Berufsverband-Sexarbeit.de

Berufsverband-Sexarbeit.de

Will­kom­men beim BesD e.V., dem Berufs­ver­band für sexu­el­le und ero­ti­sche Dienst­leis­tun­gen.

2. Juni: Hurentag

2. Juni: Hurentag

Roter Regen­schirm, Sexy Out­fit, und dann ab zum Huren­tag!

Mehr erfahren

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Deine Spende gegen ein Sexkaufverbot

Wir brau­chen dei­ne Spen­de um wei­ter gegen ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land anzu­kämp­fen.

Mehr erfahren

Aktionswoche 2026

Aktionswoche 2026

2. bis 6.Juni: Deutsch­land­wei­te Ver­an­stal­tungs­rei­he der Sex­ar­beit!

Mehr erfahren

Sexarbeitende und ihre Verbündete appellieren an die Antilopen Gang — Bitte unterschreiben

Sexarbeitende und ihre Verbündete appellieren an die Antilopen Gang — Bitte unterschreiben

Sexarbeitende und ihre Verbündete appellieren an die Antilopen Gang — Bitte unterschreiben
Eine Akti­on der Sex­ar­bei­te­rin Ruby Rebel­de Auf ihrer Web­sei­te fin­det sich auch der voll­stän­di­gen Offe­nen Brief -> mademoiselleruby.com/offener-brief/ Lie­be Anti­lo­pen Gang, mein Name ist Ruby, ich bin inter­sek­tio­nel­le Femi­nis­tin und akti­ve Sex­wor­ke­rin. Ich wen­de mich an Euch als unab­hän­gi­ge Sex­ar­beits-Akti­vis­tin und weil ich Eure Musik mag. Mit gro­ßer Erschüt­te­rung habe ich fest­ge­stellt, dass Ihr Husch­ke Mau, die sich in Deutsch­land mas­siv für die Abschaf­fung von Sex­ar­beit und damit für eine Repres­si­on von Sexua­li­tät ein­setzt sehr viel Raum und Sicht­bar­keit ein­ge­räumt habt. Erst im Febru­ar habe ich Euer Kon­zert besucht und hat­te so viel Spaß. Umso mehr möch­te ich Miss­ver­ständ­nis­se anspre­chen, die mit der Per­son Husch­ke Mau und ihren poli­ti­schen Posi­tio­nen ver­bun­den sind. Ich hege die Hoff­nung, dass Euch, wie vie­len ande­ren die­se Punk­te auf die ich gleich ein­ge­hen wer­de, nicht bewusst waren. Bit­te nehmt die­sen Offe­nen Brief zum Anlass, zu über­den­ken, ob Ihr wirk­lich nur einer ein­sei­ti­gen Mei­nung auf das kom­ple­xes The­ma Sex­ar­beit eine Platt­form bie­ten wollt? Für einen inklu­si­ven Femi­nis­mus und Ach­tung der Men­schen­rech­te Husch­ke Mau soli­da­ri­siert sich in ihrem Text, den ihr an den Schluss Eures Vide­os „Klei­ne, mie­se Type“ gestellt habt schein­bar mit Kol­le­gin­nen, die Oli­ver Pocher zuvor zwangs­ge­outet hat. Doch gleich­zei­tig nutzt sie den Raum dafür ein Sexkauf­ver­bot zu for­dern, eine „Welt ohne Pro­sti­tu­ti­on“. Für Tau­sen­de Sex­ar­bei­te­rin­nen ist die Selbst­dar­stel­lung von Husch­ke Mau als Akti­vis­tin für Frau­en­rech­te ein Schlag ins Gesicht. Für noch mehr Men­schen, die einen inklu­si­ven Femi­nis­mus ver­tre­ten, der die Rech­te von LGBTQIA*Personen respek­tiert, eben­so. Es gibt bereits eini­ge Län­der, z.B. Kana­da und Frank­reich in denen ein Sexkauf­ver­bot gilt. Es heißt: Die Sex­ar­bei­te­rin­nen wür­den nicht bestraft, son­dern „nur“ die Kun­din­nen von sexu­el­len Dienst­leis­tun­gen. Doch wie sieht die Rea­li­tät in die­sen Län­dern aus? Jeder, der Sex­ar­bei­ten­de dort unter­stützt, egal ob Eltern, Freun­din­nen, Part­ne­rin­nen, Dienst­leis­te­rin­nen macht sich der „För­de­rung der Pro­sti­tu­ti­on“ oder gar der Zuhäl­te­rei schul­dig. Bei­spie­le? Sex­ar­bei­te­rin möch­te eine pri­va­te Woh­nung mie­ten: Nein, das ist ein „Sit­ten­wid­ri­ges Bor­dell“. Sex­ar­bei­ten­de Per­son hat ein Kind: Es kann ihr ent­zo­gen wer­den, weil sie kei­nen „mora­lisch ein­wand­frei­en Lebens­wan­del“ vor­wei­sen kann! Sex­ar­bei­ten­de bezahlt ein Taxi: Vor­schub der Pro­sti­tu­ti­on! Es geht soweit, dass Unter­stüt­zungs­or­ga­ni­sa­tio­nen kein Bank­kon­to eröff­nen dür­fen um För­der­mit­tel zu emp­fan­gen. Es ist eine furcht­ba­re Stig­ma­ti­sie­rung, die dort gesetz­lich ver­an­ker­te Rea­li­tät ist. Ein Sexkauf­ver­bot schafft Sex­ar­beit nicht ab, denn die Kol­le­gin­nen arbei­ten wei­ter, nur eben in der Grau­zo­ne, ohne Unter­stüt­zung, schüt­zen­de Geset­ze und Rech­te. Ergo, es ver­schlim­mert die Situa­ti­on der Sex­ar­bei­ten­den und das ist schon lan­ge bekannt. Die For­de­rung nach Sexkauf­ver­bot in der Coro­na-Kri­se Gera­de jetzt in der Coro­na – Pan­de­mie sind die Befür­wor­te­rin­nen eines Sexkauf­ver­bo­tes in Deutsch­land beson­ders laut. Wir Sex­ar­bei­ten­den sind seit 14.03. mit Berufs­ver­bot zur Ein­däm­mung des Coro­na-Virus belegt und daher voll­kom­men damit beschäf­tigt halb­wegs unbe­scha­det durch die­se Kri­se zu kom­men. Akti­vis­tin­nen wie Husch­ke Mau nut­zen die­se Situa­ti­on scham­los aus, um ihre For­de­rung Sexkauf­ver­bot zu plat­zie­ren. Dabei scheu­en sie auch nicht davor zurück, Sex­ar­bei­ten­de vor ihren ideo­lo­gi­schen Kar­ren zu span­nen, deren Exis­tenz­grund­la­ge sie sonst bekämp­fen. Mit Akti­vis­tin­nen wie Mau kön­nen wir Sex­ar­bei­te­rin­nen uns nicht ein­mal auf den Begriff unse­rer Tätig­keit eini­gen. Für sie ist Pro­sti­tu­ti­on Ver­ge­wal­ti­gung, doch wir for­dern „Sex­ar­beit ist Arbeit – Respekt!“ Statt von Pro­sti­tu­ti­on spre­chen wir von Sex­ar­beit um den Arbeits­cha­rak­ter unse­res Berufs zu beto­nen und Aner­ken­nung statt Ver­bo­te zu for­dern. Wollt ihr wirk­lich Leu­te pushen, die gegen Trans­per­so­nen, Migran­tin­nen und gegen die Selbst­be­stim­mung der Frau agie­ren? Husch­ke Mau steht für einen Femi­nis­mus, der aus­grenzt und ver­bie­tet. In der Welt von Mau und Co wird gegen Trans­per­so­nen gehetzt, sie neh­men in Kauf, dass in Län­dern mit Sexkauf­ver­bot die­ses dazu instru­men­ta­li­siert wird, Migran­tin­nen abzu­schie­ben und Men­schen mit nicht-syn­chro­ner Sexua­li­tät zu dis­kri­mi­nie­ren. Wenn ich Euer musi­ka­li­sches Schaf­fen und Eure Tex­te betrach­te, kann ich nicht glau­ben, dass Ihr als Anti­lo­pen Gang Posi­ti­on gegen Frau­en­rech­te bezieht? Ich glau­be nicht, dass Euch Trans­Per­so­nen gleich­gül­tig sind, und ihr die Repres­si­on von Sexua­li­tät för­dern möch­tet. Ich den­ke: Euch ging es wie vie­len, denen die Bot­schaft von Husch­ke Mau auf den ers­ten Blick unter­stüt­zens­wert erscheint. Doch ihre Bot­schaft ist ras­sis­tisch, dis­kri­mi­nie­rend und mora­lis­tisch. Was könnt Ihr als Anti­lo­pen Gang tun? Ich und ande­re Sex­ar­bei­te­rin­nen, sowie vie­le Orga­ni­sa­tio­nen sind bereit, mit Euch zu dis­ku­tie­ren. Ich fän­de es schlimm, wenn bei Euren Fans und ande­ren Men­schen der Ein­druck ent­steht, Ihr wärt gegen uns. Bit­te redet mit uns statt über uns uns. Es grüßt Euch, Ruby Rebel­de Begrün­dung Ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land? Wir sind ent­schie­den dage­gen. Ein Sexkauf­ver­bot in Deutsch­land hie­ße die Men­schen­rech­te mit Füßen zu tre­ten, Tau­sen­de Sex­wor­ker zu ent­mün­di­gen und ihre poten­ti­el­le Ver­ar­mung in Kauf zu neh­men. Sex­ar­bei­ten­de haben ein Recht auf freie Berufs­wahl, egal ob Mora­lis­tin­nen dies aner­ken­nen kön­nen, oder reli­giö­se Fana­ti­ke­rin­nen ihnen dies zuge­ste­hen. Ich bin nicht allein mit die­ser Sicht­wei­se, in For­schung und Bera­tung haben die Sexarbeiter*innen in Euro­pa star­ke Ver­bün­de­te wie Amnes­ty Inter­na­tio­nal, Deut­sche Aids­hil­fe, STI-Gesell­schaft und vie­le mehr, die seit Jah­re for­dern Rech­te statt Ret­tung. Sie tre­ten ein für eine Ent­kri­mi­na­li­sie­rung und Aner­ken­nung der Sex­ar­beit. Die For­de­rung nach Sexkauf­ver­bot ent­behrt nicht nur jeg­li­cher wis­sen­schaft­li­cher Grund­la­ge, sie beruht auch auf ver­dreh­ten Zah­len. Es wird unter­stellt, dass es viel mehr Opfer von Zwangs­pro­sti­tu­ti­on geben wür­de als Men­schen, die aus den glei­chen Grün­den in der Sex­ar­beit tätig sind, wie ande­re ihrem Brot­er­werb nach­ge­hen, näm­lich um Geld zu ver­die­nen. Die Zah­len, die Husch­ke Mau vor­gibt zu ken­nen, die gibt es nicht und kann es auf­grund der kom­ple­xen Zusam­men­set­zung der Bran­che auch nicht geben. Han­tie­ren die Befürworter*innen des Sexkauf­ver­bots also mit Zah­len ist Vor­sicht gebo­ten. Ver­wei­sen sie auf Stu­di­en, han­delt es sich um gro­be Ver­ein­fa­chun­gen und die Ergeb­nis­se sind bereits mehr­fach von renom­mier­ten For­schen­den ent­kräf­tet wor­den. Es hin­dert unse­re Geg­ne­rin­nen nicht dar­an, jene For­schen­den mit dem Gene­ral­vor­wurf „Zuhäl­ter­lob­by“ zu über­zie­hen. Mau und Co. argu­men­tie­ren in einem geschlos­se­nen Sys­tem und sind kei­ner­lei fak­ti­schen Argu­men­ten zugäng­lich. Ihr Ziel ist ein­zig und allein die Durch­set­zung ihrer poli­ti­schen Agen­da. Wenn Ihr die­se Petition/Offenen Brief unter­schreibt, appel­liert Ihr an die Anti­lo­pen Gang Ihre Hal­tung zum The­ma Sexkauf­ver­bot zu über­den­ken. Statt Ver­bo­te for­dert Ihr Recht für Sex­ar­bei­ten­de. Ihr tre­tet damit für Dif­fe­ren­zie­rung statt Ver­ein­fa­chung des kom­ple­xen The­mas Sex­ar­beit ein und ach­tet die Men­schen­rech­te der Sexarbeiter*innen. Seid Ihr auch für einen inklu­si­ven Femi­nis­mus ohne Dis­kri­mi­nie­rung? For­dert Ihr die Ent­kri­mi­na­li­sie­rung der Sex­ar­beit? Bedeu­ten Euch Men­schen­rech­te etwas? Seid Ihr auch gegen sexu­el­le Repres­si­on und beschränk­ten Mora­lis­mus? Ist Euch Dif­fe­ren­zie­rung wich­ti­ger als Argu­men­te im geschlos­se­nen Sys­tem? Dann setzt Eure Unter­schrift unter die­ses Anlie­gen und tre­tet dafür ein, unse­rem Anlie­gen mehr Sicht­bar­keit und Auf­merk­sam­keit zu ver­lei­hen. Vie­len Dank für Ihre Unter­stüt­zung, Ruby Rebel­de aus Ber­lin Hier Ped­ti­ti­on unter­schrei­ben