Berufsverband-Sexarbeit.de

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Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

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Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

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Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

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Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

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Aktionswoche 2026

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2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

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Wie es wirklich aussieht, wenn Sex dein Job ist!

Wie es wirklich aussieht, wenn Sex dein Job ist!

Wie es wirklich aussieht, wenn Sex dein Job ist!

Ein Arbeitsalltag einer Hure

Was macht man als Sex­ar­bei­te­rin an einem Arbeits­tag? Wie vie­le von euch den­ken, der Job besteht aus Rum­sit­zen, die Bei­ne breit machen und sonst nix? Wür­de es nur ein Fin­ger­schnip­pen erfor­dern um sex­wil­li­ge Män­ner in mein Bett zu bekom­men, wäre ich inzwi­schen eine schwer rei­che Frau. Lei­der bekom­me ich auf die­se Wei­se kei­ne Män­ner in mein Bett, weder pri­vat noch beruf­lich. Will­kom­men in der Rea­li­tät, in der Huren sich aktiv um ihre Kund­schaft bemü­hen müs­sen!

Sex sells … Sex?

Es gibt Wer­be­platt­for­men, Com­mu­ni­ties und Netz­wer­ke, auf denen mit ero­ti­schen Dienst­leis­tun­gen aller Art gewor­ben wird und sie sind bereits voll mit unzäh­li­gen bun­ten Ange­bo­ten von Kon­kur­ren­tin­nen. Wie schaf­fe ich es, hier für mei­ne Ziel­grup­pe sicht­bar zu wer­den? Was kann und was möch­te ich anbie­ten? … und womit davon errei­che ich Inter­es­se? Die­se Fra­gen müs­sen immer wie­der aufs neue in Fotos, Tex­ten und Pro­fi­len ver­mit­telt und vom rich­ti­gen Adres­sat gefun­den wer­den. Es hört sich ein­fach an, aber mit die­sen Ant­wor­ten kann sich jeder einen siche­ren Rah­men schaf­fen. Man muss sich ein Bild von dem Men­schen machen, den man errei­chen und von sich über­zeu­gen möch­te. Gelingt es nicht, die Vor­stel­lun­gen in rea­le Tref­fen umzu­set­zen, bedarf es einer Über­ar­bei­tung. Tri­al and error, bis man die Gäs­te fin­det, die zu einem pas­sen oder sich ein­ge­steht, dass man die­se Auf­ga­be nicht bewäl­ti­gen kann!

Ring … Sorry, ich muss mal kurz ans Telefon gehen …  

Das Tele­fon, eines mei­ner wich­tigs­ten Werk­zeu­ge einer Hure. Jeder von den 0 bis zu 50 Anfra­gen täg­lich kann dazu füh­ren, dass ich für tol­len Sex bezahlt wer­de oder ich mei­ne Zeit mit einem Trot­tel ver­schwen­de. Eine Ent­schei­dung, die ich mit höchs­ter Kon­zen­tra­ti­on, vol­ler Auf­merk­sam­keit und einem auf­ge­schlos­se­nen Wesen tref­fen muss. Mit Men­schen­kennt­nis und kom­mu­ni­ka­ti­vem Geschick ent­lo­cke ich mei­nem frem­den Anru­fer sei­ne intims­ten sexu­el­len Wün­sche und ent­schei­de, ob und wie eine Umset­zung davon mit mir mög­lich ist. Wie ich das anstel­le und mich dabei zu 100% auf mei­ne Fähig­kei­ten ver­las­se? Ich höre mei­nem Gegen­über wirk­lich sehr, sehr, sehr auf­merk­sam zu. Es geht auch, aber nicht nur, dar­um, was er wie sagt. Viel mehr ach­te ich dar­auf, was sei­ne Wor­te in mir aus­lö­sen. Die meis­ten Anru­fer brin­gen mich zum lächeln und ich habe Inter­es­se sie ken­nen­zu­ler­nen. Emp­fin­de ich aber Unbe­ha­gen oder Abscheu bei sei­nen Wor­ten, been­de ich das Tele­fo­nat, ohne einen Ter­min ver­ein­bart zu haben. Kei­ne Fra­ge, man­che wer­den respekt­los und wider­lich, wenn sie abge­wie­sen wer­den und man­cher Anru­fer braucht gar kei­nen Grund, um unan­ge­nehm zu wer­den. Doch ich habe die­se Typen am Tele­fon: Auf­le­gen, Num­mer blo­cken und nie­mals mehr von ihnen hören! Nur wer einen ange­neh­men Ein­druck hin­ter­lässt, wird ein­ge­la­den sich zu nähern.

Dann kommen wir jetzt zum vögeln?

Egal wo man sich trifft, es geht immer dar­um, einen siche­re und ange­neh­me Atmo­sphä­re zu kre­ieren und zu erhal­ten. Die­ser Raum ist nicht dafür da, uns von Gäs­ten weit­mög­lichst zu distan­zie­ren, son­dern sie dort­hin ein­zu­la­den. Wir füh­ren offe­ne Gesprä­che, erfah­ren von den intims­ten Gedan­ken, Wün­schen und Bedürf­nis­sen. Mit viel Fein­ge­fühl, Geduld und Tole­ranz arbei­ten sich Huren an Fra­ge­stel­lun­gen her­an, bei denen Sex­blogs, Ärz­te und der Tratsch hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand auf­hö­ren. Wie berei­te ich einem Mann Lust, des­sen Penis nach Krebs­krank­hei­ten nicht mehr funk­tio­niert? Was wünscht sich ein Ehe­paar von mir in ihrer sil­ber­ne Hoch­zeits­nacht? Oder wie funk­tio­niert eine ero­ti­sche Vor­lie­be für Klei­dung einer ver­gan­ge­nen Deka­de? Frü­her habe ich sol­che Begeg­nun­gen gemie­den und bin schnel­len Fußes abge­hau­en. Doch mit der Zeit inter­es­sier­te es mich, was sich dahin­ter ver­birgt und wel­che For­men Sexua­li­tät anneh­men kann. Ich arbei­te ger­ne an den Ant­wor­ten und ver­schaf­fe mir und ande­ren inspi­rie­ren­de Momen­te. Dabei erwei­tert sich der Hori­zont und das Kön­nen. So gibt es in der Bran­che Fel­a­tio­künst­ler, eben­so wie Kuschel­spe­zia­lis­ten und Moti­va­ti­ons­ge­nies, die Men­schen wun­der­vol­le indi­vi­du­el­le Momen­te ver­schaf­fen kön­nen. An die­sem Abend nach drei Gäs­ten, zwölf Tele­fo­na­ten und neun­zehn E‑Mails, mache ich ein klei­nes Päu­schen, denn wei­te­re Auf­ga­ben war­ten bereits unge­dul­dig: Steu­ern, Wäsche­berg und ich muss mal wie­der Fotos von mir machen las­sen … das Tele­fon klin­gelt. Es ist kurz vor 20 Uhr … Es ist mehr Arbeit, als ich es mir zu Beginn je aus­den­ken konn­te und die Risi­ken des Klein­un­ter­neh­mer­tums nagen in die­sen Tagen. Den­noch bin ich froh, dass ich es mich getraut habe. Mei­ne Arbeit macht mich zufrie­den, denn ihre Anfor­de­run­gen pas­sen mit mei­nen Stär­ken zusam­men. Ich bin begabt dar­in, Men­schen in mei­nen Bann zu zie­hen und sich gut füh­len zu las­sen. Dane­ben besit­ze ich ein gutes Gespür für Sexua­li­tät und was ich mit wem machen will und kann. Dabei habe ich kei­ne Scheu sie abzu­wei­sen, wenn ich mer­ke, dass wir nicht har­mo­ni­sie­ren. Gleich­zei­tig bin ich belast­bar und habe genug Durch­hal­te­ver­mö­gen, um die Selbst­stän­dig­keit zu mana­gen. Die eige­ne Per­sön­lich­keit und die eige­nen pas­sen­den Vor­aus­set­zun­gen ent­schei­den über Fluch und Segen in der Sex­ar­beit!