbeit.de/index.php/2020/07/17/beratungsstelle-aldona-im-saarland-gegen-das-sexkaufverbot/ Link­lis­te mit Argu­men­ten gegen das Sexkauf­ver­bot: